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World Vision Schweiz und Liechtenstein

Interview mit Helga Stamm-Berg, World-Vision-Mitarbeiterin, zurzeit in Rangun, Myanmar

Interview mit Helga Stamm-Berg, World-Vision-Mitarbeiterin, zurzeit in Rangun, Myanmar
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Dübendorf (ots)

- Hinweis: Bildmaterial steht zum kostenlosen Download bereit  
     unter: www.presseportal.ch/de/pm/100000881 -
Aus Rangun berichtet Helga Stamm-Berg. Sie ist
Asienreferentin von World Vision Deutschland und betreut
normalerweise langfristige Entwicklungsprojekte in Myanmar. Jetzt ist
sie aufgrund der Katastrophe im Land.
Frage: Wie sieht es in dem am schlimmsten betroffenen Gebiet aus:
im Fluss-Delta Irrawaddy?
"Im Delta-Gebiet, in dem vor dem Zyklon rund zwei Millionen
Menschen gelebt haben, sind 90 Prozent der Häuser und Bambushütten
schwer beschädigt. Mittlerweile sind 50 einheimische Helfer von World
Vision in den betroffenen Gebieten. Fünf weitere Teams bereiten
gerade Hilfstransporte vor. Sie werden Reis, Öl, Decken, Kleidung,
Moskitonetze, Kochutensilien, Hygienesets, Taschenlampen und
Batterien verteilen. Damit sollen 40.000 Haushalte versorgt werden."
Frage: Sind denn überhaupt genug Hilfsgüter im Land?
"Nein. Die betroffenen Menschen hier brauchen dringend mehr
internationale Hilfe. Die Lebensmittelvorräte im Land gehen langsam
zur Neige. World Vision hat  für die Hilfslieferungen, die unsere
Mitarbeiter bisher verteilt haben, Lebensmittel in Rangun eingekauft.
Jetzt gibt es einen Engpass. Auch landesweit wird sich die
Versorgungssituation verschärfen. Wir befürchten, dass wir weitere
Nahrung nicht mehr hier besorgen können."
Frage: Macht es Sinn zu spenden?
"World Vision hat mehr als 500 lokale Mitarbeiter im Land. Es sind
Einheimische, die sich auskennen und seit Jahren in
Entwicklungsprojekten in Myanmar arbeiten. In sieben betroffenen
World-Vision-Projektgebieten haben die Kollegen bisher Trinkwasser,
Reis und Kleidung verteilt. Damit konnten wir rund 80.000 Männer,
Frauen und Kinder mit dem Notdürftigsten versorgen. Mit
entsprechenden Mitteln können die lokalen Mitarbeiter Hilfsgüter in
benachbarten Ländern kaufen. Trotzdem ist es wichtig, dass
schnellstmöglich internationale Hilfe ins Land kommt. Viele
Organisationen stehen bereit, auch unser Hilfsflug von Deutschland.
Allerdings müssen die Hilfsgüter-Verteilungen nach international
anerkannten Standards ablaufen, das heisst: Wir müssen sicherstellen,
dass die Materialen bei den Bedürftigsten ankommen.
Wir finanzieren mit den Spenden sowohl die Soforthilfe als auch
die langfristige Hilfe, z.B. Gesundheitsversorgung und Impfungen für
Kinder. Häuser, Schulen und Kliniken müssen wieder aufgebaut werden.
Verlorenes Saatgut muss ersetzt werden, damit die Menschen bald
wieder ernten können. Wir rechnen damit, dass viele Familien noch
monatelang unsere Hilfe benötigen werden."
Spendenkonto:
Postkonto 87-800000-5, Vermerk "Wirbelsturm in Myanmar"

Kontakt:

World Vision Schweiz
Tanja Blickenstorfer-Cimirro, Media Relations
Tel.: +41/44/510'14'01
E-Mail: t.blickenstorfer@worldvision.ch

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