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Personalverband des Bundes: Fehlstart beim neuen Lohnsystem

    Bern (ots) - Der Bundesrat hat einmal mehr die fundamentalsten Regeln der Sozialpartnerschaft missachtet. Der PVB ist empört über die Entscheide des Bundesrats in Sachen Personalpolitik. Bevor die Personalverbände am 30. Januar 2007 mit BR Merz eine Aussprache über das neue Lohnsystem in der Bundesverwaltung führten, delegiert er in Sachen Lohn weitgehende Kompetenzen an die Departemente. Der oberste Personalchef - Bundesrat Hans-Rudolf Merz - verabschiedet sich damit von einer ausgewogenen Lohnpolitik beim Arbeitgeber Bund!

    Als Sofortmassnahme hat der Bundesrat die Kompetenzen in der Bewertung der Funktionen neu geregelt und damit gleichzeitig die Bundespersonalverordnung geändert, einmal mehr ohne die Personalverbände zu begrüssen.

    Mit dem aktuellen Entscheid (Kompetenzdelegation bis zu einer Besoldung von Fr. 180'000) ist eine Ausgewogenheit der Besoldung unter den Departementen nicht mehr gewährleistet. Dieser Entscheid hat sowohl für das aktuelle als auch für ein allfälliges zukünftiges Lohnsystem einschneidende Konsequenzen.

    Aus der Sicht des PVB ist es fraglich, ob überhaupt noch auf ein Projekt "Neues Lohnsystem" eingetreten werden kann. Der Willkür ist jetzt schon Tür und Tor geöffnet worden.

    Dass die Departemente diesen Entscheid mehrheitlich begrüssen ist verständlich. Aus der Sicht des Arbeitgebers Bund wird aber damit ein bundesinterner Markt ausgelöst, das kann weder im Sinne der Mitarbeitenden noch der Steuerzahlenden sein. Es entspricht übrigens auch nicht der Meinung der Experten.

ots Originaltext: Personalverband des Bundes (PVB)
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Hans Müller
Generalsekretär PVB
Tel.: +41/79/406'93'38



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