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Aussenhandel im 1. Halbjahr 2005: Chemie/Pharma steigert Exporte um 8%

    Zürich (ots) - Die schweizerische chemische und pharmazeutische Industrie steigerte die Exporte im 1. Halbjahr 2005 gegenüber dem Vorjahr um 8.2%. Sie erreichte damit einen Anteil von 36.1% (VJ: 34.9%) an den Gesamtexporten der Schweiz. Gleichzeitig nahmen auch die Einfuhren kräftig zu (12.0%). Der Exportüberschuss der chemischen und pharmazeutischen Industrie erhöhte sich damit um weitere 3.3% auf CHF 11.6 Mrd.

    Exporte nach Sparten

    Der Exporterfolg des letzten Jahres der chemischen und pharmazeutischen Industrie konnte nur dank Steigerungen in einigen wenigen Sparten fortgesetzt werden: Insbesondere bei pharmazeutischen Produkten und den Diagnostika stiegen die Exporte um weitere 12.2% gegenüber der Vorjahrsperiode und erreichten CHF 20.0 Mrd. oder 72.3% der Gesamtexporte der Branche. Ebenfalls kräftig wuchsen die Exporte von Schädlingsbekämpfungsmittel mit 12.1%. Infolge stark steigender Rohmaterialkosten mussten die organischen Erzeugnisse und Farbkörper beträchtliche Einbussen hinnehmen. In den meisten anderen Sparten stagnierten die Exporte auf Vorjahresniveau.

Sparten                                    Exporte in         Änderung        Anteil %
                                                Mrd. CHF            in %


Organische Erzeugnisse          1'854.9                -10.2                6.7
Pharmazeutische Produkte,

Vitamine, Diagnostika          20'038.8                 12.2              72.3

Schädlingsbekämpfungsmittel  1'161.3                 12.1                4.2

Farbkörper                              1'189.3                 -6.3                4.3

Ätherische Öle, Riech-
und Aromastoffe                         740.6                  1.9                2.7

übrige Sparten                         2727.5                  2.4                9.8

Total                                    27'712.4                  8.2            100.0

    Exporte nach Regionen

    Die Ausfuhren nach Europa wuchsen mit 8.3% ein weiteres Mal beträchtlich und erreichten CHF 18.9 Mrd., was über 2/3 aller Exporte der Branche entspricht (64.1% in die EU). Die um 3.1% zurückgegangenen Exporte nach Deutschland (Anteil 14.6%) konnten durch Exportsteigerungen insbesondere nach Spanien (17.7%, Anteil 7.2%), Frankreich (17.3%, Anteil 9.8%), Grossbritannien (9.6%, Anteil 4.6%) und Italien (6.3%, Anteil 11.0%) wettgemacht werden. Auch die Exporte nach Irland haben mit 8.7% wieder zugenommen. Erholt haben sich die Exporte in die USA (11.6%, Anteil: 9.8 %) nach dem sie in der Vorjahresperiode um 2.6% abgenommen haben. Erfreulich entwickelten sich die Exporte nach China (33.6%, Anteil: 1.2%), während die Exporte nach Japan (2.3%, Anteil: 4.1%)  stagnierten.

Region                          Exporte in          Änderung        Anteil %
                                    Mrd. CHF              in %


Europa                          18'920.3                8.3              68.2
  davon EU                    17'756.6                8.3              64.1

Nordamerika                    3'637.5              14.5              13.1

Lateinamerika                    993.6              -1.0                3.6

Asien                              3'426.5                3.3              12.4

übrige Regionen                 734.5              12.8                2.7

Welt                              27'712.4                8.2            100.0

    Importe

    Insgesamt importierte die chemische und pharmazeutische Industrie für CHF 16.1 Mrd. 84.7% aller Importe (CHF 13.6 Mrd.) stammten aus der Europäischen Union. Mit knapp einem Viertel ist Deutschland das weitaus wichtigste Importland, gefolgt von Irland mit 14.4%, Italien mit 11.3% und Frankreich 9.7%. Der Anteil anderer wichtiger Importregionen nahm leicht zu: Nordamerika (Anteil: 7.9%), Asien (Anteil: 4.7%).

ots Originaltext: Schweizerische Gesellschaft für Chemische Industrie
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