Medienmitteilung: «Glück oder Frust? Das entscheidet sich im Treppenhaus»
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Medienmitteilung
Repräsentative Comparis-Befragung zum Umgang mit Nachbarn
Glück oder Frust? Das entscheidet sich im Treppenhaus
Zwei Drittel der Schweizerinnen und Schweizer sagen, ein guter Kontakt zu Nachbarn sei entscheidend für ihre Wohnzufriedenheit. Gleichzeitig funktioniert das Zusammenleben erstaunlich gut: 82 Prozent fühlten sich im letzten Jahr in ihrer Nachbarschaft nie unsicher, 65 Prozent sind zufrieden oder sehr zufrieden. «Wir diskutieren über Quadratmeterpreise – aber das Wohngefühl entsteht im Treppenhaus», sagt Comparis-Immobilienexperte Harry Büsser.
Zürich, 26. Februar 2026 – In einem dicht besiedelten Land wie der Schweiz ist Nachbarschaft kein Nebenschauplatz – sie gehört zum Alltag. Und sie ist entscheidend dafür, wie zufrieden Menschen mit ihrem Zuhause sind. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Internet-Vergleichsdienstes Comparis mit dem grössten Immobilienportal der Schweiz. 66 Prozent der Befragten geben an, ein guter Nachbarschaftskontakt sei wichtig bis sehr wichtig für die eigene Wohnzufriedenheit. «Wir reden ständig über Mietpreise. Aber ein schlechtes Verhältnis im Treppenhaus kann jede Traumwohnung entwerten», sagt Comparis-Immobilienexperte Harry Büsser. «Miete, Lage, Ausstattung – alles wichtig. Aber ob man sich zu Hause fühlt, entscheidet oft der Mensch nebenan», sagt Büsser.
Nachbarschaft ist besonders für Ältere, Familien und Romands wichtig
Dabei ist drei Vierteln der über 55-Jährigen der gute Kontakt zur Nachbarschaft ein wichtiges Anliegen. Das ist signifikant häufiger als bei den jüngeren Befragten (68 Prozent der 36- bis 55-Jährigen und 55 Prozent der unter 36-Jährigen). Ebenfalls ist das Thema in der Romandie deutlich wichtiger (76 Prozent) als in der Deutschschweiz (63 Prozent) sowie bei Haushalten mit Kindern (71 Prozent gegenüber 64 Prozent ohne Kinder).
Mindestens einmal wöchentlich Kontakt mit Nachbarn
71 Prozent der Befragten haben mindestens einmal wöchentlich persönlichen Kontakt zu mindestens einer Person in der Nachbarschaft. 10 Prozent treffen sogar täglich mindestens einen Nachbarn oder eine Nachbarin. Ein Drittel hat mehrmals wöchentlich Kontakt zu den Nachbarn. «In einem Mietland wie der Schweiz entstehen viele Begegnungen ganz automatisch – im Lift, im Treppenhaus oder im Waschraum», so Büsser.
Vier von fünf Befragten fühlen sich wohl und sicher mit den Nachbarn
Die Schweizerinnen und Schweizer scheinen sich zudem gut mit ihrer Nachbarschaft arrangiert zu haben. 82 Prozent der Befragten gaben an, sich in den letzten 12 Monaten nie in ihrer Nachbarschaft unwohl oder unsicher gefühlt zu haben. «Das ist eine gute Nachricht. Trotz Verdichtung und Wohnungsnot funktioniert das Zusammenleben in der Schweiz erstaunlich gut», sagt Büsser.
65 Prozent sind erklärtermassen zufrieden bis sehr zufrieden mit ihrer Nachbarschaft. Anteilig besonders zufrieden sind die über 55-Jährigen (71 Prozent gegenüber 65 Prozent in der mittleren Altersgruppe und 60 Prozent bei den unter 36-Jährigen). «Je älter Menschen werden, desto wichtiger wird das soziale Netz vor der Haustür. Nachbarschaft ersetzt kein soziales System – aber sie ergänzt es.»
In Agglomerationen wohnen besonders zufriedene Nachbarn
Besonders hoch ist das gute Auskommen mit Nachbarn in den Agglomerationen (73 Prozent gegenüber 61 Prozent in Städten und 63 Prozent auf dem Land). «Ausgerechnet dort, wo man oft von anonymen Schlafstädten spricht, scheint das soziale Klima am stabilsten. Die Agglomeration scheint das beste Gleichgewicht zu bieten: genug Nähe für soziale Kontakte, aber weniger Anonymität als in den Städten», sagt Büsser.
Zudem fühlen sich 48 Prozent der Befragten gut bis sehr gut von der Nachbarschaft unterstützt, wenn es um kurzfristige Hilfe oder kleine Gefälligkeiten geht. Das gilt besonders für die Altersgruppen über 36 Jahre. Zudem ist Nachbarschaftshilfe deutlich ausgeprägter in der Deutschschweiz (51 Prozent) als in der Romandie und im Tessin (je 41 Prozent). «In der Romandie scheint Nachbarschaft stärker Teil der Alltagskultur zu sein. In der Deutschschweiz ist man tendenziell zurückhaltender – aber nicht unfreundlicher», so Büsser.
Das Fazit des Comparis-Experten: «Eine gute Nachbarschaft ist unbezahlbar. Und sie kann jede Wohnung aufwerten – oder ruinieren.»
Methodik
Die repräsentative Befragung wurde durch das Marktforschungsinstitut innofact im Auftrag von comparis.ch im Dezember 2025 unter 1’049 erwachsenen Personen in allen Regionen der Schweiz durchgeführt.
Weitere Informationen:
Harry Büsser Immobilienexperte Telefon: 044 360 53 91 E-Mail: media@comparis.ch comparis.ch
Über comparis.ch
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