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Bundesamt für Landwirtschaft

Kritik und auch Lob der OECD für die Schweizer Agrarpolitik

Bern (ots)

Heute stellt die OECD in Brüssel und Washington ihren
jährlichen Monitoring-Bericht über die Agrarpolitiken in den
OECD-Ländern vor. Die Schweiz wird weiterhin für ihren hohen
Agrarschutz, der nach wie vor einer der höchsten der Welt ist,
kritisiert. Dabei stellt jedoch die OECD auch fest, dass die
Verschiebung mit der «AP 2002» weg von der Marktpreisstützung hin zu
produktungebundenen Agrarumweltzahlungen in die richtige Richtung
geht. Das Bundesamt für Landwirtschaft begrüsst die im publizierten
OECD-Bericht «Agrarpolitiken in den OECD-Ländern: Monitoring und
Evaluation 2001» differenziert ausgefallene Beurteilung der Schweizer
Agrarpolitik. Das OECD-Urteil fiel für die Schweiz beispielsweise im
Vergleich zu den anderen drei Ländern mit sehr hohen
Agrarstützungsniveaus (Norwegen, Japan, Südkorea) positiv aus. Die
Reformen unter der «AP 2002» hin zu mehr Marktorientierung, weniger
Marktpreisstützung und der vermehrten direkten Entgeltung von nicht
produktbezogenen Leistungen wie Landschaft oder Biodiversität werden
positiv beurteilt. Dennoch kommt die OECD zum Schluss, dass weitere
Reformanstrengungen nötig erscheinen um die internationale
Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Landwirtschaft zu stärken.
Das Bundesamt für Landwirtschaft weist darauf hin, dass es die
sogenannte PSE-Methode (Producer Support Estimate) zur Berechnung der
Agrarstützung skeptisch beurteilt. So unterscheidet die OECD in ihrer
Gesamtstützungszahl und ihrer Prozentzahl des Stützungsanteils an den
Betriebseinahmen nicht zwischen Marktpreisstützung (berechnet nach
der Differenz zwischen Weltmarkt- und Schweizer Produzentenpreisen)
und von der Nahrungsmittelproduktion entkoppelten Direktzahlungen zur
Erreichung von Umwelt- und anderen Zielen. Die Gesamtstützungszahl
für die Schweiz im Jahr 2000 beträgt 7,5 Milliarden Schweizer Franken
und die Prozentzahl des Stützungsanteils an den Betriebseinahmen 71
Prozent. Die Unterteilung des PSE hingegen zeigt für die Schweiz
grosse Veränderungen in den letzten Jahren: Während die
Marktpreisstützung in den neunziger Jahren zurückging, stiegen die
budgetären kompensatorischen Ausgaben (produktgebundene und teilweise
produktgebundene) und die produktungebundenen Ausgaben für
spezifische Umweltleistungen.
Das Bundesamt für Landwirtschaft wird sich auch in Zukunft im
Agrarkomitee der OECD und dessen untergeordneten Arbeitsgruppen dafür
einsetzten, dass die PSE-Berechnungsmethode den Schweizer Reformen
besser Rechnung trägt.

Kontakt:

Daniel Zulauf, Sektion Internationales, Tel. 031 322 25 95
Bundesamt für Landwirtschaft
Presse- und Informationsdienst

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