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pafl: Frauen- und Menschenhandel mit dem Schwerpunkt Sexarbeit in Liechtenstein

Vaduz (ots)

Am 26. Oktober 2009 wird die Wanderausstellung "Ohne
Glanz und Glamour" im Schulzentrum Mühleholz II eröffnet.
Nach Drogen- und Waffenhandel sei der Menschenhandel das weltweit 
lukrativste kriminelle Geschäft. Dies wurde aus dem von UNODC (United
Nations Office on Drugs and Crime) veröffentlichten Zahlen zum 
weltweiten Menschenhandel im Februar dieses Jahres deutlich. In 
erster Linie sind Frauen die Opfer des Menschenhandels. 79 Prozent 
der Fälle enden in der Prostitution, aber auch in der Sklavenarbeit 
in Minen, auf Feldern oder in versteckten Hinterhofwerkstätten. 
Frauenhandel ist ein weltweites Geschäft: Schätzungen sprechen von 4 
Millionen Frauen und Mädchen, die weltweit jährlich zum Zweck der 
Heirat, der Prostitution oder der Sklaverei ver- und gekauft werden. 
Jedes Jahr werden ungefähr zwei Millionen Mädchen zwischen fünf und 
fünfzehn Jahren zur Prostitution gezwungen. In Europa werden gemäss 
Schätzungen der Europäischen Kommission und der OSZE zwischen 120'000
bis 500'000 Frauen von Ost- und Mitteleuropa wie Waren nach 
Westeuropa verschoben.
Information - Prävention
Die Stabsstelle für Chancengleichheit und die Fachstelle für 
Sexualfragen haben in Kooperation mit Amnesty International 
Liechtenstein, der Evangelischen Kirche, dem Frauenhaus 
Liechtenstein, der infra, der Landespolizei und der Opferhilfestelle 
ein Projekt zum Thema Frauen- und Menschenhandel mit dem Schwerpunkt 
Sexarbeit in Liechtenstein entwickelt. Das Projekt will über den 
internationalen Frauenhandel informieren, Menschen sensibilisieren 
und auf die Situation der Sexworkerinnen in Liechtenstein hinweisen. 
Im Weiteren will es einen Beitrag zur Prävention von Menschenhandel 
in Liechtenstein leisten.
Ausstellung, Vorträge, Film und Diskussion
Die Wanderausstellung "Ohne Glanz und Glamour" wird am 26. Oktober
2009 um 19.30 Uhr im Schulzentrum Mühleholz II mit einem 
Vortragsabend eröffnet. Stella Jegher von Amnesty International 
Schweiz referiert zum Thema "Frauenhandel - ein 
menschenrechtswidriges Geschäft". Im zweiten Teil des Vortragsabend 
wird Marlen Rusch, Programmleiterin Female Sexwork der AIDS-Hilfe 
Schweiz ein Referat zum Thema "Gesund bleiben in der Sexarbeit - 
Faktoren, welche die Präventionsarbeit positiv unterstützen" halten.
Am 29. Oktober 2009 findet um 18.30 Uhr im Takino in Schaan ein 
Gespräch über Menschenhandel und Sexarbeit in Liechtenstein statt. 
Nach der Begrüssung durch Regierungschef Klaus Tschütscher 
diskutieren Patricia Matt von der Fachstelle für Sexualfragen, 
Barbara Banzer von der Opferhilfestelle, Jules Hoch von der 
Landespolizei und Doro Winkler vom Fraueninformationszentrum FIZ in 
Zürich über Zahlen und Fakten, die rechtliche Situation, über 
konkrete Projekte zur Bekämpfung von Frauenhandel über die 
alltäglichen Erfahrungen und über offene Handlungsfelder. 
Anschliessend an das Gespräch wird um 20.00 Uhr der Film "LILJA 
4-EVER" gezeigt.
Öffnungszeiten der Ausstellung sind Montag, 26. Oktober 2009, 
19.30 Uhr bis 21.30 Uhr sowie Dienstag, 27. Oktober 2009 bis 30. 
Oktober 2009 jeweils 17.30 bis 20.30 Uhr. Weitere Informationen 
unter: www.fa6.li oder www.scg.llv.li

Kontakt:

Stabsstelle für Chancengleicheit
Bernadette Kubik-Risch, Leiterin
T +423 236 60 60

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