MIGROS BANK

Migros Bank mit stabiler Gewinnentwicklung

Zürich (ots) - Die Migros Bank konnte sich im schwierigen Zinsumfeld des Geschäftsjahrs 2015 gut behaupten. Zwar verursachten die Negativzinsen deutlich höhere Bilanz-Absicherungskosten und belasteten dadurch den Erfolg aus dem Zinsengeschäft. Aber die erfreuliche Entwicklung im Kommissions- und Handelsgeschäft sowie das strikte Kostenmanagement führten zu einem Gewinn leicht über dem Vorjahresniveau.

Auch im zurückliegenden Jahr hielt der Zuwachs an bilanziellen Kundengeldern an. Diese stiegen 2015 um CHF 0,8 Mrd. oder 2,5% auf CHF 33,1 Mrd. Dabei nahmen die Kundengelder in Kontoform zulasten der Kassenobligationen zu. Letztere reduzierten sich um 8,7%, während z.B. die Privat- und Premiumkonten um 4,7% zulegten. Die Vorsorgekonten für die Säule 3a wuchsen gar um 5,1%.

Weiterhin positive Entwicklung bei den Hypotheken

Die Hypothekarforderungen nahmen um CHF 1,0 Mrd. oder 3,1% auf CHF 33,6 Mrd. zu. Da-mit konnte ein ansehnliches Volumenwachstum realisiert werden, obwohl die Migros Bank auch 2015 konsequent an ihrer vorsichtigen Kreditvergabepolitik festhielt. Am Bilanzstichtag bestand das Hypothekarportfolio bei den Wohnbauten zu rund 97% aus Ersthypotheken mit einer Belehnungsquote bis 67%. Die durchschnittliche Kredithöhe betrug CHF 328'000 beim Stockwerkeigentum beziehungsweise CHF 432'000 bei den Einfamilienhäusern. Bezogen auf das gesamte Hypothekarportfolio lag der Anteil der Festhypotheken bei knapp 91%.

Die Folgen der Negativzinsen für das Zinsengeschäft

Gemäss ihrer vorsichtigen Risikopolitik hat die Migros Bank das Zinsänderungsrisiko der Bilanz zu einem grossen Teil abgesichert. Die damit verbundenen Kosten haben sich im Berichtsjahr deutlich erhöht, nachdem die Schweizerische Nationalbank im Januar 2015 den Euro-Mindestkurs aufgegeben und dabei ihre Leitzinsen noch weiter unter null gesenkt hatte. Infolgedessen verringerte sich bei der Migros Bank der Netto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft um 5,0% auf CHF 460 Mio. Erfreulich entwickelten sich andererseits der Erfolg aus dem Kommissionsgeschäft (CHF 88 Mio., +6,3%) sowie der Erfolg aus dem Handelsgeschäft (CHF 39 Mio., +9,2%). Das war unter anderem darauf zurückzuführen, dass Kundinnen und Kunden nach der Freigabe des Euro-Mindestkurses vermehrt Transaktionen tätigten. Gleichwohl sank der Geschäftsertrag insgesamt um 2,7% auf CHF 594 Mio. Schlüsselt man den Geschäftsertrag nach Kundengruppen auf, stammt die eine Hälfte aus dem Segment Privatkunden, die andere aus den Segmenten Premium Banking und Firmenkunden.

Dem rückläufigen Geschäftsertrag wurde mit einer noch stärkeren Senkung des Geschäftsaufwands begegnet. Dieser konnte um 3,4% auf CHF 276 Mio. reduziert werden. Dabei sank der Sachaufwand um 5,8% auf CHF 105 Mio. Die Personalkosten erreichten CHF 171 Mio. und lagen damit 1,8% unter dem Vorjahresniveau.

Dank striktem Kostenmanagement konnte die Cost/Income-Ratio auf einem erfreulich tiefen Niveau von 46,5% gehalten werden - das lag knapp unter dem Vorjahreswert von 46,8%. Ebenfalls erfreulich entwickelten sich die Abschreibungen, Rückstellungen und Verluste. Unter dem Strich resultierte ein leicht höherer Geschäftserfolg von CHF 288 Mio. (0,5%). Auch der Gewinn lag mit CHF 226 Mio. knapp über dem Vorjahr (0,5%).

Vorübergehende Senkung der Vermögensverwaltungsgebühren

Die Vermögensverwaltung der Migros Bank hat seit Anfang 2015 konsequent Franken- und Euro-Obligationen mit negativer Verfallrendite veräussert. Als Bank an diesen Anlagen festzuhalten und dadurch mit hoher Wahrscheinlichkeit Verlustgeschäfte zu tätigen, hätte dem Interesse der Kundinnen und Kunden widersprochen. Die Erlöse aus den Obligationenverkäufen wurden teilweise zur Aufstockung der Aktienquote eingesetzt. Der überwiegende Teil floss auf das zu einem Vorzugssatz verzinste Mandatskonto. Auf jenem Teil der Liquidität, der die langfristig angestrebte Quote von 5% übersteigt, verrechnet die Migros Bank bis zur Normalisierung der Kapitalmarktrenditen keine Verwaltungsgebühren. Schon vor dieser Gebührenreduktion zählte die Migros Bank zu den Anbietern mit den günstigsten Vermögensverwaltungsmandaten. Das gilt nun umso mehr. Vor diesem Hintergrund wuchs die Zahl der Mandate 2015 um 19,7%.

Weiterer Ausbau des Filialnetzes

Per Ende 2015 zählte das Filialnetz der Migros Bank 66 Niederlassungen. Am 22. Januar 2016 wird sie in Meyrin-Vernier (GE) einen weiteren Standort eröffnen. Damit setzt die Migros Bank ihre Filialexpansion fort, die sie 2008 gestartet hat. Damals zählte die Bank 45 Niederlassungen.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2016

Das Geschäftsumfeld wird 2016 mit Blick auf die anhaltenden Negativzinsen herausfordernd bleiben. Die Migros Bank sieht sich weiterhin gut aufgestellt - dies nicht zuletzt dank einer breiten Vertrauensbasis bei den Kunden, attraktiven Konditionen, einer zukunftsgerichteten Infrastruktur und einer soliden Eigenkapitalausstattung.

Kontakt:

Urs Aeberli, Public Relations Migros Bank
Tel: 044 839 88 01, E-Mail: medien@migrosbank.ch


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