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Wahlfranchise: Dreijährige Vertragsdauer schwächt Selbstverantwortung
Die Änderung des Krankenversicherungsgesetzes ist nicht der richtige Weg

Bern (ots) - Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrats schlägt vor, die jährliche Wechselmöglichkeit bei der Wahlfranchise abzuschaffen und diese auf drei Jahre zu erhöhen. curafutura lehnt die vorgesehene Gesetzesänderung im Krankenversicherungsgesetz entschieden ab. Die dreijährige Bindung bei Versicherungen mit Wahlfranchisen führt keineswegs zu einer Stärkung der Selbstverantwortung der Versicherten - das Gegenteil ist der Fall.

Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrats schlägt vor, Versicherte mit hohen Wahlfranchisen über eine Dauer von drei Kalenderjahren vertraglich zu binden. Dafür wäre eine Änderung des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) notwendig. curafutura sagt entschieden Nein zur unterbreiteten Gesetzesänderung. Denn die nationalrätliche Kommission verkennt die dynamische Dimension dieser Vorlage: Mit einer obligatorischen dreijährigen Vertragsdauer für Wahlfranchisen steigt das finanzielle Risiko für Versicherte. Erfahrungsgemäss verhalten sich Versicherte risikoscheu, denn sie wissen nicht, wie sich die eigene Gesundheit in drei Jahren entwickelt und welche Kosten in diesen drei Jahren anfallen werden. Um dieses finanzielle Risiko abzusichern würde eine Gegenbewegung hin zu tieferen Franchisen stattfinden. Dies läuft dem gewünschten Effekt - eine Stärkung der Selbstverantwortung - klar zuwider.

Gut gemeint und das Gegenteil erreicht

Die vorliegende Gesetzesänderung wirkt somit kostentreibend und nicht kostendämpfend. Zudem ist sie konsumentenfeindlich, da sie die Versicherten drängt, zu tieferen Franchisen zu wechseln. curafutura setzt sich für Massnahmen ein, die die Selbstverantwortung der Versicherten stärkt. Die aktuelle Vorlage sucht hingegen nach einer Antwort auf ein praktisch nicht existentes Problem - der Anteil opportunistischer Wechsel ist mit 0,17% verschwindend klein - und stellt eine unberechtigte Strafaktion gegen alle Versicherten mit Wahlfranchisen dar.

curafutura - das sind die Krankenversicherer CSS, Helsana, Sanitas und KPT.

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