Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsic

Auf der Suche nach geeigneten Endlagern für hoch radioaktive Abfälle: Projekt ESDRED

Köln (ots) - Das Ziel von ESDRED (Engineering Studies and Demonstrations of Repository Designs) ist, die Machbarkeit verschiedener Konzepte für die Endlagerung hoch radioaktiver Abfälle in tiefen geologischen Formationen grosstechnisch zu demonstrieren. Dabei sollen alle Betriebsphasen eines Endlagers einbezogen werden: Errichtung, Einlagerung und endgültige Verschliessung. An diesem europäischen Projekt ist die GRS, neben 12 Partnern aus acht EU-Mitgliedstaaten und der Schweiz, mit ihrem Fachbereich Endlagersicherheitsforschung in Braunschweig beteiligt. Der GRS fällt dabei folgende Aufgabe zu: Der in einem Bergwerk in einzelnen Einlagerungszellen eingelagerte radioaktive Abfall muss dort langzeitig sicher verschlossen bleiben. Als Verschlussmaterial für die verbleibenden Hohlräume kommen verschiedene Materialien in Frage. Eine Option, die die GRS untersuchen wird, sind Ton-Sand Mischungen. Dazu wird die GRS sowohl in ihren Laboratorien in Braunschweig als auch im Untertagelabor Mont Terri in der Schweiz entsprechende Experimente durchführen. Weitere Demonstrationsprojekte von ESDRED sind: - Herstellung und Installation technischer Barrieren um die Abfallgebinde - Transport und Einlagerung von Abfallgebinden in die Einlagerungszellen - Verwendung spezieller Zementarten mit Spritzbetontechnik für die Verschlüsse von Hohlräumen oder deren Stabilisierung - Konstruktion grosstechnischer Prototypen zur Erprobung untertägiger Endlagerungsvorgänge, für die zur Zeit keine industriellen oder bergbaulichen Erfahrungen vorliegen - Entwicklung technischer Lösungen unter Berücksichtigung möglicher geologischer Störungen mit dem Ziel, die Langzeitsicherheit des Endlagers zu gewährleisten. ESDRED ist Teil des 6. EU-Rahmenprogramms für Forschung und Ausbildung auf dem Gebiet der Kernenergie (2002-2006). Es wird von der französischen "Nationalen Agentur für die Entsorgung Radioaktiver Abfälle" (ANDRA) koordiniert. Das Budget beträgt insgesamt 18 Mio. EUR, davon 7,3 Mio. EUR aus dem Rahmenprogramm. Den Anteil der GRS finanziert das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit. Während des Projekts ist ein Sonderprogramm eingeplant, das die Ausbildung von Ingenieuren und den Technologietransfer fördern soll. Es richtet sich vor allem an die neuen EU-Mitgliedstaaten. ESDRED-Partner: ANDRA, Frankreich; AITEMIN, Spanien; ENRESA, Spanien; CSIC, Spanien; NAGRA, Schweiz; DBE TECHNOLOGY, Deutschland; NIREX, Grossbritannien; ESV EURIDICE EIG, Belgien; ONDRAF/NIRAS, Belgien; GRS, Deutschland; POSIVA, Finnland; NRG, Niederlande; SKB, Schweden ots Originaltext: Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) mbH Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.ch Pressekontakt: Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) mbH Dr. Heinz-Peter Butz, Tel.: +49-(0)221 2068 654, Horst May, Tel.: +49-(0)221 2068 899, www.grs.de

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