Stiftung Menschen für Menschen Schweiz

Kinder brauchen starke Mütter: Hilfe, die wirkt!

Die Äthiopierin Nat Fanta mit ihrer Tochter Bethlehem an ihrem neuen Arbeitsplatz, dem WASH-Café beim Busbahnhof von Shewarobit. Weiterer Text über ots und www.presseportal.ch/de/nr/100007199 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter... mehr

Zürich (ots) - Wie kann man den ärmsten Kindern in Äthiopien helfen? Lebensmittel zu verteilen reicht nicht aus. Die Kinder und ihre Familien brauchen Möglichkeiten, sich selbst eine Zukunft aufzubauen: Menschen für Menschen beweist anhand von eindrücklichen Beispielen aus der Projektarbeit, dass solche "Hilfe zur Selbstentwicklung" tatsächlich funktioniert.

"Ich fühle mich in meinem Leben gefangen wie in einer Falle", sagte Nat Fanta. Die 24-jährige Mutter sass auf einem zerschlissenen Bett im Hinterzimmer einer Spelunke. Aufgerissene Kondomverpackungen lagen auf dem Lehmboden. Das war vor zwei Jahren: Nat Fanta war eine von zahlreichen Armutsprostituierten in der äthiopischen Stadt Shewarobit. Sie musste ihren Körper verkaufen, um zu überleben und ihre kleine Tochter zu ernähren.

Heute ist ihre Not vorbei. Menschen für Menschen (www.menschenfuermenschen.ch) befreite sie aus der Armutsprostitution. Nat Fanta betreibt nun mit anderen Müttern ein Café in sogenannten WASH-Centern, die von dem Schweizer Hilfswerk gebaut werden. Ein WASH-Center besteht aus öffentlichen Toiletten und Duschen sowie einem Café. Das Projekt verbessert die katastrophale hygienische Situation in den städtischen Slums. Und armen Müttern gelingt der Absprung aus dem Elend. Insgesamt drei Dutzend Frauen erhielten in Shewarobit so sichere und menschenwürdige Arbeitsplätze.

"Wir passen unsere Hilfsangebote massgeschneidert an die lokalen Bedürfnisse an und kontrollieren den Fortgang ständig", erklärt Kelsang Kone, stellvertretender Geschäftsführer von Menschen für Menschen. "So können wir sicherstellen und nachweisen, dass unsere Hilfe zur Selbstentwicklung tatsächlich funktioniert."

Ein weiteres Beispiel dafür ist das Kinderprojekt in Debre Berhan. Dort finden die 1000 ärmsten Kinder Lebensperspektiven. Die Familien mit unterernährten Kindern bekommen Lebensmittelhilfen. Um ihren Schulbesuch zu ermöglichen, erhalten die Kinder Schulmaterialien. Vor allem aber bildet Menschen für Menschen die Mütter weiter und vergibt über eigens gegründete Selbsthilfegruppen Kleinkredite zwischen umgerechnet 100 und 150 Franken pro Person. Mit diesen können die Frauen ein eigenes Gewerbe, zum Beispiel einen kleinen Kiosk, eröffnen und so von fremder Hilfe unabhängig werden.

Die neue Ausgabe der Spenderzeitschrift NAGAYA MAGAZIN (erhältlich über www.menschenfuermenschen.ch) berichtet genauer über die Selbsthilfe-Konzepte von Menschen für Menschen für die Schwächsten in einem der ärmsten Länder der Welt.

"Hilfe, die wirkt, ist möglich!", betont Kelsang Kone. "Aber dazu braucht es Unterstützer, die sich mit uns für eine gerechte Welt einsetzen. Jede Spende ist wichtig."

Menschen für Menschen setzt sich gegen Armut und Hunger ein. Die Stiftung wurde von dem Schauspieler Karlheinz Böhm (1928 - 2014) gegründet. Im Geiste des Gründers schafft das Schweizer Hilfswerk Lebensperspektiven für die ärmsten Familien in Äthiopien. Ziel der Arbeit ist es, dass sie in ihrer Heimat menschenwürdig leben können.

Spendenkonto:

Postkonto 90-700 000-4 IBAN: CH97 0900 0000 9070 0000 4 BIC: POFICHBEXXX Online spenden: www.menschenfuermenschen.ch

Bildmaterial

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Kontakt:

Michael Kesselring | m.kesselring@mfm-schweiz.ch | Tel: 043 499 10 60



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