PwC Schweiz

1,6 Milliarden für Top-Manager -Verschiebungen zwischen Firmen

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Die gesamte Vergütung von Schweizer Geschäftsleitungsmitgliedern und Verwaltungsräten in den grössten 100 kotierten Unternehmen betrug im Jahr 2017 1,6 Mrd. CHF. Es gibt Verschiebungen vom SMI zu den SMIM- und Small-cap Unternehmen. Neue, einfachere Strukturen der Management-Vergütung sind gefragt. PwC stellt ein neues System vor, das diese Anforderungen erfüllt. Dies sind Themen der Studie "Executive Compensation & Corporate Governance: Insights 2018" von PwC Schweiz.

Die gesamte Vergütung von Schweizer Geschäftsleitungsmitgliedern und Verwaltungsräten (Führungsorgane) in den grössten 100 kotierten Unternehmen betrug im Jahr 2017 1,6 Mrd. CHF. 1,36 Mrd. CHF gingen an Geschäftsleitungsmitglieder und 221 Mio. CHF an Verwaltungsräte.

Für jene etwa 75 Unternehmen mit ausreichenden Daten führte PwC eine vereinfachte Wertschöpfungsrechnung durch. Diese zeigt die Aufteilung von Gewinnen auf Anspruchsgruppen. EBIPT bezeichnet Earnings Before Interest, Personnel Expenses and Taxes. In der Median-Firma gingen 1.3% des EBIPT an das Top Management, 63.9% an andere Mitarbeitende, 5.8% direkt an den Staat in Form von Gewinnsteuern und 29.0% an Fremdkapital- und Eigenkapitalgeber.

Grafik 1: Gesamtvergütung von Geschäftsleitungen und Verwaltungsräten in der Schweiz (siehe attachment) und

Grafik 2: Aufteilung der Gewinne vor Zinsen, Personalausgaben und Steuern (siehe attachment)

Remo Schmid, Partner People and Organisation Consulting bei PwC Schweiz: "Die Vergütung von Verwaltungsräten und Managern macht einen wesentlichen Anteil an den Unternehmensgewinnen aus. Es ist daher verständlich, dass Aktionäre und die Öffentlichkeit Interesse an guter Governance haben. Eine Darlegung und Begründung, wie der geschaffene Wert verteilt wird, ist wichtig, um das nachhaltige Engagement aller Anspruchsgruppen zu sichern."

Gleich grosser Kuchen, aber Verschiebung der Aufteilung

Die Gesamtvergütung der Führungsorgane blieb relativ stabil über die Zeit, auch wenn sie in den Jahren 2014 bis 2016 etwas höher war. Bemerkenswert sind aber die Verschiebungen zwischen den Firmen. Im Jahr 2017 betrugt die Gesamtvergütung der Führungsorgane im SMI (den grössten 20 Unternehmen) 811 Mio. CHF, ein Minus von 15.4% seit 2009. Im SMIM (den nächsten 30 Unternehmen) und in Small-caps (den nächsten 50 Unternehmen) waren es 416 Mio. CHF bzw. 354 Mio. CHF, ein Plus von 16.7% bzw. 19.1% seit 2009.

Grafik/Uebersicht 3: siehe attachment

Neue Ideen für Vergütungssysteme und Offenlegung

Die PwC-Studie zeigt auch neue Wege für die Gestaltung von Vergütungssystemen auf. Viele Vergütungssysteme sind zu komplex und kaum sinnvoll in ein System der wertorientierten Führung eingebettet. Zwar sind manche der Systeme bei Proxy Advisors und manchen institutionellen Investoren beliebt. Prof. Alexander Wagner vom Swiss Finance Institute (Universität Zürich) und Co-Autor der Studie: "Bei komplexen Systemen ist die subjektive Bewertung durch Manager oft niedrig, sodass die Vergütung für die gleiche Wirkung höher ausfallen muss. Ausserdem gehen solche Systeme oft mit starken, unerkannten Risikoanreizen einher. Besser ist ein einfaches System, in dem langfristig zu haltende Aktien als Belohnung für erreichte strategisch relevante Zielerreichung gewährt werden."

Darüber hinaus ist die Berücksichtigung der Dynamik der Vermögensentwicklung des Managers wichtig. Schweizer CEOs halten steigende Beträge an Aktien des eigenen Unternehmens. Im Jahr 2009 hielt der Median-CEO in SMI und SMIM-Unternehmen etwa 2 Mal sein Basissalär als eigene Aktien. Im Jahr 2017 waren es 5 Mal. Remo Schmid: "Über den Vermögenseffekt auf den eigenen (oder zukünftig zuzuteilenden) Aktien spürt das Management die Veränderungen des Geschäftsganges (gemessen am Aktienkurs) am im Unternehmen gebundenen Vermögen. Vermögensveränderungen des Managements durch die Aktienperformance während des Jahres sollten auch bei der Vergütungsdiskussion mit dargetellt werden."

Zur Studie

In "Executive Compensation & Corporate Governance: Insights 2018" analysierte PwC Schweiz die Geschäftsberichte der rund 100 grössten börsenkotierten Schweizer Unternehmen. Die seit 2007 gültigen Transparenzvorschriften erlauben einen direkten Vergleich der Vergütungssysteme der Jahre 2007 bis 2017. Zudem widmet sich die Studie einem Vergleich mit Deutschland in den Jahren seit 2014. Die Studie reflektiert auch kritisch Trends in der Corporate Governance.

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Die PwC-Publikation kann als PDF heruntergeladen werden: www.pwc.ch/exco-insights-2018

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