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Staatskanzlei Luzern

Suchtprävention beginnt im Vorschulalter

Luzern (ots)

Wer Suchtprävention betreibt, hat Fotos von
Raucherlungen im Köfferchen und warnt Jugendliche vor gefährlichen
Suchtmitteln und Drogen. Steine, Stoff, Schaumgummi,
Verpackungsmaterialien, alte Schuhe oder abgetragene Kleider haben
dagegen nichts mit Prävention zu tun. Oder doch?
Dass das Thema Suchtprävention bei Jugendlichen brennt und von
grossem Interesse ist, zeigte der Aufmarsch von über hundert Personen
zum Forum für Gesundheitsförderung der kant. Stelle für
Gesundheitsförderung Luzern vom 23. September 2003 in Luzern.
In ihrem Referat beschrieb Rebekka Röllin Bolzern, von der
Fachstelle für Suchtprävention des Drogenforums Innerschweiz, Luzern,
was es braucht, um Kinder stark zu machen. Im familiären Umfeld und
auch im Spielumfeld des Kindes können Fantasie und Kreativität
helfen, um zulernen, mit schwierigen Situationen umzugehen. Wichtig
ist, das Mittelmass zwischen Überbehütung und Vernachlässigung zu
finden. Eltern sind in vielem ein Vorbild, sei es im Umgang mit
Konfliktlösungen, oder dem Umgang mit Genussmitteln. Nicht zuletzt
trägt aber auch die Familienpolitik ihren Teil bei, eine Politik, die
der Familie ein gutes Umfeld ermöglicht, ihre anspruchsvollen
Aufgaben wahrzunehmen.
Susanne Lustenberger-Haldimann, Schulleiterin Aus- und
Weiterbildung für Spielgruppenleitende, appellierte an den Mut zur
Einfachheit. Nicht das Leistungsdenken soll im Vordergrund stehen,
sondern die Kreativität des Kindes. Wie ein Kind etwas macht, ist
viel wichtiger, als was es macht. Nicht selten haben die Erwachsenen
zu wenig Geduld, um dem Kind genügend Zeit für seine Kreativität
einzuräumen.
Wie sinnlich und vielseitig ein Haufen abgetragener Schuhe sein
kann, und wie sinnvoll sich damit spielen lässt, oder was das
Faszinierende einer Wald-Kugelbahn ist, zeigten die Absolventinnen
des Jahreskurses "Frühkindliche Förderung 2002/2003" an vielen
Beispielen. Der Zusammenhang zwischen Steinen, Stoff, alten Schuhen
und Lehmkugeln und Suchtprävention war offensichtlich!

Kontakt:

Claudia Burkard Guidali
Leiterin kant. Stelle für Gesundheitsförderung
Meyerstrasse 20
6000 Luzern 11
Tel. +41/41/228'67'30
Fax +41/41/228'67'33
E-Mail: claudia.burkard@lu.ch

Bildmaterial des Anlasses können sie unter claudia.burkard@lu.ch
bestellen.

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