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26.01.2007 – 11:06

GAVI Alliance

Immunisierungsraten in armen Ländern auf Rekordniveau

Davos, Schweiz (ots/PRNewswire)

  • Neue Daten zeigen, dass GAVI-Immunisierungsprogramme im Jahr 2006 600.000 zukünftige Todesfälle verhinderten
  • GAVI will USD 500 Mio. für die Stärkung von Gesundheitssystemen in Entwicklungsländern beisteuern
Neue Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigen, dass die
GAVI Alliance, eine bahnbrechende globale Initiative für den
verstärkten Zugang zu Impfungen für Kinder, die Immunisierungsraten
in armen Ländern auf ein Rekordniveau gehoben hat.
Die WHO-Daten, die heute im Rahmen des jährlichen
Weltwirtschaftforums veröffentlicht wurden, projizieren, dass von
GAVI finanzierte Immunisierungsprojekte in Entwicklungsländern seit
dem Jahr 2000 ca. 2,3 Mio. Todesfälle verhindert haben, und dass die
Immunisierungen des Jahres 2006 alleine 600.000 Todesfälle verhindert
haben.
Bill und Melinda Gates, die gemeinsamen Vorsitzenden der Bill &
Melinda Gates Foundation, bezeichneten die neuen Daten als äusserst
ermutigendes Anzeichen für Fortschritte bei der globalen Gesundheit.
Die Gates Foundation hat bisher insgesamt USD 1,5 Mrd. für die
Unterstützung von GAVI gestiftet. GAVI hat ausserdem Gelder von 17
Regierungen von Spendenländern erhalten, zu denen u.a. auch
Deutschland zählt, das kürzlich EUR 8 Mio. (USD 10,4 Mio.) spendete.
"GAVI und seine Partner führen eine bedeutende Kehrtwende für die
Gesundheit von Kindern herbei", sagte Melinda Gates. "Als GAVI
gegründet wurde, waren die Immunisierungsraten in armen Ländern
rückläufig. Heute befinden sie sich auf einem bislang nie erreichten
Hoch."
Seit seiner Gründung im Jahr 2000 hat GAVI USD 2,6 Mrd. für die
Unterstützung nationaler Immunisierungsprogramme in mehr als 70
Entwicklungsländern gestiftet. Den heute veröffentlichten
WHO-Prognosen zufolge hat die Finanzierung durch GAVI bereits
folgende Ergebnisse hervorgebracht:
- 28 Millionen zusätzliche Kinder wurden gegen Diphtherie, Tetanus und
      Keuchhusten geschützt, was dabei geholfen hat, die allgemeinen
      Immunisierungsraten für diese Krankheiten von 63 Prozent im Jahr 1999
      auf 77 Prozent im Jahr 2006 zu heben.
    - 138 Millionen zusätzliche Kinder haben neue und nicht ausreichend
      genutzte Impfungen erhalten, wie z.B. für Hepatitis B, Hib, und
      Gelbfieber, was dazu beigetragen hat, die Immunisierungsrate für diese
      Erkrankungen deutlich zu steigern. Die Anzahl der Entwicklungsländer,
      die Hepatitis-B-Impfungen bereitstellen, stieg beispielsweise von 15
      im Jahr 1999 auf 61 im Jahr 2006 an.
"GAVI hat unter Beweis gestellt, dass es mit den richtigen
Ressourcen und der richtigen Führung möglich ist, in armen Ländern
dramatische Fortschritte im Gesundheitssektor zu erzielen", sagte
Bill Gates. "Wir müssen auf diesem Erfolg aufbauen. Keinem Kind
sollte der Zugang zu lebensrettenden Immunisierungen verweigert
werden."
Trotz des Fortschritts GAVIs wurden im Jahr 2005 geschätzte 28
Millionen Kinder in Entwicklungsländern nicht immunisiert, und 2,5
Millionen Kinder starben an Krankheiten, die durch Impfungen hätten
verhindert werden können. Die WHO und UNICEF schätzen, dass über das
nächste Jahrzehnt hinweg zusätzliche USD 10 - 15 Mrd. für
Immunisierungsprogramme erforderlich sein werden, um diese Lücke zu
schliessen. Weitere Mittel werden benötigt werden, um Impfungen
einzuführen, die sich derzeit im Entwicklungsstadium befinden.
GAVI verpflichtet sich zur Stiftung von USD 500 Mio. zur
Verstärkung von Gesundheitssystemen
In einer Anstrengung, die globale Immunisierungsabdeckung weiter
zu steigern, gab GAVI heute ausserdem bekannt, dass die Allianz über
fünf Jahre hinweg USD 500 Mio. investieren wird, um grundlegende
Gesundheitssysteme in Entwicklungsländern zu verstärken. Eine
schwache Infrastruktur für das Gesundheitswesen ist häufig die
grösste Barriere für die Bereitstellung von Immunisierung für Kinder
in Entwicklungsländern, vor allem in den ärmsten und abgelegensten
Gemeinden.
Die neue GAVI-Finanzierung wird Entwicklungsländern flexible
Unterstützung für die folgenden Aktivitäten bereitstellen:
- Rekrutierung und Training von Mitarbeitern des Gesundheitswesens
    - Errichtung und Stärkung von Systemen für die Verteilung von Impfstoffen
      und Arzneimitteln
    - Transport für Mitarbeiter des Gesundheitswesens und Ausrüstung
    - Erwerb von grundlegenden Sanitätsartikeln wie z.B. Antibiotika und Kits
      für saubere Geburten
"Dies ist für uns eine spannende neue Richtung", sagte Julian
Lob-Levyt, Executive Secretary von GAVI. "Von Führern von
Entwicklungsländern erfahren wir, dass sie für die Aufrechterhaltung
von Immunisierungsprogrammen eine grössere Unterstützung für die
grundlegende Infrastruktur des Gesundheitswesens benötigen."
Die erste Runde von GAVI-Fördergeldern für die Verstärkung von
Gesundheitssystemen wird im Februar bekannt gegeben.
Die GAVI Alliance
Die GAVI Alliance, die im Jahr 2000 beim jährlichen
Weltwirtschaftsforum in Davos gegründet wurde, zählt Regierungen von
Entwicklungs- und Spenderländern, die Weltgesundheitsorganisation
(WHO), UNICEF, die Weltbank, die Impfstoffindustrie in Industrie-,
wie auch Entwicklungsländern, Forschungs- und technische Agenturen,
Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und die Bill & Melinda Gates
Stiftung zu ihren Partnern. Laut einer Schätzung wurden bis Ende 2006
mehr als 2,3 Millionen vorzeitige Todesfälle als Ergebnis der
Unterstützung von GAVI verhindert.
GAVIs Anstrengungen sind von wichtiger Bedeutung für die
Erreichung des Millennium Entwicklungsziels hinsichtlich der
Gesundheit von Kindern, wonach die Kindersterblichkeit bis zum Jahre
2015 um zwei Drittel gesenkt werden soll. Von den über 10 Millionen
Kindern, die jedes Jahr vor ihrem fünften Geburtstag sterben, sterben
2,5 Millionen an Krankheiten, die mit bereits existierenden oder
neuen Impfstoffen verhindert werden könnten.
Weitere Informationen erhalten Sie unter
http://www.gavialliance.org.

Pressekontakt:

Jean-Pierre Le Calvez, +41-79-340-1889, jplecalvez@gavialliance.org
oder Nicole King, +1-202-478-1041, nking@gavialliance.org, beide von
der GAVI Alliance