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30.03.2006 – 01:06

GAVI Alliance

Gesundheitsexperten kommen in Asien zusammen, um über die Verhütung tödlicher Kinderkrankheiten zu diskutieren

Kuala Lumpur, Malaysia (ots/PRNewswire)

Die tödlichen
Krankheiten Lungenentzündung und Hirnhautentzündung allein töten
jedes Jahr weltweit schätzungsweise 1,8 Millionen Kinder im Alter
unter 5 Jahren. Hiervon entfallen über 700.000 auf Länder
Südostasiens und auf den westpazifischen Raum der
Weltgesundheitsbehörde (WHO). Fachleute treffen sich in Malaysia, um
sich auf zwei besonders beunruhigende, durch Impfung vermeidbare
Ursachen für Lungenentzündungen und Hirnhautentzündungen zu
konzentrieren: Die Bakterien Haemophilus Influenzae Typ B (auch "Hib"
genannt) und Streptococcus Pneumoniae.
Das bi-regionale Treffen zum Thema "Preventing Childhood Pneumonia
and Meningitis with Vaccination" (Verhinderung von Lungenentzündung
und Hirnhautentzündung bei Kindern durch Impfung) findet am 30. und
31. März in Kuala Lumpur statt. Die Veranstaltung wird von den
Regionalbüros für Südostasien und den Westpazifik der WHO, der UNICEF
und der Global Alliance for Vaccines and Immunization (jetzt die GAVI
Alliance) - Hib Initiative und dem Pneumococcal Vaccines Accelerated
Development and Introduction Plan (PneumoADIP) ausgerichtet. "Die
neuesten Daten lassen eine grössere Erkrankungsrate mit
Lungenentzündung und Hirnhautentzündung in einigen Ländern Asiens
vermuten, als bisher angenommen. Impfungen haben sich als
wirkungsvolles Mittel erwiesen und könnten die Kinder in Asien
heutzutage vor diesen schweren Krankheiten schützen. Die Zeit ist
reif, über die Einführung dieser Impfstoffe zu entscheiden, oder
zumindest Pläne umzusetzen, um weitere Daten für die
Entscheidungsfindung zu sammeln", sagte Dr. Thomas Cherian,
geschäftsführender Koordinator des Expanded Programme on Immunization
Plus, bei der WHO in Genf.
Die Teilnehmer werden die regionale Verbreitung von Hib- und
Pneumokokken-Erkrankungen besprechen und sich über Fallstudien und
ihre Erfahrungen bei der Bekämpfung der beiden Infektionskrankheiten
in den Ländern Asiens austauschen. Fachleute werden auch Probleme wie
z.B. Ressourcenbereitstellung, Nachschubversorgung und
Interessenskonflikte im Zusammenhang mit der Einführung der
Hib-Impfstoffe behandeln und innovative Strategien aufzeigen, wie
diese in naher Zukunft bewältigt werden können.
Die Impfstoffe zum Schutz von Kindern und Erwachsenden vor
Lungenentzündung und Hirnhautentzündung stehen zur Verfügung. In den
Industrieländern werden Kinder seit über 15 Jahren routinemässig
gegen Hib geimpft und seit dem Jahre 2000 werden auch Impfungen gegen
Pneumokokken zunehmend eingeführt. Die GAVI Alliance hat ihre
Bemühungen verstärkt, damit die Schutzimpfung von Kindern in den
Entwicklungsländern gegen beide Krankheiten verbessert wird.
Die GAVI Alliance lancierte letztes Jahr mit 37 Mio. USD eine
HIB-Kampagne, an der Experten für Infektionskrankheiten der Johns
Hopkins Bloomberg School of Public Health, der London School of
Hygiene and Tropical Medicine, den US-amerikanischen Centers for
Disease Control and Prevention (CDC) und die WHO beteiligt waren.
Jedes Jahr treten schätzungsweise 3,1 Millionen Fälle von
Hib-Erkrankungen bei Kinder im Alter unter 5 Jahren auf, von denen
ca. 386.000 zum Tode führen.
"Kinder in Entwicklungsländern sollten genauso wie Kinder in den
Industrieländern Zugang zu diesen Impfstoffen haben", sagte Dr. Rana
Hajjeh, Projektleiter der Hib-Initiative. "Die jüngsten Empfehlungen
zu Schutzimpfungen der Strategic Advisory Group of Experts (SAGE) der
WHO unterstützen die weltweite Ausdehnung des Hib-Impfprogramms. Wir
sind alle der Meinung, dass es sehr wichtig ist, sich die Tatsachen
vor Augen zu führen und schnell voranzukommen, um das Leben von
Kindern zu retten. "
Die Belastung mit Pneumokokken-Erkrankungen ist mit
schätzungsweise 800.000 Todesfällen bei Kindern unter 5 Jahren in den
Entwicklungsländern noch grösser. PneumoADIP ist eine 30 Mio. USD
Initiative der GAVI, die von der Johns Hopkins Bloomberg School of
Public Health ausgeht, und daran arbeitet, diese Belastung dadurch zu
verringern, dass die lebensrettenden Impfstoffe zugänglich gemacht
werden.
"Sichere und wirksame Impfstoffe gegen Hib- und
Pneumokokken-Infektionen sind inzwischen verfügbar", sagte Dr. Orin
Levine, geschäftsführender Direktor von PneumoADIP. "Wir müssen alles
in unserer Macht stehende tun, damit sichergestellt ist, dass die
Länder auch Zugang zu diesen lebensrettenden Impfstoffen bekommen.
Der Preis für das Nichtstuns sind jährlich Hunderttausende unnötiger
und vermeidbarer Todesfälle von Kindern".
Redaktionelle Hinweise
Die GAVI Alliance
Die GAVI Alliance ist der Zusammenschluss aller wichtigen, von
Schutzimpfung betroffenen Interessensgruppen und zählt u.a.
Entwicklungs- und Spenderländer, die Weltgesundheitsbehörde (WHO),
die UNICEF, die Weltbank, die Impfstoffindustrie in den Industrie-
und Entwicklungsländern, Forschungs- und Fachagenturen,
nichtstaatliche Organisationen sowie die Bill & Melinda Gates
Foundation zu seinen Partnern. Es wird geschätzt, dass bis Ende 2005
über 1,7 Millionen vorzeitige Todesfälle dank der Unterstützung durch
die GAVI haben vermieden werden konnten.
Die Anstrengungen der GAVI sind entscheidend, um das Millennium
Development Goal zur Gesundheit von Kindern zu erreichen. Dieses
sieht bis zum Jahre 2015 eine Reduzierung der Kindersterblichkeit um
zwei Drittel vor. Von den über 10 Millionen Kindern, die jedes Jahr
vor Erreichen des fünften Lebensjahres sterben, sterben 2,5 Millionen
an Krankheiten, die durch bereits verfügbare oder neue Impfstoffe
verhindert werden könnten. Für weitergehende Informationen wenden Sie
sich bitte an Nicole King unter der Telefonnummer: +1-202-478-1041,
bzw. E-Mail: nking@vaccinefund.org.
Website: www.preventpneumo.org oder www.HibAction.org

Pressekontakt:

Lois Privor-Dumm, MIBSDirector, Communications Strategy, The Hib
Initiative Mobiltelefon: +1-484-354-8054, E-Mail: lprivord@jhsph.edu
Website: www.HibAction.org. Michelle Moncrieffe-Foreman,
MACommunications Manager, GAVI's Pneumo ADIP Tel.: +1-410-502-2631
E-Mail: mmoncrie@jhsph.edu Website: www.preventpneumo.org