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11.06.2005 – 18:32

AstraZeneca GmbH

AstraZeneca stellt ermutigende Ergebnisse der Phase II für GALIDA(TM) (Tesaglitazar) vor

San Diego, Kalifornien (ots/PRNewswire)

Auf der 65.
wissenschaftlichen Jahrestagung der American Diabetes Association
(ADA) vorgestellte neue Daten der Phase II zeigen, dass GALIDA
(Tesaglitazar) gut verträglich ist (Nebenwirkungen waren
dosisabhängig) und signifikant und dosisabhängig die Glukosekontrolle
und Fettstoffwechsel bei Patienten mit Typ-2-Diabetes (GLAD-Studie)
verbessert. Neue Daten einer zweiten Studie (SIR) zeigen, dass GALIDA
signifikant und dosisabhängig den postprandialen Glukose- und
Fettstoffwechsel bei Nicht-Diabetikern mit Manifestationen von
Insulinresistenz verbessert. Die Phase-III-Studien für GALIDA sind
noch im Gang.
In der Vergangenheit war die Behandlung von Typ-2-Diabetes
glukozentrisch ausgerichtet und beachtete Störungen des
Blutfettstoffwechsels, mit dem die Krankheit einhergeht, gar nicht
oder nur gering. Die Daten zeigen, dass die Blutzuckerkontrolle
allein nicht ausreicht, um das erhöhte Risiko kardiovaskulärer
Erkrankungen im Zusammenhang mit Typ-2-Diabetes(1) auszuschliessen,
und dass klinische Vorteile beobachtet werden konnten, wenn das
atherogene Lipidprofil bei diesen Patienten behandelt wird(2). ADA
und das National Cholesterol Education Program Adult Treatment Panel
(NCEP ATP III) empfiehlt eine Behandlung des Lipidprofils von
Patienten mit Diabetes (ohne kardiovaskuläre Erkrankung) mit der
gleichen Intensität wie bei Patienten mit kardiovaskulärer
Erkrankung(3).
"Die Ergebnisse von GLAD bestätigen, dass GALIDA mehrere
kardiovaskuläre Risikofaktoren bei Typ-2-Diabetikern verbessert. Auch
wenn wir noch in der Anfangsphase sind, so werden wir doch nach
Auswertung der Phase-III-Daten für GALIDA Potenzial sehen können, um
das Risiko für die Ausbildung mikrovaskulärer als auch
makrovaskulärer Komplikationen im Zusammenhang mit
atherosklerotischen Erkrankungen zu verringern," berichtete
Forschungsleiter Dr. Barry Goldstein, Leiter der Abteilung für
Endokrinologie, Diabetes und Stoffwechselerkrankungen am Jefferson
Medical College im US-amerikanischen Philadelphia.
Die Studie Glucose and Lipid Assessment in Diabetics (GLAD)
erfolgte über 12 Wochen mit Phase-II-Dosierung bei 500 Patienten mit
Typ-2-Diabetes zur Einschätzung des Potenzials von GALIDA für die
Verbesserung mehrerer Risikofaktoren für Gefässerkrankungen. Die
Behandlung mit GALIDA ergab die folgenden plazebo-korrigierten
Resultate:
  • Eine dosisabhängige Verringerung der Nüchternplasmaglukose bis zu 61 mg/dl. Bei der mit 1 mg höchsten verabreichten Dosis in Phase III wurde eine Verringerung von 41 mg/dl beobachtet.
  • Eine dosisabhängige Verringerung der Nüchterntriglyzeride bis zu 41 %. Bei 1 mg wurden Verringerungen von 33 % festgestellt.
  • Eine dosisabhängige Erhöhung an HDL-C. Bei 1 mg wurde eine Erhöhung von 15 % beobachtet.
  • Eine dosisabhängige Reduzierung an LDL-C bis zu 17 %. Eine statistisch unbedeutende Reduzierung von 6 % wurde bei 1-mg-Dosis beobachtet.
