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BFS: Szenarien zur Bevölkerungsentwicklung der Kantone und der Grossregionen der Schweiz 2002-2040 Sehr unterschiedliche demografische Zukunft der Kantone

(ots)

Szenarien zur Bevölkerungsentwicklung der Kantone und der Grossregionen der Schweiz 2002-2040

Sehr unterschiedliche demografische Zukunft der Kantone
Wenn sich die in den vergangenen Jahrzehnten beobachteten 
Entwicklungen der Geburtenhäufigkeit, der Sterblichkeit und der 
Wanderungsströme fortsetzen, wird die Bevölkerung der Kantone 
Schwyz, Zug und Freiburg gemäss dem Szenario «Trend» des Bundesamtes 
für Statistik (BFS) zwischen 2001 und 2040 um über 20% ansteigen, 
während diejenige des Kantons Basel-Stadt um knapp 20% abnehmen 
wird. Im Kanton Nidwalden wird sich der Anteil der 65-Jährigen und 
Älteren von 13% auf über 28% im Jahr 2040 erhöhen, im Kanton Basel- 
Stadt hingegen lediglich von 21% auf 23%. Gesamtschweizerisch wird 
dieser Anteil von 16% auf 25% steigen. Gemäss den Szenarien des BFS 
aus dem Jahr 2000 zur Bevölkerungsentwicklung in der Schweiz wird 
die Bevölkerung in der Schweiz in den kommenden Jahrzehnten nur noch 
schwach wachsen, rasch altern und weiterhin einen hohen Anteil von 
Personen ausländischer Nationalität aufweisen. Was bedeutet dies 
aber konkret für die Bevölkerungsentwicklung in den Kantonen? Zur 
Beantwortung dieser Frage hat das BFS zum ersten Mal Szenarien zur 
Bevölkerungsentwicklung in den Kantonen und Grossregionen berechnet, 
die sich auf aktualisierte Daten zu den im Jahr 2000 aufgestellten 
Szenarien für die gesamte Schweiz stützen. Bevölkerungsentwicklung 
verläuft je nach Kanton sehr unterschiedlich Gemäss einer 
Aktualisierung des Grundszenarios «Trend» nimmt die ständige 
Wohnbevölkerung der Schweiz zwischen 2001 und 2040 um rund 2% zu. 
Die Bevölkerung wächst bis ins Jahr 2026 auf 7'556'000 Personen an, 
um dann bis 2040 auf 7'431'000 Personen zurückzugehen. Die 
Bevölkerungszunahme verteilt sich jedoch nicht auf alle Kantone 
gleichmässig. Auf Grund eines äusserst positiven interkantonalen 
Wanderungssaldos wächst die Bevölkerung im Kanton Schwyz um über 
23%. In den Kantonen Freiburg und Zug beträgt die Zunahme dank eines 
positiven Wanderungssaldos und eines Geburtenüberschusses rund 22%. 
Demgegenüber schrumpft die Bevölkerung im Kanton Basel-Stadt um 20%. 
Für die Kantone Glarus und Uri resultiert ein Rückgang um 18% bzw. 
rund 15%. Verantwortlich für den Abwärtstrend in diesen Kantonen 
sind ein nur leicht positiver bzw. negativer interkantonaler 
Wanderungssaldo, vor allem aber eine sinkende Geburtenzahl und eine 
steigende Zahl von Todesfällen, die darauf zurückzuführen ist, dass 
die zahlenmässig starke, in den Sechzigerjahren geborene «Baby 
Boom»- Generation ein fortgeschrittenes Alter erreicht. Am meisten 
Menschen werden weiterhin in den Kantonen Zürich und Bern leben. Die 
Entwicklung verläuft jedoch entgegengesetzt: Im Kanton Zürich wächst 
die Bevölkerung um 9%, im Kanton Bern geht sie um fast 12% zurück. 
