Stiftung Menschen für Menschen Schweiz

Gärten in der Wüste: Menschen für Menschen Schweiz bewahrt Familien vor öder Zukunft

Dank dem Bau von Bewässerungskanälen durch die Stiftung Menschen für Menschen Schweiz entstanden aus der dürren Wüste in Subuli, Äthiopien, grüne Gärten. Weiterer Text über ots und www.presseportal.ch/de/nr/100007199 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei.... mehr

Zürich (ots) - Riesige Areale wertvoller Äcker und Felder werden zu unfruchtbarem Brachland. Darauf weisen die Vereinten Nationen am 17. Juni mit dem "Tag zur Bekämpfung der Wüstenbildung und Dürren" hin. Der für die Weltgemeinschaft gefährliche Trend lässt sich aufhalten oder sogar umkehren. Wie im äthiopischen Subuli: Dort verwandelt die Stiftung Menschen für Menschen Schweiz trockene Savanne in grüne Nutzgärten.

Weltweit dehnt sich ödes Land rasant aus. Laut UN gehen pro Minute Äcker und Felder verloren, die einer Grösse von rund 30 Fussballfeldern entsprechen. Insgesamt könnte man auf der jährlich verlorenen Fläche 20 Millionen Tonnen Getreide anbauen und ernten.

Dass so viel Land in den trockenen Gebieten der Erde unfruchtbar wird, liegt am Klimawandel und an der Überbevölkerung. "In Äthiopien beispielsweise leben 80 Prozent der Menschen von traditioneller Landwirtschaft. Diese kann aufgrund der steigenden Bevölkerungszahlen nicht mehr alle Menschen ausreichend ernähren", erklärt Josefine Kamm, Geschäftsführerin des Hilfswerks Menschen für Menschen Schweiz: "Deshalb übernutzen die Bauern ihre Felder, als Folge laugt der Boden aus. Sie roden die letzten Wälder und nehmen auch Hänge unter den Pflug. Bei sporadischen Wolkenbrüchen wird dann der fruchtbare Mutterboden leicht abgeschwemmt." Fehlen Wälder, dann gibt es insgesamt weniger Regen. Das Klima wird heisser, die Dürren nehmen zu und die Ernten ab.

Die Armut ist damit eine wesentliche Ursache und gleichzeitig eine Folge der Wüstenbildung. In den kommenden zehn Jahren könnten bis zu 50 Millionen Menschen zu Klima- und Armutsflüchtlingen werden, warnt die UN-Wüstenkonvention. Deshalb steht der "Welttag zur Bekämpfung von Wüstenbildung und Dürren" unter dem Motto: "Unser Land. Unsere Heimat. Unsere Zukunft." Der Slogan verweist auf die zentrale Rolle, die fruchtbares Land dabei spielt, den Strom an Migranten nicht weiter wachsen zu lassen, so die UN-Wüstenkonvention.

"Menschen für Menschen Schweiz (www.menschenfuermenschen.ch) arbeitet genau in diesem Sinne", erklärt Geschäftsführerin Kamm: "Die Stiftung schafft Lebensperspektiven für die ärmsten Familien in Äthiopien, damit sie in ihrer Heimat menschenwürdig leben können." Anfang Juni gab Präsident Trump den Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaschutz-Abkommen bekannt. Damit wird es künftiger noch wichtiger, eine Landwirtschaft zu fördern, die arme Familien in Afrika nachhaltig und unabhängig von Dürren ernähren kann.

Dieses Ziel verfolgt Menschen für Menschen Schweiz im Savannengebiet im Nordosten Äthiopiens mit einer grossen Bewässerungsanlage. Im Gebiet Subuli wird Wasser des Arso-Flusses künftig über Kanäle in die Savanne geleitet. Es wird Getreide und Gemüse auf eine Fläche von 100 Hektar bewässern. Von der Infrastruktur profitieren rund 300 Nomaden-Familien. Bislang war Vieh ihre einzige Lebensgrundlage. Doch in der Dürre zum Jahreswechsel 2015/2016 verdorrte das Grasland, die Savanne wurde zu einer Ödnis mit nacktem Boden. Fast alle Rinder, Kamele und Ziegen verhungerten und verdursteten. "Um die Betroffenen nicht zu passiven Hilfsempfängern zu machen, entschied sich Menschen für Menschen Schweiz, keine Lebensmittel auszugeben. Stattdessen boten wir Mitgliedern besonders betroffener Familien Jobs bei den Bauarbeiten an", sagt Josefine Kamm. "Mit dem Lohn konnten die Familien ihr Überleben in der Dürre sichern."

Nach rund einem Jahr Bauzeit ist die Uferschutzmauer fertig. Es fliesst bereits Wasser in den Hauptkanal und über weitere Kanäle zu einem Schulungsgarten. Dort wachsen Bohnen, Sesam, Erdnüsse, Bananen, Zwiebeln, Pfefferschoten, Kohl, Papaya und Futtergras. Die Nomaden lernen, wie die einzelnen Gemüsesorten gepflanzt und gepflegt werden müssen, um in der nächsten Saison auf ihnen zugewiesenem Land ihre eigene Produktion zu beginnen. "Der Eifer, mit dem die Nomaden sich im Gartenbau engagieren, ist leicht nachzuvollziehen", sagt Josefine Kamm. "Die Dürre hat ihnen gezeigt, wie verletzlich ihre Lebensweise als herumstreifende Viehzüchter ist. Mit dem Gartenbau können sie ihre Familien langfristig vor Nahrungsmangel sichern und einen bescheidenen Wohlstand aufbauen."

Menschen für Menschen Schweiz setzt sich gegen Armut und Hunger ein. Die Stiftung wurde von dem Schauspieler Karlheinz Böhm (1928 - 2014) gegründet. Im Geiste des Gründers schafft das Schweizer Hilfswerk Lebensperspektiven für die ärmsten Familien in Äthiopien. Ziel der Arbeit ist es, dass sie in ihrer Heimat menschenwürdig leben können.

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