Alle Storys
Folgen
Keine Story von SUISSEDIGITAL mehr verpassen.

SUISSEDIGITAL

HDTV: ab Dezember 2007 im Kabel

2 Dokumente

Bern (ots)

- Hinweis: Hintergrundinformationen können kostenlos im pdf-Format
unter http://www.presseportal.ch/de/pm/100010502 heruntergeladen
werden -
Die Lancierung von Bluewin TV hat bis jetzt nur
geringfügige Auswirkungen auf die Kabel-TV-Branche. Generell gewinnt
Digital-TV in der Schweiz aber an Bedeutung. Wie eine Befragung von
Swisscable - Verband der Kabel-TV-Unternehmen - zeigt, nutzen rund 13
Prozent der Bevölkerung digitales Fernsehen. Dieses ist Voraussetzung
für das hochauflösende Fernsehen, das ab Dezember 2007 auf dem Kabel
verfügbar sein wird.
Die Lancierung von Bluewin TV hat bei den Kabel-TV-Unternehmen bis
jetzt nicht zu einer grossen Abwanderung geführt. Vom Branchenverband
Swisscable seit Anfang Jahr periodisch durchgeführte telefonische
Befragungen bei jeweils rund 1000 Personen in der Deutsch- und
Westschweiz zeigen, dass bis jetzt nur gerade etwa 0.5 Prozent der
Kabel-TV-Kunden zu Bluewin TV gewechselt haben. Dies entspricht rund
14'400 Abonnenten (vgl. Präsentation in der Beilage, Seiten 2-7).
Offensichtlich kommt Bluewin TV vor allem dort zum Zuge, wo kein
Kabel-TV-Anschluss verfügbar ist. Oder es wird in Ergänzung zum
Kabelfernsehen abonniert. Sicherlich spielt bei der geringen
Wechselbereitschaft der Kabelkunden auch die hohe Bild- und
Tonqualität des Kabelfernsehens eine Rolle: "Qualität ist für
Schweizer sehr wichtig. Das zeigen alle unsere Studien. Kein
Kabel-Kunde wechselt vorschnell auf ein Angebot mit einer klar
tieferen Bildqualität", meint Swisscable-Präsident Hajo Leutenegger.
Steigende Nutzung von Digital-TV und höhere Wechselbereitschaft
Eine weitere, breit angelegte Befragung hat ergeben, dass rund 13
Prozent der Schweizer TV-Haushalte digitales Fernsehen nutzen. Vor
einem Jahr lag dieser Wert bei knapp zehn Prozent. In der von
DemoSCOPE im Mai 07 durchgeführten Befragung von rund 800 Personen
zwischen 15 und 74 Jahren in der Deutsch- und Westschweiz geben zudem
40 Prozent der Befragten an, dass sie in den nächsten 12 bis 36
Monaten zu Digital-TV wechseln werden (Vorjahr: 34 Prozent). Als
Hauptgründe werden das grössere Programmangebot und die bessere Bild-
und Tonqualität angegeben. Wie schon im letzten Jahr geben rund ein
Viertel der Befragten an, kein Interesse an Digital-TV zu haben.
Demgegenüber hat die Zahl der Unentschlossenen abgenommen: Rund 15
Prozent wissen noch nicht, ob sie digitales Fernsehen abonnieren
werden (Vorjahr: 19 Prozent).
"Der Schneeball wird grösser"
Was sagt Leutenegger zu diesen Zahlen? "Die Nutzung von Digital-TV
liegt klar unter unseren Erwartungen. Wir erhalten aber von
verschiedenen Mitgliedern Meldungen, dass Digital-TV zurzeit massiv
am kommen ist. Der Schneeball beginnt sich zu drehen und grösser zu
werden. Ich bin überzeugt, dass sich dies schon Ende Jahr markant in
den Zahlen niederschlagen wird." Gleichzeitig muss man aber davon
ausgehen, dass ein kleiner Teil der Bevölkerung nicht zu Digital-TV
wechseln wird. Hauptgrund dafür ist wohl die generell hohe
Zufriedenheit mit dem bestehenden analogen Angebot. Diese ist auch in
der diesjährigen Befragung bestätigt worden, wenn auch in etwas
abgeschwächter Form (vgl. Präsentation in der Beilage, Seiten 8-18).
Analog- und Digital-TV, Internet und Telefonie
Aus diesem Grund gestalten viele Kabel-TV-Unternehmen ihr Angebot
so, dass sie analoges und digitales Fernsehen bis auf weiteres
parallel verbreiten. Die Kabel-TV-Unternehmen sind damit die
Einzigen, die auch in Zukunft analoges Fernsehen anbieten werden.
"Dies ist ein konkreter Beitrag an die Grundversorgung", betont
Präsident Leutenegger. Gleichzeitig sei wichtig, die Digitalisierung
aktiv voranzutreiben, denn die Zukunft liege unbestrittenermassen im
digitalen Fernsehen. Aufgrund von beschränkten Netz-Kapazitäten wird
es deshalb auch in Zukunft notwendig sein, gewisse analoge Programme
in das digitale Angebot zu verschieben. Was genau bedeutet das?
Leutenegger: "Es bedeutet, dass es voraussichtlich bis weit nach 2010
ein analoges Angebot im Kabel geben wird. Dieses wird aber gegenüber
heute reduziert sein." Nur so könnten das digitale Angebot, Internet
und Telefonie weiter ausgebaut werden.
Triple Play als Wettbewerbsfaktor
Dass dies für die Kabel-TV-Anbieter wichtig ist, zeigt nicht nur
die letzt-, sondern auch die diesjährige DemoSCOPE-Befragung
deutlich. So geben 53 Prozent der Befragten an, dass es für sie "sehr
wichtig" oder "eher wichtig" ist, Radio/TV, Internet und Telefonie
aus einer Hand beziehen zu können (Vorjahr 48 Prozent). Die Vorteile,
die sie sich davon erhoffen, sind günstigere Preise (42 Prozent)
sowie der Komfort von nur einer Rechnung (28 Prozent) und nur einem
Ansprechpartner (23 Prozent). Fazit: Die Fähigkeit, den Kunden ein so
genanntes Triple-Play-Angebot machen zu können, ist zweifellos ein
wichtiger Wettbewerbsfaktor, der zudem an Gewicht zu gewinnen scheint
(vgl. Präsentation in der Beilage, Seiten 28/29).
HDTV: Ab Dezember 07 im Kabel
Kein Wunder also, dass sich die Schweizer Kabel-TV-Unternehmen je
länger desto mehr als Komplettanbieter für Radio/TV und
Telekommunikation positionieren. Es ist deshalb nur folgerichtig,
dass die Einführung des hochauflösenden Fernsehens (HDTV) für die
Kabelnetze eine hohe Priorität hat. "HDTV ist ein Quantensprung. Das
Fernsehbild wird schärfer, detailgetreuer und farbechter",
kommentiert Claudia Bolla-Vincenz, Geschäftsführerin von Swisscable.
So bieten bereits heute einige innovative Kabel-TV-Unternehmen
HDTV an (vgl. Anbieterliste in der Beilage). Swisscable geht davon
aus, dass HDTV ab Dezember 2007 auf den meisten Kabelnetzen verfügbar
sein wird. Wichtige Gründe dafür sind - nebst der Möglichkeit, sich
gegenüber Bluewin TV abzuheben - die Lancierung des HD-Kanals HD
Suisse durch die SRG per 1. Dezember 2007 sowie die
Fussball-Europameisterschaften Euro 08 von nächstem Jahr.
Bolla-Vincenz: "Es ist klar: Die Kabel-TV-Kunden werden die Euro 08
in HD-Qualität geniessen können."
Swisscable
Swisscable ist der Wirtschaftsverband der Schweizer
Kabel-TV-Unternehmen. Ihm sind mehr als 250 privatwirtschaftlich wie
auch öffentlich-rechtlich organisierte Unternehmen angeschlossen, die
rund 2,8 Millionen Haushalte und über 5 Millionen Menschen mit Radio
sowie Analog- und Digital-TV bedienen. Die meisten dieser
Kabel-TV-Unternehmen bieten ihren Kunden auch Internetzugang und
Telefonie an.