  • In derselben Studie erfolgte darüber hinaus eine offene Teilstudie mit 45 mg Pioglitazon. 45 mg Pioglitazon verringerte die Nüchternplasmaglukose um 38 mg/dl, Nüchterntriglyzeride um 8 % und erhöhte HDL-C um 6 % (4).
Neue Daten aus Phase II zu Nichtdiabetikern mit Insulinresistenz,
die für die 12 Wochen dauernde Studie "Study in Insulin Resistance"
(SIR) rekrutiert waren, wurden auch auf der ADA-Tagung vorgestellt.
Sie zeigten, dass GALIDA sowohl den Fett- und Glukosestoffwechsel
nach der Nahrungsaufnahme als auch die
Nüchternapolipoproteinvariablen (Apolipoprotein A-1, B und CIII)
verbessert(5,6). Die Behandlung mit GALIDA verringerte auch den
Anteil von Patienten in der Studienpopulation, die die Kriterien von
NCEP ATP III für das metabolische Syndrom erfüllten(7). 1 mg GALIDA
reduzierte die Prävalenz um 45 % im Vergleich zu einer 6-prozentigen
Verringerung in der Plazebogruppe.
Primäre Ergebnisse aus der Studie "Study in Insulin Resistance"
(SIR) werden in Diabetologia veröffentlicht. Die Behandlung mit
GALIDA war gut verträglich und ergab die folgenden
plazebo-korrigierten Resultate:
  • Eine signifikante und dosisabhängige Verringerung der Nüchterntriglyzeride von 37 % und der Triglyzeride nach Nahrungsaufnahme von 41 % bei einer Dosis von 1 mg.
  • Eine signifikante und dosisabhängige Erhöhung an HDL-C von 16 % bei einer Dosis von 1 mg.
  • Eine signifikante und dosisabhängige Verringerung der Nüchterninsulinkonzentration, Nüchternplasmaglukose und Insulinresistenz (HOMA).
  • Eine signifikante und dosisabhängige Verringerung der freien Fettsäuren bis zu 40 % (8).
Der Forschungsleiter Professor Björn Fagerberg von der
Sahlgrenska-Universitätsklinik im schwedischen Götheborg kommentierte
die Ergebnisse von SIR so: "Die positiven Ergebnisse von SIR zeigen,
dass GALIDA über die klinischen Vorteile eines Wirkstoffs verfügt,
der sowohl den Fett- als auch den Glukosestoffwechsel verbessert
sowie auf die grundliegenden Stoffwechselstörungen im
Krankheitskontinuum von Typ-2-Diabetes und metabolischem Syndrom
abzielt. Also kann GALIDA in Zukunft das Potenzial haben, um das
Einsetzen von Diabetes und kardiovaskulären Komplikationen bei
Patienten mit metabolischem Syndrom zu verhindern oder zu verzögern."
"GLAD und SIR waren beide erfolgreiche Phase-II-Studien und bilden
eine gute Grundlage für das laufende GALIDA-Phase-III-Programm," so
Gunnar Olsson, Vice President und Leiter des kardiovaskulären
Therapiebereichs bei AstraZeneca. "Mit der weltweiten Anstieg der
Prävalenz von Typ-2-Diabetes und dem metabolischen Syndrom steht uns
eine kardiovaskuläre Pandemie mit verheerenden Folgen für die
Betroffenen und auch für das Gesundheitswesen bevor. Eine neue
Therapie wie GALIDA kann vielversprechend sein, da sie auf die
zugrundeliegende Pathophysiologie im Zusammenhang mit Typ-2-Diabetes
und metabolischem Syndrom abzielt," fügte er hinzu.
Hinweise für Redakteure
Weltweite Diabetespandemie
Weltweit leiden beinahe 200 Millionen Erwachsene unter Diabetes,
und es wird angenommen, dass sich diese Zahl bis 2025 fast
verdoppelt(9). In den USA liegt das lebenslange Risiko für eine
Ausbildung von Typ-2-Diabetes bei mehr als 30 % (10). Ein ähnlich
