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24.06.2014 – 08:45

Schweizerische Gesellschaft für Radiologie

Der Bundesrat passt Ärztetarif TARMED eigenmächtig an und zielt dabei einseitig auf technische Leistungen

Zürich (ots)

Der Bundesrat passt Ärztetarif TARMED eigenmächtig an und zielt dabei einseitig auf technische Leistungen

Die Schweizerische Gesellschaft für Radiologie (SGR-SSR) unterstützt Sparmassnahmen und die Förderung der Hausarztmedizin, sofern sie auf betriebswirtschaftlichen und patientenfreundlichen Kriterien beruhen.

Die Medizin ist ein weites Feld. Die Grundversorgung dank engagierten Hausärztinnen und Hausärzten ein zentraler und wichtiger Teil des Schweizerischen Gesundheitswesens. Genau so wichtig aber sind die Spezialistinnen und Spezialisten. Alle zusammen tragen sie dazu bei, dass sich Patientinnen und Patienten in der Schweiz gut aufgehoben und optimal betreut fühlen dürfen.

Die Radiologie ist ein wichtiger Bestandteil einer modernen Grundversorgung; insbesondere bei Notfällen. Ohne moderne Bildgebungsverfahren könnten viele Krankheiten nicht erkannt werden. Die strikte Trennung zwischen Grundversorgung einerseits und Bildgebung anderseits ist daher unsinnig. Kommt hinzu, dass die Radiologie immer auf Zuweisung hin arbeitet; vor allem auch und nicht zuletzt durch die Hausärzte.

Der Bundesrat will intellektuelle Leistungen gegenüber rein technischen Leistung in Zukunft höher bewerten. Konkret: Entschädigungen für radiologische Untersuchungen sinken, die Grundversorger bekommen mehr Geld. Der Bundesrat übersieht die enorme intellektuelle Leistung, die hinter jedem radiologischen Untersuch steht. Das Erstellen eines radiologischen Bildes ist das Eine. Das Andere ist die Interpretation, die Befundung. Der Radiologe erstellt die Diagnose und liefert dem zuweisenden Arzt die nötigen Informationen, die er für eine zielgerichtete und kostensparende Behandlung braucht.

Durch die vom Bundesrat verordnete Tarifreduktion fehlen der Radiologie 100 Millionen Franken. Das hat zur Folge, dass mittelfristig die Beschaffung neuer Geräte herausgeschoben, ja verunmöglicht wird.

Wir alle wissen: Nichts entwickelt sich rasanter als die Technik. Kaum ist ein Gerät auf dem Markt, wird schon ein besseres angepriesen. Radiologische Geräte haben ihren Preis. In ihnen steckt jahrelange Forschung. Sie sind aus der modernen Medizin nicht mehr wegzudenken. Alle profitieren von der Radiologie. Nicht zuletzt die Grundversorger.

Wo immer gespart wird, sollten betriebswirtschaftliche Gründe den Ausschlag geben. Der Eingriff des Bundesrates erfolgt dagegen willkürlich und ohne betriebswirtschaftliche Grundlagen und widerspricht im Grundsatz dem Krankenversicherungsgesetz (KVG), Art. 32.

Die Schweizerische Gesellschaft für Radiologie (SGR-SSR) behält sich rechtliche Schritte gegen die vom Bundesrat verordnete Anpassung des Ärztetarifs TARMED per 1.10.2014 vor.

Kontakt:

Dr. med. Tarzis Jung, MHA
Präsident SGR-SSR
Chefarzt, Institut für Radiologie und Nuklearmedizin
Stadtspital Waid, Tièchestrasse 99, CH-8037 Zürich
Tel. +41 (0) 44 366 22 33
Fax. +41 (0) 44 366 26 76
Mob. +41 (0) 79 235 01 14
E-Mail: tarzis.jung@waid.zuerich.ch

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