Informelle Justizministerkonferenz des Europarates zur Stärkung der Zusammenarbeit zur Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität
Vaduz (ots)
Am Dienstag, 16. Juni 2026, fand unter dem Vorsitz von Monaco eine Konferenz der Justizministerinnen und Justizminister der Mitgliedsstaaten des Europarates zum Thema "Von Vorschriften zu Ergebnissen: Eine Agenda für die Justiz im Kampf gegen Finanzkriminalität: Effektivität der Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung" statt. Liechtenstein wurde durch Botschafter Domenik Wanger vertreten.
Wirtschaftskriminalität, wie zum Beispiel Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung, ist eine wachsende Bedrohung für einen Rechtsstaat, die demokratische Sicherheit und die Integrität seiner Finanzsysteme. Neue technologische Entwicklungen wie Krypto-Assets, digitale Plattformen und künstliche Intelligenz erschweren die Bekämpfung dieser Delikte. Ziel des Treffens in Strassburg war, einen hochrangigen Dialog über wirksamere justizielle Antworten und über konkrete, messbare Ergebnisse im Kampf gegen Finanzkriminalität zu führen. Damit soll die Finanzkriminalität effektiv durch verbesserte Kooperation der Mitgliedstaaten des Europarats zurückgedrängt werden.
Die Präsidentschaftserklärung von Monaco, die auch von Liechtenstein und 40 weiteren Europaratsstaaten unterstützt wurde, fordert eine entschlossene, besser koordinierte und technisch modernisierte Justiz- und Strafverfolgungspolitik zur wirksamen Bekämpfung der Finanzkriminalität.
Am Vorabend der Justizministerkonferenz fand ein Austausch mit den Justizministern von Monaco und San Marino sowie der Justizministerin von Andorra statt. Besprochen wurden insbesondere die Herausforderungen von kleineren europäischen Staaten bei Fortbildungen von Richterinnen und Richtern sowie von Staatsanwältinnen und Staatsanwälten.
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Ständige Vertretung Strassburg
Domenik Wanger, Botschafter
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