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Bundesamt für Strassen ASTRA

ASTRA: Massnahmen gegen Lastwagenstaus wegen deutscher LKW-Maut beschlossen

Bern (ots)

Erhöhung der Anzahl Maut-Terminals und
fremdsprachenkundige Informationsteams als Hilfestellung für 
Chauffeure: mit diesen beiden Massnahmen sollen die befürchteten 
Lastwagenstaus an der Grenze nach Deutschland als Konsequenz der 
Einführung der deutschen LKW-Maut möglichst vermieden werden. Dies 
sind die Hauptresultate der vom Bundesamt für Strassen ASTRA 
eingesetzten deutsch- schweizerischen Koordinationsgruppe zur 
Begleitung der Einführung der deutschen LKW-Maut. In die 
Vorbereitungen werden auch die Lastwagenverbände einbezogen. Ziel 
ist ein möglichst gutes Handling der am 2. November in Kraft 
tretenden deutschen LKW-Maut durch Schweizer und internationale 
Transporteure.
Entgegen den bisherigen deutschen Beschlüssen wird die LKW-Maut 
nicht schon ab dem 31. August, sondern erst ab dem 2. November 
erhoben. Der zweimonatige Aufschub soll eine gebührenfreie 
Einführungsphase ermöglichen und erlaubt eine optimalere 
Vorbereitung der Betriebsabläufe an den beiden betroffenen 
Grenzübergängen (Basel / Weil am Rhein und Thayngen – Bietingen), 
insbesondere aber mehr Zeit für die Transporteure bezüglich Wahl des 
Einbuchungssystemes und Ausbildung ihres Personals.
Von den Transporteuren wird entscheidend abhangen, welche 
Auswirkungen die Einführung der deutschen LKW-Maut auf das 
Verkehrsgeschehen im Grenzbereich Deutschland – Schweiz haben wird. 
Eine automatische Einbuchung mit einer deutschen OBU (On Board Unit) 
oder eine Einbuchung per Internet haben grundsätzlich keine 
Auswirkungen auf den Verkehrsfluss. Nur die manuellen Einbuchungen 
am Terminal kosten Zeit (vor allem in der Startphase). Damit die 
Rückstaus vor den Zollanlagen in Basel / Weil am Rhein und Thayngen 
vermieden bzw. verringert werden können, beginnt die Testphase an 
der Grenze erst im Oktober. Im September haben die Chauffeure die 
Möglichkeit an den Maut-Terminals im Landesinneren von Deutschland 
zu üben. Zusätzlich haben sich die deutschen Betreiber bereit 
erklärt, die von schweizerischer Seite geforderte Anzahl 
Mautstellenterminals zu installieren. Sie werden an den 
Mautstellenstandorten auch fremdsprachenkundige Informationsteams 
einsetzen, um den Chauffeuren beim Einbuchen behilflich zu sein. Ein 
entsprechendes Kommunikationskonzept wurde verabschiedet.
Das manuelle Einbuchen muss nicht an der Grenze geschehen, es kann 
grundsätzlich an jeder beliebigen Mautstelle erfolgen. Der Absicht 
der deutschen Betreiber, Mautstellen auch auf schweizerischen 
Raststätten einzurichten, konnte seitens der betroffenen Kantone 
nicht zugestimmt werden, da die beschränkten LKW-Parkplätze schon 
heute überbelegt sind und es deshalb zu gefährlichen Rückstaus auf 
die Autobahn führen würde. Geprüft wird die Möglichkeit, allenfalls 
in der Schweiz Maut-Terminals einzurichten, an Orten wo die 
Chauffeure ohnehin zum kurzzeitigen Anhalten gezwungen sind und die 
Maut-Einbuchung ohne grossen Zeitverlust erfolgen könnte. Da auf 
deutscher Seite vor dem Beginn der mautpflichtigen Strecke 
(Neuenburg) der A 5 auch zu wenig geeignete Standorte für 
Mautstellen vorhanden sind, hat die Schweizer Delegation beantragt, 
die Möglichkeit einer nachträglichen Einbuchung zu prüfen, zumindest 
im Falle grösserer Rückstaus vor der GZA Basel / Weil am Rhein.
Dies sind die Resultate der zweiten Sitzung der deutsch- 
schweizerischen Koordinationsgruppe zur Begleitung der Einführung 
der deutschen LKW-Maut, die heute in Basel unter der Leitung von 
Willy Burgunder, stellvertretender Direktor des Bundesamtes für 
Strassen stattfand.
Die nächste Arbeitsphase dient der konkreten Umsetzung der 
beschlossenen Massnahmen und des Kommunikationskonzeptes.

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