ÖV-Preise: Der Bund spart – Passagiere bezahlen
Die heutige Ankündigung steigender Billettpreise macht deutlich, welche Folgen die Spardebatten im Bundeshaus haben: Das Parlament kürzt beim öffentlichen Verkehr gleich an mehreren Stellen und die Branche muss sich die finanziellen Ausfälle von den Reisenden bezahlen lassen. Der VCS Verkehrs-Club der Schweiz kritisiert diese Preiserhöhung scharf. Der bisherige Erfolg steigender Passagierzahlen wird fahrlässig aufs Spiel gesetzt.
«Kaum haben die Eidgenössischen Räte das Sparpaket geschnürt, sind dessen Folgen schon im Portemonnaie aller spürbar», sagt Martin Winder, VCS-Bereichsleiter Verkehrspolitik und Kampagnen: «Wer beim ÖV spart, spart aber am falschen Ort. Gerade in Zeiten der Klimakrise braucht es einen starken, bezahlbaren öffentlichen Verkehr – nicht zusätzliche finanzielle Hürden.»
Das Parlament hat insbesondere beim regionalen Personenverkehr gespart und streicht der Branche die Rückerstattung der Mineralölsteuer früher als geplant. So kommt der ÖV unter Druck und muss fehlende Mittel kompensieren. «Die Leidtragenden sind die Reisenden, die nun höhere Preise bezahlen müssen – obwohl ein attraktiver öffentlicher Verkehr im Interesse der gesamten Gesellschaft liegt», so Winder weiter.
Der VCS befürchtet, dass die Preiserhöhung den ÖV gegenüber dem Auto weniger attraktiv macht. Der Verband fordert, dass bei Angeboten für Kinder, Jugendliche und Familien gänzlich auf die Preiserhöhung verzichtet wird.
Für weitere Auskünfte stehen zur Verfügung:
- Martin Winder, Bereichsleiter Verkehrspolitik und Kampagnen, 031 328 58 63
- Medienstelle VCS, 079 708 05 36, medien@verkehrsclub.ch
Der VCS Verkehrs-Club der Schweiz engagiert sich für eine nachhaltige Verkehrspolitik und befürwortet ein optimales Zusammenspiel der verschiedenen Verkehrsträger. Mit 85 000 Mitgliedern ist der VCS schweizweit der grösste Verkehrsverband, der sich für eine nachhaltige Mobilität einsetzt. Weitere Informationen: www.verkehrsclub.ch
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