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Tierleid in den Ferien

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Tierleid ist kein Ferienerlebnis

Problematische Tierattraktionen sind auch in Europa weit verbreitet

Zürich, 18. Juni 2026 – In vielen Feriendestinationen in Asien, Afrika, oder in Süd- und Zentralamerika locken Angebote, die Reisende nahe an Wildtiere bringen – Tigerselfies, Kuscheln mit Faultieren, Elefantenbaden oder Spazieren mit Löwen. Doch problematische Tierattraktionen finden sich auch in Europa: von Delfinarien über Eselritte bis hin zu vermeintlichen Schutzzentren. Die globale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN empfiehlt, solche Angebote kritisch zu prüfen.

Die Sommerferien stehen vor der Tür. Zahlreiche Menschen möchten sich in dieser Zeit nicht nur erholen, sondern auch Neues entdecken, lokale Traditionen und Speisen probieren und Andenken mit nach Hause bringen. Für viele gehören auch Begegnungen mit Tieren dazu, etwa bei Shows, auf Ausritten oder im Rahmen anderer touristischer Attraktionen. Für manche dieser Angebote, werden jedoch Tiere ausgebeutet. «Dennoch lassen sich Tierschutz und Tourismus vereinbaren, wenn genauer hingeschaut wird», sagt Sarah Bartels, Campaignerin bei VIER PFOTEN Schweiz.

Zirkusse und Tiershows

Aufführungen mit Wildtieren – etwa in Zirkussen oder Delfinarien – wirken spektakulär, sind jedoch immer mit Tierleid verbunden und basieren auf Zwang, Isolation und unnatürlichen Haltungsbedingungen. Viele der Tiere entwickeln dadurch Verhaltensstörungen oder körperliche Schäden.

Reiten und Kutschenfahrten

Bei Ausritten auf Pferden, Kamelen und Eseln oder bei Kutschenfahrten steht das Tierwohl nicht immer im Vordergrund. Die Tiere leiden oft an Überlastung, Hitze, schlecht sitzender Ausrüstung sowie Stress durch Verkehr und Menschenmengen. Solche Angebote sollten daher immer kritisch hinterfragt werden.

Souvenirs aus tierischen Materialien

Auch Souvenirs können Tierleid fördern. Produkte aus Knochen, Zähnen, Fell, Federn oder Schildpatt stammen häufig aus illegalem Wildtierhandel. Selbst vermeintlich harmlose Mitbringsel wie Schmuck aus Korallen, eine Kette mit einem tierischen Zahn oder Federn von Tieren können bedrohte Arten gefährden oder grausame Praktiken unterstützen. Viele wissen zudem nicht, dass die Ein- und Ausfuhr solcher Produkte oft illegal ist und zu hohen Bussen führen kann.

Tierfreundliche Alternativen

Die beste Art, Tiere zu erleben, ist die Beobachtung in der freien Natur. Sei es bei einer Wanderung, auf Safari oder beim Tauchen und Schnorcheln. Dabei ist es wichtig, die Tiere nicht zu bedrängen, nicht zu füttern und nach einer gewissen Zeit wieder in Ruhe zu lassen. Werden solche Angebote über einen Anbieter gebucht, sollte man sich im Voraus gut über die Tierschutzrichtlinien informieren und bei Unklarheiten kritische Fragen stellen.

Auch der Besuch in einem seriösen Schutzzentrum kann eine wertvolle Erfahrung sein. Echte Schutzzentren ermöglichen Tieren ein sicheres und möglichst naturnahes Leben. Sie bieten keinen direkten Kontakt mit den Tieren an, es wird nicht gezüchtet, die Tiere werden medizinisch versorgt und haben jederzeit die Möglichkeit, sich zurückzuziehen. «Leider gibt es auch viele unseriöse Einrichtungen, welche sich als Schutzzentrum ausgeben, da der Begriff nicht geschützt ist. Vor einem Besuch sollte daher gut recherchiert werden», erklärt Sarah Bartels.

Ein Beispiel für ein seriöses Schutzzentrum ist das Arosa Bärenland, welches den vier geretteten Bären Amelia, Meimo, Sam und Jamila ein artgemässes Zuhause bietet, während Besuchende gleichzeitig Wissenswertes über Bärenschutz erfahren. Dadurch verbindet das Arosa Bärenland Tierschutz und touristische Entwicklung und schafft so eine «Win-Win»-Situation für die Tiere und die Region.

Tierfreundliches Reisen ist einfach umsetzbar, wenn Reisende bewusst Angebote wählen, die Tiere respektieren und ihr Wohl ins Zentrum stellen.

Über VIER PFOTEN
VIER PFOTEN ist die globale Tierschutzorganisation für Tiere unter direktem menschlichen Einfluss, die Missstände erkennt, Tiere in Not rettet und sie beschützt. Die 1988 von Heli Dungler und Freunden in Wien gegründete Organisation tritt für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Im Fokus ihrer nachhaltigen Kampagnen und Projekte stehen Streunerhunde und -katzen sowie Heimtiere, sogenannte Nutztiere und Wildtiere – wie Bären, Grosskatzen und Orang-Utans – aus nicht artgemässer Haltung sowie aus Katastrophen- und Konfliktzonen. Mit Büros in Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Kambodscha, Kosovo, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, den USA und Vietnam sowie Schutzzentren für notleidende Tiere in 13 Ländern sorgt VIER PFOTEN für rasche Hilfe und langfristige Lösungen. In der Schweiz ist die Tierschutzstiftung ein Kooperationspartner vom Arosa Bärenland, dem ersten Bärenschutzzentrum, welches geretteten Bären aus schlechten Haltungsbedingungen ein artgemässes Zuhause gibt.  www.vier-pfoten.ch 

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