Neue Osnabrücker Zeitung

Kommentar zu Verkehr
Sicherheit

Osnabrück (ots) - Jeder Einzelne gefordert

Kein Wunder, dass die Zahl der Verkehrstoten in den letzten Jahren rapide abgenommen hat. Bei den Fahrzeugen überall Airbags, ABS, bessere Reifen und Bremsen, effektivere Knautschzonen, mehr Fußgängerschutz. Dazu kommen der Ausbau der Verkehrsleitsysteme, eine bessere Absicherung von Baustellen und nicht zuletzt die immensen medizinischen Fortschritte.

All diese Entwicklungen haben dazu geführt, dass verglichen mit alten Horrorzahlen heute deutlich weniger Menschen im Straßenverkehr ihr Leben lassen als früher, obwohl Anfang der 1970er-Jahre sehr viel weniger Fahrzeuge unterwegs waren. Aber jedes Verkehrsopfer ist eines zu viel. Vor diesem Hintergrund ist die Initiative von Verkehrsminister Peter Ramsauer zu begrüßen, die Zahl der Verkehrstoten weiter zu drücken. Dass ihn EU-Beschlüsse dazu zwingen, ist nebensächlich.

Das Ministerium geht mit vielen Ideen ans Werk, deren Umsetzung sinnvoll wäre. Etwa zusätzliche Überholstreifen auf stark frequentierten Landstraßen, um gerade dort die Unfallzahlen zu senken. Auch eine eindringlichere Warnung auf Beipackzetteln von Medikamenten ist ein kleiner Mosaikstein des Gesamtwerks. Viel wichtiger aber ist, was jeder Einzelne ab sofort noch mehr beherzigen kann als bisher: nicht übermüdet ans Steuer, kein Alkohol und keine Medikamente im Straßenverkehr, Fuß vom Gas, und Helm auf beim Radfahren, auch wenn es noch uncool ist.

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