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pafl: Wissenswertes rund ums (Oster-) Ei

(ots)

Vaduz, 2. April (pafl) -

Ostern steht vor der Türe und
damit auch die Hauptsaison für den Verzehr von Schokoladehasen und 
Eiern. Letztere erscheinen das ganze Jahr über immer wieder in den 
Schlagzeilen. Das Amt für Lebensmittelkontrolle und Veterinärwesen 
nützt die Gelegenheit, die Konsumenten über Wissenswertes rund ums 
(Oster-) Ei zu informieren.
Einwandfreie Qualität der Eier in Liechtenstein
Das Angebot an Eiern in Liechtenstein ist vielfältig. Neben Eiern 
von Liechtensteiner Betrieben werden auch Eier aus der Schweiz und  
Importeier von weit her in den Geschäften angeboten. Die Qualität der
Eier wird im Rahmen der üblichen Kontrollen durch das Amt für 
Lebensmittelkontrolle und Veterinärwesen überprüft. Zudem sind die 
Halter von Legehennen im Rahmen ihrer Selbstkontrolle verpflichtet, 
die Herden regelmässig auf Salmonellen zu überprüfen. Ausserdem 
wurden (und werden) vom Amt für Lebensmittelkontrolle und 
Veterinärwesen bereits mehrfach Schwerpunktuntersuchungen an 
Liechtensteiner Eiern durchgeführt, z.B. auf Rückstände von 
Tierarzneimitteln. Die Ergebnisse belegten für die einheimischen Eier
eine einwandfreie Qualität.
Vorteile der Eier aus Liechtenstein
Weitere Vorteile der hiesigen und der Schweizer Eier: Bei uns ist 
die Käfighaltung verboten, welche in anderen Ländern zum Teil noch 
zulässig ist. Und die Transportwege der Eier sind kurz, sodass die 
Eier sehr frisch zum Konsumenten gelangen.
Susanne Meier  vom Amt für Lebensmittelkontrolle und 
Veterinärwesen: "In Summe spielt die Herkunft der Eier eine nicht 
unwesentliche Rolle für den Konsumenten. Deshalb muss diese auch in 
Restaurants, welche z.B. Spiegeleier zum Frühstück anbieten, 
angegeben werden".
Ernährungsphysiologisch wertvoll
Bezüglich Qualität gilt ganz generell und nicht nur für 
Liechtensteiner Eier, dass das Ei aus ernährungsphysiologischer Sicht
als sehr wertvoll einzustufen ist: Es liefert zahlreiche Vitamine und
Mineralstoffe und zudem sehr hochwertiges Protein. In Zahlen sieht 
das so aus: Aus 100 Gramm Protein vom Hühnerei kann der Mensch 94 
Gramm körpereigenes Protein bilden. Zum Vergleich: 100 Gramm 
Rindereiweiß liefern nur 76 Gramm Körpereiweiß.
Und auch das Negativimage der Eier als Lieferanten zu hoher 
Cholesterinmengen mit einem schädlichen Einfluss auf den 
Cholesterinspiegel konnte in den letzten Jahren stark verbessert 
werden: Bereits 1999 berichteten Forscher der Bostoner Harvard 
Universität, dass der Cholesterinspiegel selbst mit mehr als einem Ei
pro Tag nicht zu erhöhen ist.
Runde Fakten
Die Farbe der Eierschale ist genetisch bedingt. Reinrassige Hühner
mit weißen Ohrscheiben legen meist weisse Eier, solche mit roten 
Ohrlappen dagegen meist braunschalige. Bei nicht reinrassigen Hühnern
lässt die Ohrlappen- und -scheibenfarbe keine Rückschlüsse auf die 
Eifarbe zu. Hier treten alle Kombinationsmöglichkeiten auf. Entgegen 
den hartnäckigen Gerüchten besteht also zwischen der Farbe des 
Gefieders und der der Eier kaum ein Zusammenhang. Oft werden braune 
Eier auch mit der ökologischen Landwirtschaft assoziiert. Hier 
besteht ebenfalls kein direkter Zusammenhang.
Susanne Meier: "Die Farbe des Dotters wird weitgehend durch das 
Futter bestimmt. Mais und Grünfutter führen eher zu einem hellgelben 
Dotter, Paprika und Krustentiere ergeben einen rötlicheren. 
Ökologisch geführte Betriebe produzieren aus Preisgründen überwiegend
rein gelbe Dotter".
Alles in Allem steht also dem Eiergenuss an Ostern nichts mehr im 
Wege. Und beim gemütlichen Ostermahl im Familienkreis lässt sich 
vielleicht auch eine Antwort auf die eine Frage finden, welche wir 
hier unbeantwortet lassen: Was war zuerst, das Huhn oder das Ei?
Servicebox:
Einfacher Frischetest
Die Frische von Hühnereiern lässt sich mit einem einfachen Test 
überprüfen: Während der Lagerung verdunstet Wasser aus dem Inneren 
des Eies durch die Schale und die Luftblase im Ei wird dadurch 
grösser. Legt man ein frisches Ei in ein Wasserglas, geht es 
vollständig unter und liegt flach am Boden.
Ist das Ei einige Tage alt, bleibt es zwar am Boden liegen, richtet 
sich jedoch leicht auf, ein zwei Wochen altes Ei steht senkrecht im 
Wasser.
Wenn das Ei an der Oberfläche schwimmt, ist es ungefähr zwei Monate 
alt und sollte nicht mehr verwendet werden.
Will man wissen, ob man ein rohes oder ein gekochtes Ei vor sich hat,
legt man das Ei auf eine ebene Fläche und versetzt es wie einen 
Kreisel in Rotation: Ein rohes Ei kommt rasch zum Stillstand, während
sich ein gekochtes Ei wesentlich länger weiter dreht.
Eine Aufbewahrung im Kühlschrank ist nicht unbedingt nötig - sind 
die Eier jedoch einmal gekühlt, sollen sie weiter kühl gelagert 
werden!

Pressekontakt:

Susanne Meier
Amt für Lebensmittelkontrolle und Veterinärwesen
+423 236 73 27

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