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Medienmitteilung: Job Index Q2 2026 - Stellenmarkt bleibt verhalten

Medienmitteilung: Job Index Q2 2026 - Stellenmarkt bleibt verhalten
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Swiss Job Market Index Q2 2026: Schweizer Stellenmarkt bleibt verhalten, Berufsgruppen entwickeln sich unterschiedlich

Zürich, 9. Juli 2026: Im zweiten Quartal 2026 sinkt die Zahl der offenen Stellen gegenüber dem Vorquartal um 2.4 Prozent, während das Stellenangebot im Vorjahresvergleich praktisch stabil bleibt (-0.2%). Die Analyse der Berufsgruppen zeigt deutliche Unterschiede: Gesundheitsberufe, Fachkräfte in Handwerk und Industrie, aber auch Büro-Fachkräfte sowie Informatikberufe verzeichnen einen Anstieg der ausgeschriebenen Stellen, während sich bei naturwissenschaftlichen, kaufmännischen und wirtschaftswissenschaftlichen Berufen Rückgänge zeigen. Dies verdeutlicht der Adecco Group Swiss Job Market Index, die wissenschaftlich fundierte Studie der Adecco Gruppe Schweiz und des Stellenmarkt-Monitors Schweiz der Universität Zürich.

Der Schweizer Stellenmarkt verliert im zweiten Quartal 2026 erneut an Schwung. Die Anzahl offener Stellen sinkt gegenüber dem Vorquartal (Q1 2026) um 2.4 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresquartal bleibt das Niveau nahezu stabil (-0.2% gegenüber Q2 2025). Der KOF-Beschäftigungsindikator deutet ebenfalls weiterhin auf eine zurückhaltende Einstellungsbereitschaft der Unternehmen hin.

Die Konjunkturaussichten für die Schweizer Wirtschaft bleiben im zweiten Quartal 2026 getrübt. Die höheren Energiepreise, die schwache Nachfrage im Ausland sowie die erhöhte wirtschaftliche Unsicherheit wirken belastend. Während dienstleistungsorientierte Branchen, insbesondere Finanz- und unternehmensnahe Dienstleistungen, weiterhin stützend wirken, stehen die Exportwirtschaft und das verarbeitende Gewerbe unter Druck. Vor diesem Hintergrund zeigt sich auch der Arbeitsmarkt weiterhin schwach. Die Arbeitslosenquote lag im Mai 2026 bei 3 Prozent und damit deutlich über dem Niveau des Vorjahresmonats (+0.3 Prozentpunkte).

Berufsgruppenfokus: Gesundheits- und Informatikberufe legen zu, kaufmännische Berufe verlieren

Der Schweizer Stellenmarkt zeigt im Jahresvergleich (Q3 2025-Q2 2026 vs. Q3 2024-Q2 2025) je nach Berufsgruppe ein differenziertes Bild.

  • Gesundheitsberufe bleiben Wachstumstreiber (+17%): Die Hochschulberufe Gesundheit verzeichnen mit +17 Prozent den stärksten Stellenzuwachs. Treiber sind vor allem Ärzt:innen, Gesundheitsspezialist:innen (z. B. Physio- und Ergotherapeut:innen oder Apotheker:innen) und Therapeut:innen. Die steigende Nachfrage ist sicherlich auf die Alterung der Schweizer Bevölkerung und den anhaltenden Fachkräftemangel in diesem Sektor zurückzuführen.
  • Handwerk- und Industrieberufe legen zu (+12%): Die Nachfrage wird insbesondere von Material- und ingenieurtechnischen Fachkräften (z. B. Maschinenbautechniker:innen, Bauführer:innen, Bautechniker:innen) und Elektroinstallateur:innen und -mechaniker:innen getrieben, sowie in geringerem Masse von den Schweisser:innen, Metallbauer:innen, Anlagen- und Apparatebauer:innen. Treiber dürften die robuste Baukonjunktur und die anhaltend hohe Nachfrage im Bereich Bau, Gebäudetechnik und Infrastruktur sein.
  • Büroberufe legen trotz hoher KI-Exponiertheit zu (+9%): Der Stellenzuwachs wird vor allem von allgemeinen Büro- und Sekretariatskräften getragen und zeigt, dass sich die Auswirkungen von KI je nach Tätigkeitsprofil stark unterscheiden können.
  • Informatikberufe wieder im Plus (+6%): Nach mehreren Jahren rückläufiger Stellenzahlen steigt die Nachfrage wieder leicht, vor allem bei Entwickler:innen und Analytiker:innen von Software und Anwendungen. Es ist davon auszugehen, dass die zunehmende Verbreitung von KI die Nachfrage nach Fachkräften für die Entwicklung und Implementierung entsprechender Systeme beeinflusst.
  • Naturwissenschaftliche Berufe zeigen stärksten Rückgang (-18%): Besonders Ingenieurwissenschaftler:innen sowie Biowissenschaftler:innen, Mathematiker:innen und Statistiker:innen verzeichnen weniger offene Stellen. Belastend wirken insbesondere die schwache Exportkonjunktur und die gedämpfte Nachfrage in Industrie und Pharma.
  • Kaufmännische und wirtschaftswissenschaftliche Berufe weiter rückläufig (-13% / -10%): Die Zahl der offenen Stellen sank bei den Fachkräften KV, Verwaltung und Handel um -13% und bei den Hochschulberufen Wirtschaft um -10%. Neben der schwachen Konjunktur dürften auch die zunehmenden Einsatzmöglichkeiten von KI die Nachfrage in informationsintensiven Tätigkeitsfeldern dämpfen.

