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15.10.2002 – 15:42

Runtime Group

Credo Runtime AG rettet 200 Arbeitsplätze

Winterthur (ots)

Die Mitarbeiter des Personaldienstleistungs-
unternehmens Credo Runtime AG wissen, wovon sie sprechen, wenn das
Thema auf Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit, Budgetkontrolle und
Verantwortung fällt. Im August dieses Jahres deponierte der
Verwaltungsrat der damaligen CREDO AG, einen Tag nachdem die
Mitarbeiter darüber informiert wurden, die Bilanz. Rund 40
Credo-Mitarbeiter und 350 Temporärmitarbeiter standen per sofort auf
der Strasse. Dank der Initiative einiger Mitarbeiter und der
unkomplizierten Zusammenarbeit mit Behörden konnten, durch die neu
formierte Credo Runtime AG, 190 Temporärarbeiter und 100 Unternehmen
aufatmen und das Vertrauen in die neue Crew um ein x-faches steigern.
Wer solche Situationen durchgestanden hat, weiss worauf es ankommt.
Unter dem Deckmantel der schlechten Wirtschaftslage gehen viele
Firmen Konkurs, stehen Mitarbeiter auf der Strasse und Zulieferanten
und Kunden verlieren das Vertrauen. Die einzigen, die in solchen
Situationen keine finanziellen Verluste zu verzeichnen scheinen, sind
oft die Verwaltungsräte.
Initiative und Unterstützung
Nachdem bei Credo AG klar war, dass der Verwaltungsrat für den
Konkurs keine Verantwortung übernimmt und weder Kunden, noch
Mitarbeitern Unterstützung anbietet, haben sich zwei leitenden
Mitarbeiter zusammengesetzt und nächtelang mögliche Rettungsszenarios
diskutiert. Entstanden ist ein neues Businessmodell, bei dem vier der
elf Standorte übernommen und unter dem Namen Credo Runtime AG ins
Handelsregister eingetragen werden konnten. "Dank der Flexibilität
und dem unternehmerischen Denken unserer Ansprechpartner bei den
Behörden gelang es uns, über 200 Arbeitsplätze zu sichern", erläutert
Stefan Baumann, Mitglied der Geschäftsleitung von Credo Runtime AG.
Rezession kein Freipass für verantwortungsloses Handeln
Obwohl sich der finanzielle Ruin schon Anfang des Jahres
abzeichnete, unterliess es der Verwaltungsrat sowohl den Investor,
als auch die Mitarbeiter zu informieren. In weniger als zwei Jahren
wurden 8,2 Millionen Schweizer Franken in den Sand gesetzt. Obschon
im Oktober 2001 die Revisionsstelle aufgrund von Ungereimtheiten das
Mandat zurückzog, der Kauf der maroden Firma Fischer + Laib AG auch
beim Wirtschaftsprüfer auf Widerstand stiess und noch immer Bilanzen
fehlen, die aufzeigen könnten wohin die Millionen geflossen sind,
behaupten die ehemaligen Verwaltungsratsmitglieder, die Gelder seien
ausschliesslich für die Credo AG verwendet worden.
Die positiven Seiten
Der Mut und Einsatz ehemaliger Credo-Mitarbeiter hat bei den
Kunden Vertrauen geschaffen. Sie spüren, dass für das Credo
Runtime-Team Vertrauen und Kommunikation eine sehr grosse Rolle
spielt und das neue Unternehmen professionell und mit einer klaren
Strategie geführt wird.

Kontakt:

Stefan Baumann
Tel. +41/52/204'04'04
Mailto: stefan.baumann@credo-runtime.ch
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