Kontakt:

Claudia Bolla-Vincenz
Geschäftsführerin Swisscable
Tel.: +41/31/328'27'28
Mobile: +41/79/301'59'25
E-Mail: info@swisscable.ch

Weitere Storys: SUISSEDIGITAL
Weitere Storys: SUISSEDIGITAL
  • 26.06.2007 – 08:30

    Swisscable: Einladung zur Medienorientierung vom 3. Juli 2007

    Bern (ots) - Welchen Effekt hat die Konkurrenz von Bluewin TV auf die Kabelbranche? Stösst digitales Fernsehen endlich auf Resonanz? Wie geht es weiter mit Analog-TV? Und wann kommt HDTV auf dem Kabel? Antworten auf diese - und weitere - Fragen erhalten Sie an der Medienorientierung vom 3. Juli, zu der wir Sie herzlich einladen. Wir informieren Sie über die ...

  • 23.03.2007 – 10:30

    Swisscable - Kabel-TV-Branche mit Wachstum und Innovationen im 2006

    - Hinweis: Die Branchen-Zahlen 2006 im Überblick können kostenlos im pdf-Format unter: http://www.presseportal.ch/de/story.htx?firmaid=100010502 heruntergeladen werden - Bern (ots) - Swisscable - der Verband der Kabel-TV-Unternehmen - konnte an der heutigen Generalversammlung auf ein erfolgreiches Branchen-Geschäftsjahr 2006 ...

    Ein Dokument
  • 09.03.2007 – 14:30

    Swisscable begrüsst neues Radio- und TV-Gesetz

    Bern (ots) - Swisscable - der Verband der Kabel-TV-Unternehmen - begrüsst das neue Radio- und TV-Gesetz und die entsprechende Verordnung: Erstens herrscht nun endlich Klarheit darüber, wie viele analoge und digitale Sender in Zukunft maximal verbreitet werden müssen (Must-Carry). Und zweitens anerkennt die Verordnung, dass Settop-Boxen integrale Bestandteile der Netze sind. Nach den hitzigen Diskussionen der ...