Epilepsie-Liga

Hugo Kahn-Preis: Preis für Epilepsieforscherin

Die Preisträgerin PD Dr. Fabienne Picard mit Bankier Hugo Kahn.

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    Zürich (ots) - Der Hugo-Kahn-Preis für Epileptologie zur
Unterstützung wissenschaftlicher Arbeiten von jüngeren Forschenden
aus dem Gesamtgebiet der Epilepsie wurde vor kurzem in Zürich an die
Privatdozentin Fabienne Picard für ihre Arbeiten im Bereich der
Genetik von Epilepsie vergeben.

    Preisträgerin Fabienne Picards ausgezeichnete Studie "Beitrag der Genetik zum Verständnis von Epilepsie" ist unter anderem deswegen von grossem klinischen Interesse, weil sie  beim Verständnis der Mechanismen von Epilepsien hilfreich ist und nicht zuletzt auch zur Entwicklung neuer wirksamer Therapien beitragen kann. Der Hugo-Kahn-Preis ist mit 10'000 Franken dotiert und konnte 2006 bereits zum dritten Mal vergeben werden. Die Unterstützung der Epilepsieforschung ist sehr wertvoll, denn für rund ein Drittel der Patienten kann mit den heute bekannten Therapiemethoden noch keine ausreichende Besserung erzielt werden. In der Schweiz sind etwa 60'000 Menschen von der Krankheit betroffen, davon 10'000 Kinder. Zunehmend erkranken auch ältere Personen.

    Genetische Spuren

    Fabienne Picard besuchte über Jahre hinweg Patienten mit familiären fokalen oder generalisierten Epilepsien zu Hause, um sie zu untersuchen, Fragebögen auszufüllen und Blutproben zu entnehmen. Sie baute mit Genetikern ein Netzwerk auf, das schliesslich zur Entdeckung von entsprechenden genetischen Links und Genen führte. Um die zellulären Folgen der molekularen Defekte genauer zu untersuchen, engagierte sie sich zusätzlich bei elektrophysiologischen Untersuchungen. In Zusammenarbeit mit dem Neuroimaging Center in Orsay bei Paris konnte die Forscherin, welche an der Neurologischen Universitätsklinik Genf tätig ist, nachweisen, dass sich bei familiärer Frontallappenepilepsie eine erstaunliche Veränderung der normalen Verteilung nikotinischer Acetylcholinrezeptoren im Gehirn findet.

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