Tous Actualités
Suivre
Abonner HEV Schweiz

HEV Schweiz

HEV Schweiz: Kantone beschliessen neue Mustervorschriften

Zürich (ots)

Mit den neuen Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich sollen Neubauten nahezu energieautark werden. Bei den Bestandesbauten wird mittels Technologieverboten und kleinen Sanierungsverpflichtungen in die Richtung eines Sanierungszwangs gearbeitet.

An der Plenarversammlung der Energiedirektorenkonferenz vom vergangenen Freitag haben die Regierungsräte die "Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich" (MuKEn) 2014 verabschiedet. Diese dient sodann als Vorlage für die Energievorschriften in den einzelnen Kantonen.

Neubauvorschriften

Im Bereich der Neubauvorschriften nimmt die Schweiz bereits heute eine Spitzenposition im europäischen Umfeld ein. Durch die Verschärfung der Anforderungen an die Wärmedäm-mung wird für Neubauten in Zukunft das 4-Liter Haus vorgeschrieben. Aus Sicht des HEV Schweiz sind damit die ökonomisch vertretbaren Dämmstärken ausgereizt. Weiterführende Anforderungen werden nur noch an die Gesamtenergieeffizienz gestellt werden können. Dies kann jedoch nur zielführend umgesetzt werden, wenn verschiedentlich Einzelanforderungen wieder fallen gelassen werden.

Erneuerungen

Weitreichender sind die MuKEn für bestehende Bauten. Die Verpflichtung, beim Ersatz einer fossilen Heizung einen Teil der Wärmeerzeugung aus erneuerbarer Quellen decken zu müssen, führt zu erheblich kostspieligeren Lösungen, die selbst bei einem reinen Heizkesselersatz zu Mietzinsaufschlägen führen werden.

Noch vor zwanzig Jahren wurden Elektrodirektheizungen als die umweltfreundliche Alternative angepriesen. Jetzt sollen Elektroheizungen und Elektroboiler innert fünfzehn Jahren ganz verschwinden. Dies obwohl viele dieser Installationen ihr Lebensende noch nicht erreicht haben. Der HEV wird sich bei der Umsetzung der MuKEn in den einzelnen Kantonen für die Sicherstellung einer minimalen Lebensdauer für Elektroheizungen von 30 Jahren einsetzen.

Im Bereich der individuellen Heizkostenabrechnung bleiben die Energiedirektoren der bisherigen Linie treu und nehmen gute Bauten von dieser Pflicht aus.

Erfreut stellt der HEV Schweiz fest, dass die Energiedirektoren im Bereich der Betriebsoptimierung dem Druck des Bundes und der Haustechnikbranche Stand gehalten haben und eine Lösung gefunden haben, die nur diejenigen Gebäude betrifft, welche aufgrund der Grösse auch ein erhebliches Sparpotential aufweisen.

Ebenfalls erfreulich ist, dass der Gebäudeenergieausweis weiterhin ein freiwilliges Instrument für die Beratung bleiben soll. Als solches wurde es 2009 von den Kantonen, dem Bund und dem HEV Schweiz lanciert und wird entsprechend auch richtig eingesetzt.

Kontakt:

HEV Schweiz
Ansgar Gmür, Direktor HEV Schweiz
Tel.: +41/44/254'90'20
Mobile: +41/79/642'28'82
E-Mail: info@hev-schweiz.ch

Plus de actualités: HEV Schweiz
Plus de actualités: HEV Schweiz
  • 13.01.2015 – 14:47

    HEV Schweiz: Homegate-Index zeigt nur die halbe Wahrheit

    Zürich (ots) - Homegate hat Zahlen zur Mietpreisentwicklung auf Basis der bei ihnen inserierten Wohnungen publiziert. Dieser Angebotsindex gibt die Realitäten auf den Schweizer Mietwohnungsmärkten leider nur unzureichend wieder. Der Homegate-Index basiert auf den Daten der gleichnamigen Online-Plattform. Diese deckt einen grossen Teil online-Inserate ab. Homegate.ch erfasst jedoch längst nicht alle verfügbaren ...

  • 09.01.2015 – 08:45

    HEV Schweiz: Mit Volldampf voraus - 100 Jahre HEV Schweiz

    Zürich (ots) - Am Donnerstag, den 8. Januar 2015 eröffnete der HEV Schweiz sein Jubiläums-Jahr zum 100-jährigen Verbandsbestehen. Zu diesem Anlass wurde im Verkehrshaus in Luzern eine eigene HEV-Lokomotive enthüllt und getauft. 365 Tage wird sie mit voller Kraft tagein, tagaus auf dem SBB Schienennetz quer durch das Land ziehen. Mehr als 300 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Immobilienbranche nahmen an den ...

  • 17.12.2014 – 16:15

    HEV Schweiz: Keine neuen Vorschriften für den Wohnungsmarkt

    Zürich (ots) - Der HEV Schweiz begrüsst das klare Votum des Bundesrates, gegen ein Vorkaufsrecht der Gemeinden auf Grundstücken für den preisgünstigen Wohnungsbau. Die Situation am Wohnungsmarkt entspannt sich. Weitere staatliche Eingriffe sind derzeit nicht notwendig. Der Bundesrat hat nach Anhörung von Empfehlungen der Arbeitsgruppe "Wohnungspolitischer ...