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17.11.2020 – 13:33

Universität St. Gallen

Der neueste Global Trade Alert untersucht Auswirkungen der Pandemiepolitik

Der neueste Global Trade Alert untersucht Auswirkungen der Pandemiepolitik
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Sehr geehrte Medienschaffende

Unter dem Titel «Collateral Damage» befasst sich der jüngste Bericht des «Global Trade Alert» mit den Nachbeben der Abschottungspolitik, die aufgrund des globalen Ausbruchs des Coronavirus aufgetreten sind. Die HSG-Aussenhandelsexperten Professor Simon Evenett und Johannes Fritz, Ph.D., haben gemeinsam mit einem internationalen Team von Forschenden die Auswirkungen der Pandemiepolitik analysiert. Die wichtigsten Punkte im Überblick:

- Der Ausbruch der COVID-19-Pandemie bedeutete für die Regierungen die zweite systemische Wirtschaftskrise innerhalb von weniger als 15 Jahren. In diesem Jahr geriet die Politikgestaltung ins Trudeln, als die Staaten zu Recht Schritte zum Schutz der öffentlichen Gesundheit und zur Stabilisierung ihrer Volkswirtschaften unternahmen.

- Einmal mehr stand das Welthandelssystem vor einer grossen Belastungsprobe. Wenn es zu Krisen kommt, versuchen staatliche Stellen und politische Entscheidungsträger die Besorgnis über negative Auswirkungen des Handels zu besänftigen und greifen oft auf protektionistische Massnahmen zurück. Der Report hat Informationen über mehr als 2000 globale handelspolitische Interventionen dokumentiert und analysiert, die in den ersten zehn Monaten des Jahres 2020 ergriffen worden sind. Die aufgetretenen Kollateralschäden waren nicht unvermeidlich. Der jüngste Bericht bestätigt, dass die Auswirkungen auf die einzelnen Länder in diesem Zeitraum sehr ungleichmässig waren. Der Global Trade Alert vergleicht auch die politische Reaktion in diesem Jahr mit der im Jahr 2009 während der globalen Finanzkrise.

- Der Bericht zeigt, dass bis zum 31. Oktober 2020 weltweit insgesamt 2031 politische Interventionen mit Auswirkungen auf den internationalen Handel eingeführt wurden. Das sind 74% mehr als im gleichen Zeitraum des Jahres 2019 und 147% mehr als im Durchschnitt der Jahre 2015-2017, den Jahren bevor der Handelskonflikt zwischen den Vereinigten Staaten und China richtig losging.

- Nur 27% (oder 554) dieser 2031 politischen Interventionen kamen den Handelspartnern zugute.

- 37 Staaten sahen ihre Handelsinteressen von 100 oder mehr Reformen bei Handelspartnern vertreten. Dagegen bestätigen 58 Staaten, dass ihre Handelsinteressen 100 Mal oder öfter eingeschränkt und beschädigt wurden. 

Der Global Trade Alert untersucht seit November 2008 weltweit industriepolitische Massnahmen, die von Regierungen ergriffen werden. Der Bericht erscheint regelmässig und steht unter der Leitung von Prof. Dr. Simon Evenett am Schweizerischen Institut für Aussenwirtschaft und Angewandte Wirtschaftsforschung (SIAW-HSG) der Universität St.Gallen.

Sie finden den aktuellsten Gesamtbericht zur COVID-19-Krise hier im Web.

Kontakt für Rückfragen in Englisch:

Prof. Simon Evenett, Ph.D.

Ordentlicher Professor für Aussenwirtschaft und Entwicklung

simon.evenett@unisg.ch, +41 71 224 23 15, www.siaw.unisg.ch, www.globaltradealert.org

Kontakt für Rückfragen in Deutsch:

Johannes Fritz, Ph.D.

Wissenschaftlicher Mitarbeiter am SIAW-HSG

johannes.fritz@unisg.ch, +41 71 224 31 39, www.siaw.unisg.ch,www.globaltradealert.org

(Bild: Pixabay/ geralt)

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