Unterschiedlich ausgeprägte Alterung in den Kantonen Insgesamt 
steigt in der Schweiz der Anteil der 65-Jährigen und Älteren von 
knapp 16% im Jahr 2001 auf rund 25% im Jahr 2040. Diese Altersgruppe 
wächst von 1'124'000 Personen im Jahr 2001 um rund 700'000 auf 
1'830'000 ständig in der Schweiz wohnhafte Personen im Jahr 2040. 
Den höchsten Anteil von Personen im Rentenalter wird 2040 mit 31% 
der Kanton Uri aufweisen. Zur Alterung der Bevölkerung in diesem 
Kanton tragen sowohl eine relativ hohe Zahl von Wegzügen in andere 
Kantone als auch eine sehr niedrige Geburtenhäufigkeit bei. Den 
geringsten Prozentsatz von Pensionierten wird dank einer hohen 
Anzahl von Zuwanderungen junger ausländischer Staatsangehöriger im 
Kanton Genf zu verzeichnen sein (20%). Dank dieser internationalen 
Neuzuzüge hält sich die Alterung der Bevölkerung in den städtischen 
Kantonen in Grenzen. Zahlenmässig am meisten Pensionierte werden 
auch 2040 in den Kantonen Zürich mit 297'000 65-Jährigen und Älteren 
(2001: 187'000) und Bern mit 235'000 (2001: 163'000) leben. Der 
Anteil dieser Altersgruppe an der Gesamtbevölkerung wird dann im 
Kanton Zürich 22% und im Kanton Bern 28% betragen. Zwischen 2001 und 
2040 steigt das Verhältnis zwischen der Anzahl Personen im 
Pensionsalter (65-Jährige und Ältere) und denjenigen im Erwerbsalter 
(20- bis 64-Jährige) von 25 zu 100 auf 45 zu 100. Dabei ist in 
sämtlichen Kantonen ein Aufwärtstrend zu verzeichnen; das Ausmass 
ist jedoch verschieden. Die Bandbreite reicht im Jahr 2040 von 35 im 
Kanton Genf bis 62 im Kanton Uri. Im Kanton Bern beläuft sich das 
Verhältnis auf 53 zu 100, im Kanton Zürich auf 38 zu 100. Grösserer 
Anteil ausländischer Staatsangehöriger in gewissen Kantonen In 
gewissen Kantonen erhöht sich der Anteil ausländischer 
Staatsangehöriger weiter, in anderen stabilisiert er sich auf 
relativ hohem Niveau. Im Kanton Basel-Stadt steigt dieser Anteil von 
28% im Jahr 2001 auf 34% im Jahr 2040. Zudem liegt in diesem Kanton 
der Anteil ausländischer Kinder an der gesamten Bevölkerungsgruppe 
der 0- bis 14-Jährigen während des gesamten Beobachtungszeitraumes 
bei über 40%. Im Kanton Genf dürfte sich der Prozentsatz 
ausländischer Staatsangehöriger von 38% auf 33% reduzieren, in 
erster Linie infolge von Einbürgerungen, in zweiter Linie auf Grund 
einer rückläufigen Zuwanderung aus dem Ausland. Der Anteil der 
ausländischen Staatsangehörigen an der Gesamtbevölkerung wird in den 
kommenden vier Jahrzehnten im Kanton Zürich zwischen 22% und 24% 
schwanken, während im Kanton Bern mit einer moderaten Zunahme von 
12% auf 15% zu rechnen ist. Konzentration der Bevölkerung im Bereich 
der grossen Agglomerationen Kennzeichnend für die nächsten 
Jahrzehnte sind gemäss dem Szenario «Trend» eine Konzentration der 
Bevölkerung in den grossen Agglomerationen sowie eine gewisse 
Entvölkerung der Randregionen. Die Wanderungsströme werden in 
denjenigen Kantonen positiv bleiben, die im Einflussbereich der 
Grossstädte liegen. Die Bevölkerung dieser Kantone wird weiter 
wachsen. In den anderen Kantonen ist hingegen eine Abnahme zu 
erwarten: zunächst auf Grund eines negativen Wanderungssaldos, aber 
dann auch infolge der zunehmenden Zahl der Todesfälle, die diejenige 
der Geburten allmählich übersteigen wird. Der rückläufige 
Geburtenüberschuss ergibt sich in erster Linie aus der geringeren 
Anzahl Geburten infolge der sehr niedrigen Geburtenhäufigkeit in den 
vergangenen dreissig Jahren. Da auf Grund der niedrigen 
Geburtenziffern die Generationen nicht vollständig ersetzt werden 
und die interkantonalen Wanderungsströme negativ sind, hat die Zahl 
der jungen Frauen im gebärfähigen Alter in diesen Kantonen bereits 
abgenommen; und dieser Trend wird sich fortsetzen. Im Kanton Bern 
zum Beispiel gab es 1990 rund 76'000 Frauen zwischen 25 und 34 
Jahren, gegenüber 64'000 im Jahr 2001 und rund 57'000 im Jahr 2010. 
