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KV Schweiz zur 11. AHV-Revision: Sozialpolitischer Fehlentscheid des Nationalrates

    Zürich (ots) - Für den KV Schweiz ist der heutige Entscheid des Nationalrates sozialpolitisch unverständlich. Der Verzicht auf jegliche Abfederung des flexiblen Altersrücktritts trifft in erster Linie Angestellte mit kleinen und mittleren Einkommen. Besonders hart ist der Entscheid für viele Frauen, die keine oder keine ausreichende 2. Säule haben. Der vorzeitige Altersrücktritt bleibt ein Privileg der Gutverdienenden.

    Die heutigen Entscheide des Nationalrates sind für viele Arbeitnehmende und ihre Organisationen ein Affront. Die Erhöhung des Rentenalters für Frauen von 64 auf 65 ist bereits bei ihrer Ankündigung vor über zehn Jahren mit dem Versprechen verbunden worden, parallel für beide Geschlechter eine sozial verträgliche Vorbezugsregelung einzuführen. Davon ist der Nationalrat nun völlig abgewichen. Mit dem Verzicht auf jegliche Abfederung des Altersrücktritts werden die Schwierigkeiten bagatellisiert, denen die über 60 Jahre alten Arbeitnehmenden auf dem Arbeitsmarkt begegnen.

    Für den KV Schweiz ist ein Verzicht auf eine sozial abgefederte Regelung des Altersrücktritts weiterhin undenkbar. Für alle älteren Arbeitnehmenden, die nach wie vor Mühe haben, sich auf dem Arbeitsmarkt zu behaupten, will der KV Schweiz weiterhin eine würdige Lösung. Nach dem Entscheid des Nationalrates bietet sich offensichtlich nur noch die Initiative des SGB an. Diese Vorlage greift Forderungen auf, die der KV Schweiz bereits in den 90er-Jahren in einer eigenen Initiative erhoben hat.

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