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DEZA: Vernetzte Produktion: Eine chance für die Audiovisionsbranche in Westafrika: Contes à rebours am Filmfestival Fribourg

Bern (ots)

Sperrfrist: Mittwoch, 19. März 2003, 18 Uhr
Freiburg, den 19. März 2003
Am Mittwoch, den 19. März, hatten am 17. Internationalen 
Filmfestival in Fribourg vier Filme der westafrikanischen 
Kurzfilmreihe für Kinder, „Contes à rebours“, Europa-Premiere. Diese 
Filmreihe, koproduziert von Benin, Burkina Faso, Mali, Niger und 
Senegal, entstand in der Folge von Africa & Pinocchio, eines 
Weiterbildungsprogramms für westafrikanische Produzenten und 
Drehbuchautoren. Das von der Stiftung Weiterbildung Film und 
Audiovision (FOCAL) initiierte und durchgeführte Programm wird von 
der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) 
mitfinanziert. Die Initiative ermöglichte die Gründung eines 
Netzwerks unabhängiger afrikanischer Filmproduzenten.
Die sechs 26-minütigen Filme der Reihe „Contes à rebours“ wurden für 
die Ausstrahlung im afrikanischen Fernsehen produziert. Ihre 
Geschichten geben Kindern im Alter zwischen 8 und 12 Jahren die 
Gelegenheit, sich mit ihrer Realität und ihren kulturellen Wurzeln 
auseinander zu setzen. Die Filmreihe ist Ergebnis von Africa & 
Pinocchio, des Weiterbildungsprogramms für Produzenten und 
Drehbuchautoren aus Westafrika. Diese Bildungsarbeit zielt auf eine 
Verbesserung der beruflichen Kompetenzen von Filmproduzenten und auf 
die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der afrikanischen Produzenten 
und Drehbuchautoren. Denn im Gegensatz zu den auf anderen 
Kontinenten zu beobachtenden Entwicklungen kann sich der Beruf des 
Filmproduzenten in Westafrika nur schwer etablieren. Gute 
Filmprojekte können nicht realisiert werden, da es an fundierter 
Produktionsplanung mangelt und die erforderlichen Subventionen nicht 
akquiriert werden können. So kommt es, dass die gesamte Produktion 
von europäischen Geldgebern und Produzenten beherrscht wird.
Die sowohl auf Weiterbildung als auch auf Produktion ausgerichtete 
Initiative von FOCAL und DEZA hat es ermöglicht, ein solides 
Netzwerk künstlerischer und finanzieller Zusammenarbeit zwischen den 
beteiligten Ländern aufzubauen. Am Ende des Weiterbildungsprogramms 
haben die Produzenten beschlossen, die Zukunft der Filmprojekte 
ihrer Drehbuchautoren in die eigenen Hände zu nehmen. Jeder 
verpflichtete sich, die notwendigen Mittel in seinem Land zu 
beschaffen und die Produktion seines Films zu sichern. Die Filmreihe 
wurde im Februar 2001 der Verantwortung zweier delegierter 
Produzenten unterstellt, Adama Drabo, zuständig für die 
künstlerische Betreuung, und Bertrand Kaboré, der die finanzielle 
Aufsicht übernahm.
Auf diese Weise ist es einer Gruppe unabhängiger Produzenten aus 
fünf Ländern gelungen, eine Filmreihe zu produzieren. Das ist bisher 
einzigartig in der Geschichte der Audiovisionsbranche Westafrikas. 
Diese Erfahrung hat grosse Bedeutung für die unabhängige Entwicklung 
der afrikanischen Filmindustrie.
Mit Africa & Pinocchio und „Contes à rebours“ hat die DEZA erste 
Erfahrungen in der Unterstützung der Audiovisionsbranche in der 
südlichen Hemisphäre sammeln können. Diese ersten, überzeugenden 
Ergebnisse haben die DEZA dazu bewogen, sich an anderen ähnlichen 
Programmen an der Seite von FOCAL zu engagieren, wie „Breaking The 
Walls“ im südlichen Afrika und „Avanti“ im Kaukasus. Ferner 
beabsichtigt die DEZA, sich stärker im kulturellen Bereich zu 
beteiligen. In Zukunft wird die Förderung lokaler Kulturinitiativen 
in den Ländern, in denen sie bereits aktiv ist, mindestens 1% ihrer 
Ausgaben ausmachen.
DIREKTION FÜR ENTWICKLUNG	STIFTUNG WEITERBILDUNG
UND ZUSAMMENARBEIT (DEZA)	FILM UND AUDIOVISION (FOCAL)
Medien und Kommunikation	Pressedienst
Für weitere Auskünfte stehen zur Verfügung:
Sophie Delessert : 079 292 08 48
Ursula Hartenstein : unter 061 681  
41 01
			        oder 078 835 99 89
Bitte beachten Sie: Vier Filmschaffende von „Contes à rebours“, 
Adama Drabo (Mali), Bertrand Kaboré (Burkina Faso), Amadou Thior 
(Senegal) und Alou Konaté (Mali), sind vom 19. bis 22. März in 
Freiburg anwesend und stehen für Interviews zur Verfügung. Bei 
Interesse wenden Sie sich bitte an Stéphanie Billeter, Pressedienst 
des Internationalen Filmfestivals von Freiburg - 079 428 36 06.

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