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Apothekenmonitor 2016: Grosses Vertrauen in Apotheken

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Bern-Liebefeld (ots) - Apothekerinnen und Apotheker sind in den Augen der Schweizer Bevölkerung Gesundheitsprofis, die hohes Vertrauen geniessen. Die aktuelle Umfrage des Forschungsinstituts gfs.bern zeigt auch: Das Interesse an neuen Angeboten aus der Apotheke wie Gesundheits- oder Vorsorgetests ist gross, besonders bei Jungen, Berufstätigen und der im urbanen Raum wohnenden Bevölkerung.

Bei leichten Gesundheitsstörungen ist für einen grösseren Anteil der Bevölkerung der Gang in die Apotheke im 2016 naheliegender als der Besuch beim Arzt, wie aus der Befragung von 1220 Personen hervorgeht. Das dürfte in der Zufriedenheit mit den Serviceleistungen, dem hohen Vertrauen in die Apothekerinnen und Apotheker und der örtlichen Nähe begründet liegen, so die Analyse des Forschungsinstituts gfs.bern. Auch kristallisieren sich soziodemografisch klar umrissene Gesellschaftsgruppen heraus, die sich bei leichten Gesundheitsstörungen deutlich eher an Apotheken wenden; es sind vor allem jüngere, in der Westschweiz lebende Personen und solche mit mittlerer Franchise. Die zunehmende Nähe zu Dienstleistungen, die bisher von der Ärzteschaft angeboten wurden, scheint auch zu einem Anstieg in der gewünschten Servicequalität geführt zu haben.

Interesse an neuen Dienstleistungen steigt

Das erweiterte Dienstleistungsportfolio der Apotheken ist mittlerweile im öffentlichen Bewusstsein verankert: Während etablierte Angebote wie Beratungen zu Medikamenten konstant hohes Interesse hervorrufen, steigt die Aufmerksamkeit für neue Leistungen wie Diabetes- oder Darmkrebs-Tests. «Die Platzierung neuer Angebote kann als erfolgreich beschrieben werden», folgern die Autoren des Monitors.

Im Vergleich zu den beiden Vorjahren ist im Jahr 2016 die Diskussion rund um Preise von Dienstleistungen und Medikamenten deutlich weniger prägend als in den letzten Jahren, auch steigt insgesamt die Zahlungsbereitschaft für einzelne Dienstleistungen. Weiterhin auf tiefem Niveau bewegt sich die Nachfrage nach dem Online-Versand von Medikamenten. Offensichtlich wird der direkte Kontakt in der Apotheke geschätzt, denn je stärker die Abneigung gegen Online-Versandapotheken, desto grösser die Zufriedenheit mit dem Service in Apotheken.

Einfache Fälle in der Apotheke beilegen

Weil Apotheken immer mehr zum Eingangstor des Gesundheitswesens werden und sich ihre Rolle weg vom reinen Medikamentenverkäufer hin zum Gesundheitscoach und Dienstleister wandelt, steigen auch die Anforderungen und Erwartungshaltungen, so ein weiterer Befund der Studie.

«Die neuen Rollen und erweiterten Kompetenzen in der Grundversorgung sind für die Apotheken eine Chance», hält Fabian Vaucher, Präsident des Apothekerverbands pharmaSuisse, fest. Mit der Verabschiedung des revidierten Medizinalberufe- und des Heilmittelgesetzes dürfen entsprechend ausgebildete Apothekerinnen und Apotheker in naher Zukunft gesundheitliche Störungen und häufig auftretende Krankheiten diagnostizieren und gewisse, bisher rezeptpflichtige Arzneimittel, die keine Diagnose durch einen Mediziner erfordern, abgeben.

Davon profitieren vor allem die Patienten: Sie erhalten bei akuten einfacheren Erkrankungen praktisch ohne Wartezeiten die benötigte Therapie. Auf der anderen Seite identifizieren Apotheker Patienten, die eine ärztliche Behandlung brauchen, und verhindern mit der Weiterleitung hohe Folgekosten wegen Nichtbehandlung. Auch werden so Hausärzte und Notfalleinrichtungen von Bagatellfällen entlastet, sodass sie sich auf diejenigen Patienten konzentrieren können, die dringend ihre Hilfe benötigen.

Den Bericht zum Apothekenmonitor 2016 finden Sie auf www.pharmaSuisse.org > Dienstleistungen > Apothekenmonitor.

pharmaSuisse setzt sich als Dachorganisation der Apothekerinnen und Apotheker schweizweit für optimale Rahmenbedingungen in der Grundversorgung ein und informiert die Öffentlichkeit über Themen des Gesundheitswesens. Zudem sorgt der Verband für apotheker- und bevölkerungsbezogene Dienstleistungen wie beispielsweise eine fachgerechte pharmazeutische Beratung. Dem Verband gehören rund 5'500 Mitglieder bzw. 1'350 Apotheken an. www.pharmasuisse.org

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