Alle Storys
Folgen
Keine Story von Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz mehr verpassen.

Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz

Welttag ohne Tabak 2026 - Auch Konsumierende finden: Höhere Preise schützen Jugendliche besser

Bern (ots)

Anlässlich des Weltnichtrauchertag 2026 machen Organisationen aus der Tabak- und Nikotinprävention gemeinsam auf eine klare Realität aufmerksam: In der Schweiz sind Tabak- und Nikotinprodukte nach wie vor zu günstig. Dabei gehören hohe Preise zu den wirksamsten Mitteln, um Jugendliche vor Produkten zu schützen, die abhängig machen und der Gesundheit schaden.

Im Rahmen der gemeinsamen Aktion verbreiten die Organisationen über ihre verschiedenen Kanäle gemeinsame Botschaften und veröffentlichen Strassenumfragen aus Lausanne und Bern rund um die Frage, wie teuer Tabak- und Nikotinprodukte sein sollten.

20 Franken für ein Zigarettenpäckli? Für viele völlig in Ordnung

Die Aussagen aus den Strassenumfragen zeigen: Ein Teil der befragten Personen - darunter auch E-Zigaretten-Konsumierende - hält die heutigen Preise für deutlich zu tief. Mehrere Personen sind der Meinung, ein Zigarettenpäckli sollte zwischen 20 und 30 Franken kosten, um Jugendlichen den Zugang zu diesen Produkten zu erschweren. Andere weisen zudem auf die besondere Anziehungskraft von süss aromatisierten Produkten mit "Bonbon-Geschmack" bei Minderjährigen hin.

Ein junges Paar bringt diese Sichtweise auf den Punkt: "Auf alle Produkte sollte derselbe Steuersatz gelten. Ob klassische Zigaretten oder E-Zigaretten - es bleibt eine Sucht."

Gerade Jugendliche reagieren besonders sensibel auf den Preis. Günstige Produkte senken die Einstiegshürden und erleichtern den Einstieg in den Nikotinkonsum. Im internationalen Vergleich bleiben viele Tabak- und Nikotinprodukte in der Schweiz jedoch weiterhin relativ günstig.

Die Attraktivität entlarven - mit einer konsequenten Preispolitik

Der internationale Slogan des Weltnichtrauchertag 2026 - "Unmasking the Appeal" - erinnert daran, dass die Attraktivität von Nikotinprodukten kein Zufall ist. Für die unterzeichnenden Organisationen ist eine konsequente und ambitioniertere Preispolitik ein zentraler Hebel, um Jugendliche besser zu schützen und die gesundheitlichen Folgen des Tabak- und Nikotinkonsums zu reduzieren.

Tabakkonsum verursacht in der Schweiz jedes Jahr rund 9'200 Todesfälle und Kosten in Milliardenhöhe für das Gesundheitssystem. Trotzdem tragen die unterschiedlichen Besteuerungen von herkömmlichen Zigaretten, erhitzten Tabakprodukten, E-Zigaretten und oralen Nikotinprodukten weiterhin dazu bei, diese Produkte attraktiv zu halten.

Kurz

Präventionsorganisationen fordern eine ambitioniertere Preispolitik für Tabak- und Nikotinprodukte.

Strassenumfragen in Lausanne und Bern zeigen, dass selbst gewisse Konsumierende die heutigen Preise als zu tief empfinden.

Die Organisationen erinnern daran, dass hohe Preise zu den wirksamsten Mitteln gehören, um Jugendliche zu schützen.

Stimmen von der Strasse

Die Kampagne wird von verschiedenen Inhalten auf Social Media begleitet, darunter:

Sensibilisierungsvisuals;

Strassenumfragen aus Lausanne und Bern;

spontane Audio-Reaktionen rund um den Preis von Tabak- und Nikotinprodukten.

Die gesammelten Aussagen zeigen, dass selbst einige Konsumierende die heutigen Preise als zu tief empfinden, um Jugendliche wirksam zu schützen.

Auszüge aus der Kampagne, darunter Visuals und Strassenumfragen, stehen den Medien im Anhang zur Verfügung.

Unterzeichnende Organisationen

Lungenliga Waadt · Lungenliga Schweiz · Lega polmonare ticinese · Lungenliga Solothurn · Stop2Drop · OxySuisse · Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz

Pressekontakt:

Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz (AT Schweiz)
Wolfgang Kweitel, Public Affairs
Tél. +41 31 599 10 20
wolfgang.kweitel@at-schweiz.ch

Weitere Storys: Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz
Weitere Storys: Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz
  • 20.05.2026 – 12:11

    Greenwashing der Tabakindustrie mit Unterstützung des BAFU

    Bern (ots) - Seit vier Jahren bietet das Bundesamt für Umwelt BAFU der Tabak- und Nikotinindustrie eine Plattform zum Greenwashing. Mit dem sogenannten "Runden Tisch gegen Zigaretten-Littering" kann diese Industriemit Unterstützung der Bundesbehörde ihr Image verbessern und so eine Form offizieller Legitimität erlangen. Die Umwelt- und Tabakpräventionsorganisationen fordern einen Stopp dieses Runden Tisches. ...

  • 20.05.2026 – 10:00

    Die Schweiz bleibt eines der Schlusslichter Europas bei der Tabakprävention

    Bern (ots) - Laut dem neuen europäischen Bericht Tobacco Control Scale 2025 belegt die Schweiz erneut den vorletzten Platz unter 37 europäischen Ländern im Bereich der Tabakprävention. Der Bericht weist auf erhebliche Defizite der Schweiz hin - insbesondere beim Werbeverbot, beim Schutz vor Einflussnahme der Tabakindustrie, bei der Regulierung neuer Nikotinprodukte ...

  • 10.12.2025 – 14:00

    Kantonslabor spricht für jede zweite E-Zigarette Verkaufsverbot aus

    Bern (ots) - Das Kantonslabor Basel-Stadt hat 32 Proben von Einweg-E-Zigaretten und E-Liquids untersucht. Bei 29 Proben wurde mindestens ein Verstoss festgestellt. Für 21 Produkte wurde umgehend ein Verkaufsverbot verhängt. Die Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz fordert unverzüglich weitere Massnahmen. Insgesamt hat das Kantonslabor Basel-Stadt bei 29 von ...