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economiesuisse - Klares Nein zu "Zukunft mit Komplementärmedizin"
Parolen von economiesuisse zu den Abstimmungen vom 17. Mai 2009

Zürich (ots)

economiesuisse lehnt den direkten Gegenvorschlag
"Zukunft mit Komplementärmedizin" ab. Aufgrund der bestehenden 
Kompetenzen von Bund und Kantonen ist es schon heute möglich, die 
Komplementärmedizin angemessen zu berücksichtigen. Dazu ist keine 
neue Bestimmung in der Bundesverfassung notwendig. Ausserdem schadet 
die Entwicklung zu immer mehr Zwangsabgaben dem Wirtschaftsstandort. 
Der Vorstandsausschuss von economiesuisse hat deshalb klar die 
Nein-Parole beschlossen. Die Ja-Parole zum neuen Ausweisgesetz 
(Biometrische Pässe) hat economiesuisse bereits Ende März gefasst.
Die Kostenverteilung im Gesundheitswesen verschiebt sich seit 
Jahren hin zu mehr Steuermitteln und stärkerer Finanzierung über 
obligatorische Prämien. Diese Entwicklung ist schädlich für den 
Wirtschaftsstandort. Sie darf mit der vereinfachten Aufnahme der 
Komplementärmedizin in die obligatorische Grundversicherung nicht 
weiter verschärft werden. "Ein Nein zum Gegenvorschlag ist kein 
grundsätzliches Nein zur Komplementärmedizin, sondern ein Nein zu 
einer verstärkten obligatorischen Finanzierung im Gesundheitswesen", 
betont Fridolin Marty, Gesundheitsexperte bei economiesuisse.
Die Festsetzung der Komplementärmedizin in die Bundesverfassung wäre 
ein falsches Signal. Die massiven Kostensteigerungen in der 
Grundversicherung müssen ein Umdenken auslösen. Die 
Vollkasko-Mentalität hat in die Sackgasse geführt. Die 
Grundversicherung bedarf einer grundlegenden Reform. Den 
ursprünglichen Zweck der obligatorischen Krankenversicherung, nämlich
den Schutz vor finanziellen Risiken bei ernsthaften Erkrankungen, 
muss wieder ins Zentrum rücken. Hierfür ist eine Aufweichung der 
Wirksamkeitskriterien für komplementärmedizinische Leistungen das 
falsche Mittel.
Bereits im vergangenen März hat economiesuisse die Ja-Parole zu 
den biometrischen Pässen gefasst. Fälschungssicherere und moderne 
Pässe sind für die Wirtschaft zentral. "Ohne den neuen Pass würden 
Schweizer bei Reisen ins Ausland strengeren Visa-Bestimmungen 
unterliegen", sagt Jan Atteslander, Leiter Aussenwirtschaft bei 
economiesuisse. Unnötige Administrationskosten und eingeschränkte 
Reisefreiheit wären die Folgen. Vom neuen Pass profitiert auch der 
Tourismus- und Wirtschaftsstandort aufgrund der 
Schengen-Vereinbarungen.

Kontakt:

Roberto Colonnello
Telefon: 044 421 35 35

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