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Berliner Zeitung zu den Aktivitäten der Internetseite Politically Incorrect

Berlin (ots) - Jeder, so postulierte es der liberale Denker, darf sagen und publizieren, was er will. Er darf sogar Fakten unterdrücken, Beweise fälschen, seine Gegner grob attackieren. Denn in der öffentlichen Debatte wird die Wahrheit ohnehin ans Licht kommen. Aber: "Die Freiheit des Einzelnen darf sich nicht zu einer Belästigung für Andere entwickeln." Soweit der einfache Grundsatz. Dem müssen wir jetzt nur noch zum Durchbruch verhelfen. Das ist ohnehin schwierig, aber im Internet erst recht. Schon weil diejenigen, die dort Andere - vorsichtig gesagt - belästigen, nicht mit ihrem Namen und ihrem Gesicht dafür einstehen. In der alten Welt gilt diese Art der Maskerade als feige. In der neuen, digitalen Welt gilt das leider als Normalform der öffentlichen Kommunikation. Hinzu kommt, dass diejenigen, die die technische Infrastruktur bereitstellen, jederzeit ins Ausland ausweichen können, wenn ihnen die deutschen Behörden das Leben schwer machen. Insofern kann der Innenminister nach Recht und Gesetz rufen, durchsetzen kann er es nicht. Gegen Schmutz und Schund hilft folglich nicht die Polizei, jedenfalls nicht allein. Dagegen hilft nur eine kritische Öffentlichkeit, die ihre Scheinwerfer in die dunklen Ecken des Netzes richtet. Damit die Feigen, die Verleumder und die Scheinheiligen sich dort nicht zu allzu bequem einrichten können. Wir werden sie weiter stören.

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