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pafl: Hohe Kompostqualität im Fürstentum Liechtenstein erneut bestätigt

Vaduz (ots)

Vaduz, 3. März (pafl) - Im Rahmen der
Qualitätssicherung wurden 2008 die Kompostierplätze der Gemeinden 
Liechtensteins inspiziert sowie die Kompostqualität detailliert 
untersucht und beurteilt. Die Untersuchungen haben den insgesamt 
hohen Qualitätsstandard des Liechtensteiner Kompostes bestätigt.
Die Gemeinden Liechtensteins sind bestrebt, der Bevölkerung mit 
dem Kompost ein qualitativ hochwertiges Recyclingprodukt auf 
natürlicher Basis anzubieten. In Zusammenhang mit der 
Betriebsbewilligung der Kompostierplätze verpflichten sie sich, 
jährlich umfassende Qualitätssicherungsmassnahmen durchzuführen. Ziel
dieser Massnahmen ist, den Qualitätsstandard kontinuierlich zu 
optimieren sowie langfristig auf einem hohen Niveau zu stabilisieren.
Kompost eignet sich hervorragend als Gartendünger, für 
Pflanzenerdemischungen oder als Torfersatz. Regelmässig und wohl 
dosiert angewendet, zeigen sich seine positiven Eigenschaften in 
einem vitalen und fruchtbaren Gartenboden mit einem aktiven 
Bodenleben.
Auch im vergangenen Jahr wurde der Kompost regelmässig beprobt und
chemisch-analytisch untersucht. Die Untersuchung von 
Schadstoffbelastung, Nährstoffgehalt und weiteren 
physikalisch-chemischen Qualitätsmerkmalen dient dazu, die 
Kompostqualität anhand exakt messbarer Kennwerte zu charakterisieren 
und mit den offiziellen Vorgaben und Richtlinien zu vergleichen. In 
Ergänzung wird der Kompost mithilfe von Biotests auf die biologische 
Qualität sowie die Pflanzenverträglichkeit analysiert. Die 
durchgeführten Probenahmen und Analysen dienen als 
Beurteilungskriterien der Kompostqualität und -reife. Nur gut 
ausgereifter Kompost, welcher einen fachgerecht geführten 
Rotteprozess durchlaufen hat, erreicht in der Gesamtbeurteilung 
sämtlicher Qualitätsparameter gute bis sehr gute Resultate.
Hohe Qualität bestätigt
Der hohe Qualitätsstandard der Grüngutverwertung der Gemeinden 
Liechtensteins hat sich im vergangenen Jahr bestätigt. Wie in den 
Vorjahren wurden die Qualitätsanforderungen an Reifekompost 
mehrheitlich erfüllt. Die Nährstoffgehalte erreichen ausnahmslos 
Werte im Normal- und Optimalbereich für Reifekompost. Der Kompost 
garantiert deshalb eine ausgewogene Pflanzenernährung. Die Biotests 
bestätigen ebenfalls die mehrheitlich gute Kompostqualität. Nur 
gerade eine Kompostprobe wurde aufgrund der Biotests als ungenügend 
klassiert.
Die Schwermetallgehalte liegen ausnahmslos unter den gesetzlich 
festgelegten Grenzwerten. Dennoch wurden vereinzelt erhöhte Kupfer- 
und Nickelgehalte analysiert. Diese Schwermetalle erreichen seit 
mehreren Jahren erhöhte Werte. Für die Kupferbelastung ist zudem eine
zunehmende Tendenz feststellbar. Auch die weiteren Qualitätsparameter
- mit Ausnahme des Salzgehaltes - erfüllen die Anforderungen. Der 
Salzgehalt erreicht in rund 40 Prozent der Proben Werte, welche die 
Richtwerte für den Komposteinsatz überschreiten. Im langjährigen 
Vergleich der Daten seit 1997 zeigen die Salzgehalte ansteigende 
Werte. Das Amt für Umweltschutz hat aufgrund der teilweise zunehmende
Schadstoffgehalte eine Detailuntersuchung zur Ursachenermittlung in 
Auftrag gegeben. Trotz der Veränderungen in der Kompostqualität ist 
der Komposteinsatz - unter Berücksichtigung einer der Situation 
angepassten Dosierung sowie des Einsatzzeitpunktes - nach wie vor 
bedenkenlos möglich.

Kontakt:

Amt für Umweltschutz
Sven Bürzle
Tel.: +423 236 61 87

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