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H+ Die Spitäler der Schweiz

SGK-S zementiert Unterfinanzierung der Spitäler

Bern (ots)

Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerats (SGK-S) sieht keine Notwendigkeit, die Spitaltarife an die Teuerung anzupassen. Somit bleibt der KVG-widrige Systemfehler in der Tarifierung bestehen - mit gravierenden Folgen für Versorgungssicherheit, Transformation und Fachkräfte.

Tarife werden in der Praxis auf Basis von Daten verhandelt, die in der Regel zwei Jahre alt sind. Die Teuerung zwischen Datenjahr und Tarifjahr wird aber häufig maximal für ein Jahr - oder gar nicht - in den Tarifen berücksichtigt. Dadurch liegen die resultierenden Tarife stets und systematisch zu tief, um das tatsächliche Preisniveau abzubilden. Das Ergebnis dieses KVG-widrigen Systemfehlers ist eine dauerhafte teuerungsbedingte Finanzierungslücke und Unterfinanzierung der Spitäler und Kliniken, auch jener, die effizient arbeiten.

Auch der Bundesrat verkennt in seinem Bericht zum Teuerungsausgleich im Gesundheitswesen vom 14. Januar 2026 die Realität der Tarifverhandlungen: Entgegen seiner Annahme werden Tarife bei steigenden Kosten nicht verlässlich angepasst, da Versicherer die Berücksichtigung der Teuerung systematisch verhindern.

Transformation und Personal unter Druck

Ohne faire, an die Teuerung angepasste Tarife fehlt die Investitionsfähigkeit, um Ambulantisierung, neue Versorgungsmodelle und Digitalisierung voranzutreiben. Gleichzeitig geht die Nichtgewährung des vollen Teuerungsausgleichs zulasten des Personals: In vielen Häusern bleibt kaum Spielraum, die Teuerung in den Lohnrunden angemessen weiterzugeben.

Auch unabhängige Analysen weisen auf die Schieflage hin: Zwischen 2020 und 2024 stieg die Teuerung um 6,8%, die Tarife hingegen nur um 2,6% (PwC-Studie, November 2025). Mit der Haltung des SGK-S sowie des BAG kann die Unterfinanzierung von rund 25 Prozent im ambulanten Bereich und rund 10 Prozent im stationären Bereich nicht behoben werden. Damit sind die Spitäler und Kliniken dazu verdammt, im Status quo zu verharren, anstatt die Versorgung zugunsten der Patientinnen und Patienten weiterzuentwickeln. Denn die Transformation bedingt Investitionen, die durch zu tiefe Tarife kaum finanziert werden können.

H+ wird sich dennoch weiterhin entschlossen für verlässliche und pragmatische Rahmenbedingungen einsetzen, die allein eine nachhaltige Transformation der Spitallandschaft ermöglichen.

Pressekontakt:

Anne-Geneviève Bütikofer, Direktorin
Tel.: 031 335 11 63
E-Mail: medien@hplus.ch

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