Stiftung Gastro-Audit

Gastroführer guide-bleu.ch tot?

    Chur (ots) - Mit der Ausgabe 2011 vom kommenden Januar erscheint der Gastroführer «guide-bleu.ch» zum letzten Mal. Die Zusammenarbeit mit der gesamten Testredaktion wurde am 26. Oktober 2010 mit sofortiger Wirkung gekündigt. "Das zurückhaltende Interesse von Partnern, Inserenten und Abonnenten hat uns zu diesem Schritt bewogen" - liest man in der Kündigung.

    Diese Entwicklung war vorauszusehen. Für den langjährigen Chefredaktor Tony Honegger, Urheber des 2008 bei guide-bleu.ch eingeführten Audits, öffneten sich damit neue Wege. Honeggers Einstellung "Wirte sind keine Melkkühe" oder "Gastroguides die lediglich in Restaurants aufliegen, sind für Wirte kein Rezept zur Kundengewinnung" - haben diesen Eklat herbeigeführt. Während der Brunner Verlag die Rechte an guide-bleu an einen Berner Verlag abtritt, formiert Honegger das Gros seiner bewährten Crew auf den 1.1.2011 in der Stiftung «Gastro-Audit» mit Sitz in Chur.

    Wirte wie Konsumenten werden nun von zwei neuen Seiten bearbeitet. Einerseits über einen kommerziell ausgerichteten Verlag mit dem alten/neuen Guide-Bleu, anderseits über eine nicht gewinnorientierte Stiftung mit dem «Gastro-Audit». Beide Ideen müssen sich nicht zwingend beissen. Mit der Erkenntnis, dass Gastroführer der alten Schule aussterben, muss ein Verlag die bislang mageren Einkünfte von Inserenten und Abonnenten steigern können, die Stiftung hingegen hat den Vorteil, gerade darauf nicht angewiesen zu sein.

    Die Zielsetzungen der Stiftung sind bekannt: es ist die Methode, nicht die Antwort auf guide-bleu.ch.

    - Überprüfung von Restaurants über ein fakultatives, kostenpflichtiges Audit

    - Wertschöpfung heimischer Ressourcen

    - Förderung kulinarischer Authentizität der Regionen

    - Beobachtung der Saisonalität im Angebot

    Als nichtgewinnbringende Organisation stellt die Stiftung «Gastro- Audit» Schlussresultate und Bemerkungen ihrer Arbeiten allen Medien und Gastroführern aktuell und kostenlos zur Verfügung. Betriebe mit überdurchschnittlichen Resultaten erhalten eine spezielle Auszeichnung.

    Gastroführer der alten Schule sterben aus! Wirte brauchen mehr als die Zurschaustellung schlechter Leistungen. Die Branche serbelt, sie zeigt die häufigsten Konkurse. Was sie jetzt braucht ist Coaching mit Respekt auf die Werte ihres ureigenen Umfeldes - das ist die Antwort zur Methode.

    Das Team von «Gastro-Audit» stellt sich mit seiner langjährigen Erfahrung engagiert wie subtil dieser Herausforderung.

ots Originaltext: Stiftung Gastro-Audit
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