Akzentuiert wird die rückläufige Geburtenzahl durch den jüngst 
beobachteten Rückgang der Geburtenhäufigkeit in den ländlichen 
Regionen, die noch etwas höher liegt als in den städtischen 
Regionen. Um 2025 wird der Geburtenüberschuss dieser Kantone 
nochmals sinken, da die «Baby Boom»-Generation ein Alter erreicht, 
in dem die Sterblichkeit höher ist. In gewissen Kantonen dürfte 
dieser Rückgang teilweise durch die internationalen Wanderungsströme 
kompensiert werden, zur Stabilisierung der Bevölkerung wird dies 
jedoch nicht ausreichen. Kantone vor grossen Herausforderungen Die 
für die bevorstehenden vier Jahrzehnte prognostizierte 
Bevölkerungsentwicklung stellt die Kantone vor grosse 
Herausforderungen. Die rasch wachsende Zahl älterer Menschen und die 
Schrumpfung der jüngeren Altersgruppen wird Folgen haben für 
zahlreiche Bereiche wie Bildung, Gesundheit, Arbeitsmarkt, soziale 
Sicherheit oder Wohnen. In Kantonen mit einem hohen Anteil 
ausländischer Staatsangehöriger werden Fragen im Zusammenhang mit 
der Integration dieser Personen und ihrer Kinder zum Beispiel über 
eine Anpassung des Schulsystems von grosser Bedeutung sein. Die 
peripheren Kantone, in denen sich eine Abnahme der Bevölkerung 
abzeichnet, müssen nach Strategien suchen, welche die Abwanderung 
aufhalten oder neue Personengruppen anziehen.
BUNDESAMT FÜR STATISTIK
Informationsdienst
Auskunft:
Raymond Kohli, BFS, Sektion Demografie und Migration, Tel. 032 713 
61 53
E-Mail:  raymond.kohli@bfs.admin.ch
Stéphane Cotter, BFS, Sektion Demografie und Migration, Tel: 032 713 
62 07
E-mail :  stephane.cotter@bfs.admin.ch 
Zusatzinformationen auf dem Internet:
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des BFS unter 
folgender Adresse:
http://www.statistik.admin.ch/stat_ch/ber01/dber01.htm 
Neue Publikation, die demnächst erscheinen wird:
BFS, Die Szenarien zur Bevölkerungsentwicklung der Kantone und der 
Grossregionen der Schweiz 2002-2040, Neuchâtel, 2004.
Referenzpublikation:
BFS, Die Szenarien zur Bevölkerungsentwicklung der Schweiz 2000-
2060, Vollständiger Szenariensatz. Neuchâtel, 2002. Bestellnummer: 
201-0200, Preis: Fr. 35.- ohne CD-ROM, Fr. 190.- mit CD-ROM.
Bestellung von Publikationen: Tel. 032 713 60 60, Fax 032 713 60 61, 
E-Mail:  order@bfs.admin.ch 
Weitere Informationen finden Sie auf der Website des BFS: 
http://www.statistik.admin.ch

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