hohes Risiko dafür besteht in Europa(11) und Asien(12). Bei vielen
Menschen, die an Typ-2-Diabetes erkranken, erfolgte eine Progression
zu dieser Erkrankung vom metabolischen Syndrom, einem Zustand, in dem
sie insulinresistent sind und im Zusammenhang damit Störungen von
Fett- und Glukosestoffwechsel haben, jedoch
Nüchternplasmaglukosewerte unter dem Spiegel haben, für den Diabetes
diagnostiziert wird.
Bis zu 80 % der Typ-2-Diabetiker sterben an kardiovaskulären
Erkrankungen(9). Auch für die Betroffenen des metabolischen Syndroms
besteht ein erhöhtes Risiko. Im Vergleich zu nicht von dem Syndrom
Betroffenen ist deren Wahrscheinlichkeit für das Sterben an
Herz-Kreislauf-Erkrankungen doppelt so hoch und die
Wahrscheinlichkeit für einen Herzanfall oder Schlaganfall dreimal so
hoch(13). Für Menschen mit dem metabolischen Syndrom besteht auch das
fünffache Risiko für eine Ausbildung von Typ-2-Diabetes(14).
GALIDA: Lipidmetabolizer und Insulinsensitizer
GALIDA wirkt sowohl als Lipidmetabolizer als auch als
Insulinsensitizer und zielt so auf die zugrundeliegenden
Stoffwechselfehlfunktionen im Krankheitskontinuum von Typ-2-Diabetes
und metabolischem Syndrom ab. GALIDA gehört zu einer neuen Klasse von
Arzneimitteln, die auf die beiden Peroxisom-Proliferator
aktivierenden Rezeptoren (PPAR) Alpha und Gamma einwirken, um die
freie Fettsäurenüberlastung zu verringern und die Insulinresistenz zu
verbessern, die Hauptursachen für Typ-2-Diabetes sind. Erste Daten
zeigen, dass GALIDA vorteilhafte Wirkungen durch die Verbesserung des
Glukosestoffwechsels und die Modifizierung der atherogene
Lipidstörungen hat, die mit Typ-2-Diabetes im Zusammenhang stehen (da
es die Konzentration des guten Cholesterols HDL-C erhöht und die
Triglyzeridkonzentration senkt).
AstraZeneca ist ein grösseres internationales Pharma-Unternehmen,
das sich mit der Forschung, Entwicklung, Herstellung und Vermarktung
von rezeptpflichtigen Arzneimitteln und der Bereitstellung von
Diensten für die Gesundheitsfürsorge beschäftigt. Das Unternehmen
gehört mit einem Umsatz von über 21,4 Milliarden US-Dollar zu den
weltweit führenden Pharmafirmen und nimmt im Verkauf
gastro-intestinaler, onkologischer, kardiovaskulärer, neurologischer
und respiratorischer Therapeutika eine führende Position ein.
AstraZeneca ist im Dow Jones Sustainability Index (Global), als auch
im FTSE4Good Index notiert. AstraZeneca hat über 40 Jahre Erfahrung
auf dem Gebiet der kardiovaskulären Medizin und sich die Verlängerung
der Lebenszeit und die Verbesserung der Lebensqualität zum Ziel
gesetzt, was durch das Verringern des Risikos, der Prävalenz und des
Einflusses von Herz-Kreislauf-Erkrankungen erreicht werden soll.
AstraZeneca verfügt über ein umfassendes Produktportfolio gegen
Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wozu u. a. CRESTOR(TM), der erste orale
direkte Thrombininhibitor EXANTA(TM), ATACAND(TM), ZESTRIL(TM),
TENORMIN(TM), SELOKEN ZOK /TOPROL-XL(TM) und PLENDIL(TM) zählen.
Literatur
1. UK Prospective Diabetes Study (UKPDS) Group. Intensive
blood-glucose control with sulphonylureas or insulin compared with
conventional treatment and risk of complications in patients with
