Schweizerischer Gewerkschaftsbund SGB

SGB interveniert beim Bundesrat zu SBB-Cargo: Arbeitsplätze erhalten - Verlagerungsziele nicht Wettbewerbsdogmen opfern

    Bern (ots) - Der SGB hat heute den Bundesrat in einem Brief an seine dreifache Verantwortung für die SBB Cargo erinnert.

    - Regionalpolitisch ist es nicht zu verantworten, dem Tessin jetzt hochwertige Arbeitsplätze wegzunehmen. Die Qualität der SBB-Werkstätten in Bellinzona ist nicht in Frage gestellt. Der Standort an der Gotthardstrecke ist ideal. Diese Arbeitsplätze sind deshalb zu erhalten - in Bellinzona!

    - Als SBB-Eigner muss der Bundesrat für den langfristigen Erhalt der gefährdeten Arbeitsplätze Verantwortung übernehmen und die Fehlentscheide, die die heutigen Probleme verursachten, korrigieren.

    - Verkehrspolitisch sind die vom Volk beschlossenen Ziele zur Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene zu erfüllen. Sie dürfen nicht dem Wettbewerbsdogma geopfert werden.

    Der SGB ist überzeugt, dass die jüngsten Entwicklungen Folge einer falschen Politik sind: Die Schweiz hat im Bahngüterverkehr ihr Schienennetz zu schnell für den rücksichtslosen Konkurrenz-kampf geöffnet. 10 Jahre Wettbewerb haben die Erreichung der verkehrspolitischen Ziele nicht gefördert sondern behindert. Der SGB fordert den Bundesrat deshalb auf, wieder für eine Verkehrspolitik aus einer Hand zu sorgen: Die destruktive Konkurrenz zwischen den Bahnen - notabene auch zwischen SBB und BLS - ist zu beseitigen. Der Bund muss wieder für Ordnung sorgen und die Verlagerungsziele u. a. mit internationaler Kooperation erreichen.

Kontakt:
SCHWEIZERISCHER GEWERKSCHAFTSBUND
Auskunft: Rolf Zimmermann: Tel. 031/377 01 21



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