Schweizerischer Gewerkschaftsbund SGB

SGB zum internationalen Tag der Jugend: Mehr Bildung und Beschäftigung statt mehr Strafe

Bern (ots) - Für viele Jugendliche in der Schweiz ist der Internationale Tag der Jugend, der 12. August, kein Freudentag: Seit Jahren fehlen Lehrstellen und Beschäftigungsmöglichkeiten im Anschluss an die Erstausbildung. Auch die neusten Arbeitslosenzahlen des seco vom 8. August bestätigen: Der Aufschwung nützt den Jugendlichen am wenigsten. Bei allen Alterskategorien geht die Arbeitslosigkeit zurück, selbst bei den über 50jährigen - ausser bei den 15- bis 24jährigen. Aber auch für diejenigen, die eine Lehrstelle gefunden haben, sind die Probleme nicht vorbei. So zeigt die Suva in ihrer für den 12. August lancierten Präventionskampagne für Lehrlinge: Wer eine Lehrstelle hat, setzt sich einem hohen Berufsrisiko aus. Das Berufsunfallrisiko eines Lehrlings ist rund 1,7 Mal grösser als bei Ausgelernten. Dieses hohe Unfallrisiko dürfte sich trotz nützlicher Suva-Präventionskampagne noch erhöhen, wenn das vom Parlament durchgesetzte tiefere Jugendschutzalter vom Bundesrat nicht mit einer wirkungsvollen Jugendschutzverordnung aufgefangen wird. Die Lehrlinge brauchen ihre Rechte mehr denn je. Sie müssen sie aber auch kennen. Rechtzeitig auf den Tag der Jugend und den Schul- und Lehranfang hin hat deshalb die Jugendkommission des Schweizerischen Gewerkschaftsbund (SGB-Jugend) den Ratgeber „Ich kenne meine Rechte – Lehrlings- und Jugendrecht von A bis Z“ neu aufgelegt – erstmalig auch in italienischer Sprache (s. www.gewerkschaftsjugend.ch). Die Suva- und die SGB-Instrumente nützen den Jugendlichen für ihre Zukunft mehr als die unglaubwürdige, wahlkampfmotivierte Diskussion über „Jugendgewalt“ mit der Forderung nach verschärften Jugendstrafen. Auskunft: Peter Sigerist, Tel. 031-377 01 23 oder 079-404 56 85

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