Vergleicht man die Sprachregionen, ist der Stellenmarkt überall leicht rückläufig: Im Jahresvergleich sank die Zahl der offenen Stellen sowohl gesamtschweizerisch als auch in der Deutschschweiz um je 1 Prozent, in der Lateinischen Schweiz um 2 Prozent. Besonders betroffen sind exportorientierte Regionen, die unter der schwachen internationalen Konjunktur und handelspolitischen Unsicherheiten leiden.

Marcel Keller, Country President der Adecco Gruppe Schweiz, meint zur Lage am Schweizer Stellenmarkt: «Der Job Index zeigt die anhaltende Schwächephase am Schweizer Stellenmarkt. Unternehmen stellen selektiver ein und reagieren spürbar auf die gedämpfte Konjunktur sowie die globale Unsicherheit. Gleichzeitig zeigt die Analyse der Berufsgruppen, dass der Bedarf an qualifizierten Fachkräften in zentralen Bereichen wie Gesundheit, Handwerk und Industrie weiterhin hoch ist. Eine spürbare generelle Belebung des Stellenmarktes lässt jedoch weiterhin auf sich warten

Medienkontakt

Medienstelle der Adecco Group Switzerland
Tel. +41 79 560 48 32,  press.office@adeccogroup.ch

Stellenmarkt-Monitor Schweiz, Universität Zürich
Johanna Bolli-Kemper, Tel. +41 44 635 23 02,  bolli-kemper@soziologie.uzh.ch

Über den Adecco Group Swiss Job Market Index (Job Index)

In Zusammenarbeit mit dem  Stellenmarkt-Monitor Schweiz (SMM) am Soziologischen Institut der Universität Zürich veröffentlicht die Adecco Group Switzerland jeweils im Januar, April, Juli und Oktober den Adecco Group Swiss Job Market Index (Job Index). Mit dem Job Index steht für die Schweiz eine wissenschaftlich fundierte und umfassende Messgrösse für die Entwicklung des Stellenangebots in Online-Stellenportalen und Websites von Unternehmen zur Verfügung. Er beruht auf repräsentativen Quartalserhebungen der Stellenangebote in der Presse, auf Online- Stellenportalen sowie auf Websites von Unternehmen.

Über die Adecco Group Switzerland

Die Adecco Group Switzerland ist der Schweizer Marktführer im Bereich Human Resources. Mit mehr als 700 Mitarbeitenden an über 50 Standorten in allen Sprachregionen unterstützen wir jedes Jahr etwa 26’000 qualifizierte Arbeitskräfte dabei, sich neuen beruflichen Herausforderungen zu stellen. Unsere Marken sind alle auf ihren jeweiligen Bereich spezialisiert. Wir bieten massgeschneiderte Lösungen für Arbeitssuchende bei kleinen, mittleren und grossen Unternehmen in folgenden Bereichen des Personalwesens: Personal- und Temporärvermittlung, Payrolling, Ausgliederung und Auslagerung von ganzen HR-Prozessen, Karriereplanung, Talentförderung und -mobilität. In der Schweiz werden wir von folgenden Marken vertreten: Adecco, Adia, Akkodis, Pontoon Solutions, Lee Hecht Harrison und General Assembly.

Die Adecco Group Switzerland ist ein Mitglied der Adecco Group, dem weltweit führenden Unternehmen für Talentberatung und -lösungen. Wir glauben daran, jeden Menschen auf die Zukunft vorbereiten zu können, und finden jeden Tag Arbeit für über 3,5 Millionen Stellensuchende. Wir rekrutieren, entwickeln und schulen Talente in 60 Ländern und ermöglichen es Unternehmen, die Zukunft der Arbeit zu gestalten. Die Adecco Group hat ihren Hauptsitz in Zürich, Schweiz (ISIN: CH0012138605), und ist an der SIX Swiss Exchange (ADEN) kotiert.