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Bundesamt für Verkehr BAV

BAV: Bahnen legen strategische Gesamtplanung für den Raum Basel vor

Bern (ots)

Die Deutsche Bahn AG (DB AG), die Société Nationale
des Chemins de fer français (SNCF), die Réseau ferré de France (RFF) 
und die Schweizerische Bundesbahn AG (SBB AG) haben dem Departement 
für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) eine 
Gesamtplanung über den Ausbau des Schienennetzes im Raum Basel 
vorgelegt. In einer ersten summarischen Bewertung hält das UVEK 
fest, dass diese Überlegungen, mit einigen Ausnahmen, langfristigen 
Charakter haben. An eine allfällige Realisierung kann erst nach 
Vollendung der NEAT und der zweiten Etappe von Bahn 2000 gedacht 
werden. Um die sich bereits abzeichnenden Kapazitätsengpässe 
längerfristig zu vermeiden, sollen die in der Studie enthaltenen 
Lösungsansätze bei der Erarbeitung der Planungsbotschaft zu NEAT 2 
einfliessen.
In den kommenden Jahrzehnten, insbesondere mit der vollständigen 
Inbetriebnahme der NEAT ab 2017, zeichnet sich in der Region Basel 
eine Verkehrszunahme auf dem Schienennetz ab. Der grösste Teil des 
Personenfernverkehrs und des Transitgüterverkehrs auf der Nord-Süd 
Schienenachse wird durch den Raum Basel geführt werden müssen. Um 
allfällige längerfristige Engpässe auf der Infrastruktur rechtzeitig 
zu entschärfen haben die DB AG, die SNCF, die RFF und die SBB AG dem 
UVEK eine strategische Gesamtplanung zur Stellungnahme vorgelegt. 
Dabei werden zur Erweiterung der Infrastruktur unter anderem 
folgende Vorschläge zur Diskussion gestellt: Eine Reaktivierung und 
den Ausbau der Strecke zwischen Mulhouse (F) und Mühlheim (D) für 
den Güterverkehr, die Verlängerung des 3. und 4. Geleises zwischen 
Karlsruhe und Basel in die Region Basel mit dem Bau einer zweiten 
Rheinbrücke in Basel oder eine Umfahrung der Region Basel mit einer 
Neubaustrecke Basel – Stein/Säckingen (Bypass Hochrhein), usw.
In einer ersten summarischen Auswertung hält das UVEK fest, dass 
diese Vorschläge – mit Ausnahme einiger punktuellen Ausbauten – nur 
längerfristig und nicht vor der Vollendung der NEAT und der zweiten 
Etappe von Bahn 2000 an die Hand genommen werden müssten. Neben 
finanziellen Überlegungen spielt hier auch mit, dass für den Bund 
der Bedarfsnachweis für diese Infrastrukturausbauten noch nicht in 
allen Punkten schlüssig geführt werden konnte. Hinsichtlich der 
Lärmsanierung der Eisenbahnstrecken im Raume Basel enthält die 
vorgelegte Planungsstudie keine Elemente, die eine Anpassung der 
heute gültigen Planungsgrundsätze, insbesondere den Emmissionsplan 
2015, nahe legen würden, da allfällige Ausbauten erst nach 2015 
angegangen werden könnten. Somit ist erst zu diesem Zeitpunkt zu 
prüfen, wie die Planungsgrundsätze unter Berücksichtigung des 
künftigen Verkehrsaufkommens angepasst werden müssten. Das Bundesamt 
für Verkehr (BAV) wird diese Gesamtplanung untersuchen und die 
Vorschläge im Rahmen der Erarbeitung der Planungsbotschaft zu NEAT 2 
einfliessen lassen.
Noch im Juni wird das BAV zudem diese Thematik in den mit 
Deutschland und Frankreich bestehenden Lenkungsausschüssen für den 
grenzüberschreitenden Bahnverkehr zur Sprache bringen. Geprüft 
werden soll dabei auch die Frage, ob die Gesamtplanung für den Raum 
Basel in eine speziellen trinationalen Gremium Deutschland, 
Frankreich, Schweiz weiter bearbeitet werden soll.
Bern, den 9. Mai 2003
UVEK Eidgenössisches Departement für
Umwelt, Verkehr, Energie, Kommunikation
Pressedienst
Auskünfte: Bundesamt für Verkehr, Kommunikation, 031 322 36 43

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