type 2 diabetes (UKPDS 33). Lancet 1998; 352(9131):837-53.
2. Rubins HB, Robins SJ, Collins D et al. Diabetes, Plasma
Insulin, and Cardiovascular Disease. Subgroup analysis from the
Department of Veterans Affairs High-Density Lipoprotein Intervention
Trial (VA-HIT). Arch Intern Med 2002; 162(22): 2597-604.
3. Executive summary of the Third Report of The National
Cholesterol Education Program (NCEP) Expert Panel on detection,
evaluation, and treatment of high blood cholesterol in Adults (Adult
Treatment Panel III). JAMA 2001;285:2486-97.
4. Goldstein BJ, Rosentock J, Anzalone D et al. Tesaglitazar
improves glucose and lipid abnormalities in patients with type 2
diabetes. Proceedings of the 65th ADA Scientific Sessions; 2005 June
10-14; San Diego, USA.
5. Fagerberg B, Edwards S, Halmos T et al. Tesaglitazar improves
postprandial lipid handling and glucose tolerance in an
insulin-resistant, non-diabetic population. Proceedings of the 65th
ADA Scientific Sessions; 2005 June 10-14; San Diego, USA.
6. Schuster H, Fagerberg B, Edwards S et al. Tesaglitazar improves
apolipoprotein abnormalities in an insulin-resistant, non-diabetic
population. Proceedings of the 65th ADA Scientific Sessions; 2005
June 10-14; San Diego, USA.
7. Schuster H, Fagerberg B, Edwards S et al. Tesaglitazar reduced
the prevalence of metabolic syndrome and impaired fasting glucose in
an insulin-resistant, non-diabetic population. Proceedings of the
65th ADA Scientific Sessions; 2005 June 10-14; San Diego, USA.
8. Fagerberg B, Edwards S, Halmos T et al. Tesaglitazar, a novel
dual PPAR alpha/gamma agonist, dose dependently improves the
metabolic abnormalities associated with insulin resistance in a
non-diabetic population. Diabetologia. In Press 2005
9. Diabetes Atlas, second edition, International Diabetes
Federation, 2003.
10. Narayan KM, Boyle JP, Thompson TJ, Sorensen SW, Williamson DF.
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11. DECODE Study Group. Age- and sex-specific prevalences of
diabetes and impaired glucose regulation in 13 European cohorts.
Diabetes Care 2003; 26(1):61-69.
12. Qiao Q, Hu G, Tuomilehto J et al. Age- and sex-specific
prevalence of diabetes and impaired glucose regulation in 11 Asian
cohorts. Diabetes Care 2003; 26(6):1770-1780.
13. Isomaa B, Almgren P, Tuomi T et al. Cardiovascular morbidity
and mortality associated with the metabolic syndrome. Diabetes Care
2001; 24(4):683-9.
14. Laaksonen DE, Lakka H-M, Niskanen LK et al. Metabolic syndrome
and development of diabetes mellitus: application and validation of
recently suggested definitions of the metabolic syndrome in a
prospective cohort study. Am J Epidemiol 2002;1456:1070-77.
GALIDA ist ein Warenzeichen der Unternehmensgruppe AstraZeneca.
Weitere Informationen finden Sie unter
www.AstraZenecaPressOffice.com.

Pressekontakt:

Lisa Brockwell, LBHC: vor Ort auf der ADA, Mobiltelefon:
+61-400-160371, E-Mail: lisabroc@bigpond.net.au; Rachael Wood,
PR-Manager, Kardiovaskulärer Therapiebereich, AstraZeneca,
Mobiltelefon: +44-7980-669242, E-Mail: rachael.wood@astrazeneca.com

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