Aus Jugendstrategie wird Kinder- und Jugendstrategie
Vaduz (ots)
Ursprünglich war die Erarbeitung einer Jugendstrategie vorgesehen. Die Regierung hat nun beschlossen, diese breiter auszurichten und zu einer Kinder- und Jugendstrategie weiterzuentwickeln. Damit sollen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene gemeinsam in den Blick genommen werden. Die fachliche Begleitung übernimmt das Institut für Soziale Arbeit und Räume (IFSAR) der OST - Ostschweizer Fachhochschule St. Gallen.
Mit der Erweiterung der Zielgruppe trägt die Regierung dem Umstand Rechnung, dass zentrale Entwicklungsprozesse, Beteiligungserfahrungen und Weichenstellungen für ein selbstbestimmtes Leben bereits im Kindesalter beginnen und sich bis ins junge Erwachsenenalter fortsetzen. Themen wie Bildung, Chancengerechtigkeit, psychische Gesundheit, Digitalisierung, Schutz, Beteiligung sowie Übergänge in Ausbildung und Beruf betreffen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene gleichermassen und sollen daher abgestimmt betrachtet werden.
"Eine integrierte Kinder- und Jugendstrategie schafft eine gemeinsame strategische Grundlage für alle relevanten Akteurinnen und Akteure. Sie vermeidet Doppelstrukturen, bündelt Ressourcen und ermöglicht eine kohärente Umsetzung kinder- und jugendpolitischer Ziele. Gleichzeitig stärkt sie die Beteiligung junger Menschen, indem Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Strategieprozess altersgerecht einbezogen werden", erklärt Gesellschaftsminister Emanuel Schädler.
Die Kinder- und Jugendstrategie soll der Regierung bis Ende 2027 vorgelegt werden.
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