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BFS: SILC – Eine neue, international vergleichbare Erhebung des BFS

(ots)

SILC – Eine neue, international vergleichbare Erhebung des BFS

Einkommen und Lebensbedingungen in der Schweiz
Im Auftrag des Bundesrates führt das Bundesamt für Statistik (BFS) 
ab September 2004 eine neue, repräsentative Erhebung über die 
Einkommen und Lebensbedingungen der schweizerischen Wohnbevölkerung 
durch. Nach ihrer stufenweisen Einführung wird sie empfindliche 
Lücken in der schweizerischen Sozialstatistik schliessen und 
international vergleichbare Resultate über Einkommen, Armut und 
Lebensqualität erbringen. Die soziale und wirtschaftliche 
Entwicklung der letzten Jahre hat den Bedarf nach aktuellen, 
verlässlichen und international vergleichbaren Informationen über 
die Einkommen und Lebensbedingungen der Haushalte in der Schweiz 
massiv erhöht. Die in diesem Bereich vorhandenen Statistiken genügen 
den Ansprüchen der Sozial- und Wirtschaftspolitik nicht mehr. Der 
Schweizerische Bundesrat hat daher das Bundesamt für Statistik (BFS) 
mit der Durchführung einer neuen, repräsentativen Erhebung über die 
Einkommen und Lebensbedingungen der Bevölkerung beauftragt. Die 
Erhebung unter dem Namen SILC (Statistics on Income and Living 
Conditions) startet im September 2004 bei rund 2000 Haushalten und 
wird in den kommenden Jahren stufenweise ausgebaut. Der Vollausbau 
ist für das Jahr 2007 vorgesehen und wird mit der Umsetzung des 
Statistikabkommes im Rahmen der Bilateralen II koordiniert werden. 
Mit SILC können empfindliche Lücken in der schweizerischen 
Sozialstatistik geschlossen werden. Im Zentrum der Erhebung stehen 
Fakten wie beispielsweise Höhe und Quellen der Haushaltseinkünfte, 
die Haushaltszusammensetzung, die Erwerbsarbeit, die 
Kinderbetreuung, die Gesundheit und die Wohnsituation. Auch 
interessiert, wie zufrieden die Haushaltsmitglieder mit ihren 
Lebensbedingungen sind. Europäische Vergleichbarkeit Die Ergebnisse 
der Befragung dienen der Berechnung international vergleichbarer 
Indikatoren über Höhe und Quellen des Haushaltseinkommens, über 
Armut und Lebensbedingungen nach Haushaltstyp, sozialer Schicht und 
nationaler Herkunft. Gleiche Erhebungen finden in allen 
Mitgliedsländern der EU und der EFTA statt. Die verwendeten 
Begriffe, wie beispielsweise „Haushaltseinkommen“ oder 
„Erwerbstätigkeit“, sind von EUROSTAT, dem statistischen Amt der 
Europäischen Union (EU), einheitlich festgelegt worden und für alle 
beteiligten Länder verbindlich. Dies stellt die Vergleichbarkeit der 
Daten sicher. Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Nationalfonds 
In der Schweiz arbeitet das BFS für SILC mit dem vom Schweizerischen 
Nationalfonds finanzierten Schweizerischen Haushaltspanel (SHP) 
zusammen, das seinerseits über 4000 Haushalte befragt. Diese 
Kooperation erlaubt es, Synergien zwischen beiden Befragungen 
auszuschöpfen, Kosten einzusparen und die Belastung der Befragten zu 
reduzieren. Beide Erhebungen verwenden einen abgestimmten 
Fragebogen. Dies hat den Vorteil, dass für die statistischen 
Auswertungen des BFS bereits für das Jahr 2004 Antworten von 
insgesamt rund 6000 Haushalten und etwa 9000 Personen zur Verfügung 
stehen werden. Auf dieser breiten Grundlage wird es möglich, auch 
die Einkommensverhältnisse und die Lebensbedingungen kleinerer 
Bevölkerungsgruppen zu untersuchen. Die Beteiligung der Bevölkerung 
ist wichtig Die Teilnahme der befragten Haushalte an SILC ist 
freiwillig. Doch ist eine möglichst vollzählige Beteiligung sowohl 
für das BFS als auch für die einzelnen Haushalte wichtig. Das BFS 
gewinnt auf der Basis einer guten Beteiligung eine hohe Qualität der 
statistischen Resultate. Der einzelne Haushalt erhält mit seiner 
Teilnahme die Möglichkeit, die eigene Lebenssituation mitzuteilen 
und ihr dadurch Gewicht zu verleihen. Das BFS und das mit der 
Durchführung der Interviews betraute Sozialforschungsinstitut M.I.S 
Trend gewährleisten, dass die Erhebung SILC ausschliesslich 
statistischen Zwecken dient. Die Anonymität und Vertraulichkeit der 
Antworten ist garantiert, und es werden keinerlei kommerzielle oder 
administrative Absichten verfolgt. Die erhobenen Daten werden 
anonymisiert, so dass man nicht auf Namen und Adressen der 
beteiligten Haushalte und Personen zurück schliessen kann.
BUNDESAMT FÜR STATISTIK
Pressestelle
Auskunft:
Dominique Aubert, BFS, Sektion Einkommen, Konsum und 
Lebensbedingungen, Tel.: 032 713 64 92
Stéphane Fleury, BFS, Sektion Einkommen, Konsum und 
Lebensbedingungen, Tel.: 032 713 64 48
Pressestelle BFS, Tel.: 032 713 60 13; Fax: 032 713 63 46
Publikationsbestellungen, Tel.: 032 713 60 60, Fax: 032 713 60 61, E-
Mail:  order@bfs.admin.ch
Weiterführende Informationen finden Sie auf der Homepage des BFS 
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