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19.11.2020 – 10:48

ASIP - Schweiz. Pensionskassenverband

ASIP-Umfrage zeigt klares Bild: Pensionskassen investieren vermehrt nachhaltig

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ZürichZürich (ots)

Das Thema ESG hat in den letzten Jahren einen beachtlichen Aufschwung erlebt. ESG-Kriterien sind Teil der ökonomischen Risiken und werden deshalb auch durch die Pensionskassen entsprechend analysiert. Die Pensionskassen sind sich der Problematik und Risiken bewusst und auf dem Weg zu einer nachhaltigen, ESG-orientierten Anlagepolitik gut unterwegs. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage unter den Mitgliedern des Schweizerischen Pensionskassenverbands ASIP. Der ASIP unterstützt dies seit Jahren mit Wissensvermittlung und Sensibilisierung für dieses Thema, wie man auch auf dessen Website (www.asip.ch) sehen kann. Der Verband stellt positiv fest, dass die Zahl der Pensionskassen, die ESG-Kriterien in ihrem Anlageprozess berücksichtigen, stetig zunimmt.

Im November 2020 führte der ASIP eine Umfrage bei seinen Mitgliedern durch. Ziel der Erhebung war die Erfassung der ESG-Umsetzungsvielfalt bei Pensionskassen in der Schweiz. Die Umfrage hat anhand 24 Fragen erhoben, ob und wie Nachhaltigkeit in der Anlagestrategie umgesetzt wird. Die Umfrage wurde in Zusammenarbeit mit der CSSP AG, einem Nachhaltigkeits-Experten für Pensionskassen, durchgeführt.

Mit einer Teilnahme von insgesamt 160 Pensionskassen aus der Schweiz und damit mit einer Rücklaufquote von 22% ist die Umfrage als repräsentativ einzustufen. Sie wird sowohl durch die Verteilung der Teilnehmenden aus 25 Kantonen als auch durch die gleichmässige Vertretung aller Pensionskassen (gemessen am bewirtschafteten Vermögen, Bilanzsumme in CHF) breit abgestützt.

Die zentralen Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass für die 160 befragten Pensionskassen die Hauptmotive für die Umsetzung von ESG/ Nachhaltigkeit in der Anlagestrategie zum einen Nachhaltigkeit aus Überzeugung, zum anderen der Nutzen für das Risikomanagement sind. So verwendet bereits mehr als die Hälfte der befragten Pensionskassen die Ausschlussliste des Schweizer Vereins für verantwortungsbewusste Kapitalanlagen SVVK-ASIR, und über ein Drittel haben eine Nachhaltigkeitsstrategie in ihrem Anlagereglement verankert. Rund 60% bis 80% der Pensionskassen, die in Aktien und Obligationen investiert sind, befassen sich mit einer Nachhaltigkeitsstrategie bzw. mit der Umsetzung sowohl von ESG-Negativ- als auch ESG-Positivkriterien. Nachhaltigkeitsstrategien finden aber auch bei über der Hälfte der in Immobilien und Private Equity investierten Pensionskassen Anwendung. Ein Drittel der befragten Pensionskassen beteiligen sich an der Stimmrechtsausübung für Unternehmen im Ausland sowie mit einer Beteiligung von 40% am Engagement/ Dialog mit Unternehmen. Der Schweizerische Pensionskassenverband ASIP betont, dass dieser Anteil sich stetig vergrössert; "Pensionskassen haben einen treuhänderischen Auftrag, das Vermögen ihrer Versicherten zu bewirtschaften. Schnelle Kurswechsel sind da nicht zu erwarten, sondern wohl durchdachte und vorsichtige Entscheide der Führungsorgane. Das heisst aber nicht, dass man nicht trotzdem am Ziel ankommt", so Hanspeter Konrad, Direktor des Schweizerischen Pensionskassenverbands ASIP.

Die Ergebnisse belegen deutlich, dass die Pensionskassen aus Eigeninitiative Umwelt-, Sozial- und Corporate Governance-Aspekte (ESG-Kriterien) berücksichtigen. Das liegt im langfristigen Interesse der Versicherten, ohne dass dabei Renditeeinbussen in Kauf genommen werden müssten. Es geht um die langfristige Werthaltigkeit der Anlagen. Wie Pensionskassen diesen Risiken im Rahmen des Anlageprozesses konkret Rechnung tragen, steht aber immer in der Verantwortung der obersten Führungsorgane. Sie tragen letztlich auch die treuhänderische Verantwortung für eine nachhaltige, zukunftsorientierte Bewirtschaftung der Vermögen ihrer Versicherten. Die Forderungen nach weiterer Regulierung sind daher nicht zielführend. Es braucht diesbezüglich keine Regulierung des Gesetzgebers. Der Verband erinnert daran, dass mehr Regulierung die Bürokratie verstärkt, und damit auch die Verwaltungskosten unnötig aufbläht, aber zu keinem Zusatznutzen führt.

Der Schweizerische Pensionskassenverband ASIP mit Sitz in Zürich ist der Dachverband der Pensionskassen. Er vertritt über die Mitglieder rund zwei Drittel der Versicherten in der beruflichen Vorsorge sowie ein Vorsorgevermögen von gegen CHF 650 Mia. Der ASIP bezweckt die Erhaltung und Förderung der beruflichen Vorsorge auf freiheitlicher und dezentraler Basis und setzt sich für das Drei-Säulen-Konzept in ausgewogener Gewichtung ein.

Pressekontakt:

Jean Rémy Roulet, Präsident (Genf), Telefon + 41 22 949 19 19
Hanspeter Konrad, Direktor (Zürich), Telefon +41 43 243 74 15
info@asip.ch
ASIP, Kreuzstrasse 26, CH-8008 Zürich