UNICEF Schweiz und Liechtenstein
Knonau erneut als «Kinderfreundliche Gemeinde» ausgezeichnet
Knonau/Zürich, 31. Mai 2026 – Die Gemeinde Knonau wurde gestern bereits zum zweiten Mal von UNICEF Schweiz und Liechtenstein als «Kinderfreundliche Gemeinde» ausgezeichnet. Die erneute Zertifizierung würdigt das Engagement der Gemeinde, die Anliegen und Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen ernst zu nehmen und ihr Lebensumfeld kinder- und jugendfreundlich zu gestalten.
Kinder und Jugendliche im Mittelpunkt
Im Rahmen des gestrigen Familienfests auf dem Dorfplatz in Knonau überreichte Werner Augsburger, Delegierter von UNICEF Schweiz und Liechtenstein, das Label an Christian Albrecht, Gemeinderat Ressort Bildung und Leiter der Steuergruppe «Kinderfreundliche Gemeinde». Die feierliche Übergabe fand im Beisein des Gemeinderats, der Steuergruppe sowie zahlreicher Familien, Kinder und Jugendlicher statt.
«Knonau hat in den vergangenen Jahren viel bewegt und zeigt, dass Kinderfreundlichkeit kein Sprint, sondern ein langfristiger Entwicklungsprozess ist. Die erneute Zertifizierung ist Anerkennung für das bisher Erreichte und gleichzeitig Ansporn, Kinder und Jugendliche auch künftig aktiv in die Gestaltung der Gemeinde einzubeziehen. Wie in der Welt des Sports, aus der ich komme, braucht es die kollektive Leistungsbereitschaft von allen Beteiligten.»
Seit dem Start des Prozesses im Jahr 2019 engagiert sich die Gemeinde Knonau gemeinsam mit Schule, Verwaltung, Politik sowie weiteren Akteur:innen gezielt für die Förderung einer kinder- und jugendfreundlichen Gemeindeentwicklung.
Im Zentrum des bisherigen Prozesses standen insbesondere die Förderung der Partizipation von Kindern und Jugendlichen, der Ausbau von Angeboten und Begegnungsorten sowie die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Schule, Gemeinde und weiteren Beteiligten. Ein wichtiger Meilenstein war dabei der Aufbau einer lokalen Bildungslandschaft zur besseren Vernetzung der verschiedenen Anspruchsgruppen.
Die Evaluation im Rahmen der Rezertifizierung zeigt, dass die Gemeinde den Prozess engagiert und breit abgestützt umgesetzt hat. Besonders sichtbar ist das Engagement im schulischen Kontext sowie in verschiedenen Projekten und Angeboten für Kinder und Jugendliche. Gleichzeitig wurde deutlich, dass zahlreiche Massnahmen weiterentwickelt und langfristig strukturell verankert werden sollen.
Aktionsplan 2026–2030 für mehr Partizipation und nachhaltige Strukturen
Mit dem neuen Aktionsplan 2026–2030 setzt Knonau insgesamt 19 Massnahmen in fünf Themenbereichen um. Ziel ist es, Kinder- und Jugendfreundlichkeit langfristig in den kommunalen Strukturen und Entscheidungsprozessen zu verankern.
Der neue Aktionsplan umfasst folgende Themenbereiche:
- Nachhaltige kinder- und jugendfreundliche Strukturen schaffen
- Bedürfnisse und Anliegen von Kindern und Jugendlichen regelmässig erfassen und sie aktiv einbeziehen
- Frühe Kindheit und Vorschulalter stärken
- Die Schulentwicklung konsequent an den Bedürfnissen der Schüler:innen ausrichten
- Jugendangebote und Treffpunkte weiterentwickeln
Zu den geplanten Massnahmen gehören unter anderem die Definition klarer Zuständigkeiten innerhalb der Gemeinde, die regelmässige Erfassung der Anliegen von Kindern und Jugendlichen, die Erarbeitung eines Konzepts für die frühe Kindheit sowie die partizipative Gestaltung des Pausenplatzes und eines neuen Jugendtreffs inklusive Pumptrack. Die Gemeinde Knonau verfolgt damit das Ziel, Kindern und Jugendlichen in allen Lebensphasen gute Entwicklungsbedingungen zu bieten und ihre Perspektiven künftig noch stärker in kommunale Prozesse einzubeziehen.
Die UNICEF-Initiative «Kinderfreundliche Gemeinde» unterstützt Gemeinden bei der systematischen Umsetzung der Kinderrechte auf kommunaler Ebene. Im Mittelpunkt stehen die nachhaltige Gemeindeentwicklung sowie die aktive Beteiligung von Kindern und Jugendlichen. Die Zertifizierung wird jeweils für fünf Jahre vergeben und durch eine unabhängige Kommission beurteilt.
Neben Knonau tragen im Kanton Zürich derzeit auch Fehraltorf, Obfelden, Wangen-Brüttisellen und Rüti das Label «Kinderfreundliche Gemeinde».
Im Kanton Zürich besteht zur Umsetzung der Initiative «Kinderfreundliche Gemeinde» seit 2024 eine Kooperation zwischen UNICEF Schweiz und Liechtenstein, okaj zürich – Kantonale Kinder- und Jugendförderung sowie der Koordinationsstelle Teilhabe des Kantons Zürich. Zudem unterstützt Gesundheitsförderung Schweiz die Initiative seit Anfang 2025 im Rahmen des kantonalen Aktionsprogramms «Ernährung, Bewegung und psychische Gesundheit bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen».
Über UNICEF
UNICEF, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, hat über 75 Jahre Erfahrung in Entwicklungszusammenarbeit und Nothilfe. UNICEF setzt sich in mehr als 190 Ländern und Territorien für die Einhaltung der Kinderrechte ein. Zu den zentralen Aufgaben gehören die Umsetzung von Programmen in den Bereichen Gesundheit, Ernährung, Bildung, Wasser und Hygiene sowie Kinderschutz. UNICEF finanziert sich ausschliesslich durch freiwillige Beiträge und wird in der Schweiz und Liechtenstein durch das Komitee für UNICEF Schweiz und Liechtenstein vertreten.
Hier finden Sie weitere Informationen zur UNICEF-Initiative «Kinderfreundliche Gemeinde».
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Jürg Keim, Medienstelle, Tel.: 044 317 22 41, E-Mail: media@unicef.ch