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Kunstmuseum St.Gallen

Das Kunstmuseum St.Gallen und der Kunstverein St.Gallen feiern ein Doppeljubiläum

Das Kunstmuseum St.Gallen und der Kunstverein St.Gallen feiern ein Doppeljubiläum
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Ein Doppeljubiläum, das neue Wege öffnet

2027 wird der Kunstverein St.Gallen 200 Jahre alt, das Kunstmuseum feiert sein 150-jähriges Bestehen. Das gemeinsame Jubiläumsprogramm nimmt die Geschichte zum Anlass, neue Verbindungen zu schaffen: zur Region, zur Stadtbevölkerung und zum eigenen Archiv. Vier Projekte bringen Kunst an andere Orte, öffnen einen Zugang vom Stadtpark ins Museum und laden dazu ein, die Vergangenheit mit den Fragen der Gegenwart zu entdecken.

Als der Kunstverein 1827 gegründet wurde, lag ein eigenes Museumsgebäude noch in weiter Ferne. Fünfzig Jahre später öffnete das Haus im Stadtpark seine Türen. Seither haben Kunstschaffende, Mitglieder, Sammlerinnen und Förderer die beiden Institutionen geprägt. Das Jubiläumsjahr knüpft an dieses Engagement an – mit einem Programm, das die Kunst ebenso ins Zentrum stellt wie die Menschen, die ihr begegnen.

Kunst unterwegs und ein neuer Eingang ins Museum

Unter dem Titel Sammlung auf Reisen werden Werke des Kunstmuseums im Laufe des Jahres in Partnerinstitutionen im Kanton St.Gallen und im Appenzellerland zu sehen sein. Die Präsentationen entstehen im Austausch mit den jeweiligen Häusern und bringen die Arbeiten in neue Zusammenhänge. Daraus wächst ein gemeinsames Ausstellungsnetzwerk, das zu Entdeckungen in der Region einlädt und die Verbindungen zwischen ihren Kulturorten stärkt.

Auch am Standort im Stadtpark eröffnen sich neue Perspektiven. Für We Are Open entwickelt der japanische Künstler Tadashi Kawamata eine begehbare Holzskulptur, die vom Park direkt ins Museumscafé führt. Die Konstruktion soll zum Durchqueren und Verweilen einladen und zugleich einen ungewohnten Weg ins Haus eröffnen. Ein Geburtstagsfest für die Bevölkerung sowie ein begleitendes Programm mit Workshops, Gesprächen und weiteren Angeboten machen diesen neuen Zugang zum Ausgangspunkt für Begegnungen. Angesprochen sind ausdrücklich auch Menschen, für die ein Museumsbesuch bisher nicht selbstverständlich ist.

Die eigene Geschichte neu entdecken

Die grosse Jubiläumsausstellung im Museum führt zurück zu den Werken, Entscheidungen und Persönlichkeiten, aus denen die Sammlung und das Ausstellungsprogramm hervorgegangen sind. Kunstwerke treffen auf historische Dokumente und persönliche Erinnerungen. Welche Erwerbungen haben das Haus verändert? Welche Ausstellungen haben Diskussionen ausgelöst? Und wer hat Entwicklungen angestossen, die bis heute nachwirken? Statt einer durchgehenden Chronik entsteht eine Geschichte aus unterschiedlichen Blickwinkeln, die auch Raum für überraschende Entdeckungen lässt.

Dafür wird zugleich eine neue Forschungsgrundlage geschaffen: Die Archive von Kunstverein und Kunstmuseum werden digitalisiert und erschlossen. Jahresberichte, Ausstellungskataloge und weitere Quellen sollen künftig über spielerische, interaktive Rechercheoberflächen – sogenannte «Cockpits» – zugänglich sein. Mithilfe künstlicher Intelligenz kann das Publikum eigenen Fragstellungen nachgehen und Zusammenhänge erkunden, die über einzelne Dokumente hinausreichen. Das historische Material wird damit nicht nur für die Jubiläumsausstellung nutzbar, sondern auch für künftige Forschung und Vermittlung.

So verbindet das Doppeljubiläum die Freude an einer gewachsenen Sammlung mit der Frage, wie Kunst künftig zugänglich gemacht und gemeinsam erfahren werden kann. Das vollständige Jubiläumsprogramm wird im November bekannt gegeben.

Wenn Sie Interesse an einem Interview-Termin haben, melden Sie sich unter kommunikation@kunstmuseumsg.ch

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Pressekontakt:

Nadine Sakotic

kommunikation@kunstmuseumsg.ch

www.kunstmuseumsg.ch