Bundesamt für Landwirtschaft

BLW: Der Einsatz von Ökofutter in der Tierhaltung ist einheitlich geregelt

      (ots) - Schweine- oder Geflügelhalter, welche Ökofutter
einsetzen wollen,
können jetzt die fakul-tativen Module 6 und 7 der Suisse-Bilanz
anwenden. Wird Ökofutter eingesetzt, kann ein gegenüber den
Grundlagen der Düngung 01 (GRUDAF01) abweichender Nährstoffanfall
geltend gemacht werden. Die bisherigen Berechnungsmethoden werden
bis längstens am 31. Dezember 2003 anerkannt.
Der Einsatz von Ökofutter bei Schweinen, Jung- und Legehennen
erlaubt, die N- und/oder
P-Anfallswerte gegenüber den Standardanfallswerten der GRUDAF 01 zu
reduzieren. Die Öko-futter weisen reduzierte Phosphor- und
Stickstoffgehalte auf, die Nährstoffausscheidung der Tiere wird
dadurch geringer.
Den Landwirten stehen zwei Berechnungsmöglichkeiten mit
unterschiedlich hohem administra-tivem Aufwand zur Auswahl:
· Bei der Linearen Korrektur nach Futtergehalten (Modul 6) wird der
Nährstoffanfall pro Tierkategorie auf Grund des durchschnittlichen
Futtergehaltes der verfütterten Futtermit-tel berechnet.
· Die Import/Export-Bilanz (Modul 7) bilanziert alle
Bestandesveränderungen sowie alle eingesetzten Futtermittel pro
Produktionszweig.
Die Weisungen zur Berücksichtigung von Ökofuttern in der Suisse-
Bilanz regeln die Rahmen-bedingungen. Die Kantone bestimmen die
Kontrollorgane und regeln die Kostenfolge kantonal.
Im Anhang des gesamten Dokumentes befinden sich die Vereinbarung
über den Einsatz von Ökofuttern, welche mit den
Futtermittellieferanten abzuschließen ist, sowie Aufzeichnungsfor-
mulare zu den beiden Modulen. Letztere können ab 15. Februar 2003
bei den Beratungs-zentralen bezogen werden. Zusätzlich können ab dem
15. Februar die Excel-Tabellen zu den Zusatzmodulen 6 und 7 gratis
von der Website der beiden Beratungszentralen LBL, Lindau
(www.lbl.ch) und SRVA, Lausanne (www.srva.ch) heruntergeladen werden.
Die LBL führt am 19. Februar einen Einführungskurs zu den beiden
Zusatzmodulen durch.
Für weitere Auskünfte:
BLW: Victor Kessler, 031 323 31 34
SRVA: André Zimmermann, 021 619 44 30
LBL: Annelies Übersax, 052 354 97 70
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