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Europäischer Pharma-Kongress in Luzern

„Vom informierten zum engagierten Patienten"

    Luzern (ots) - „Ein informierter Patient wird aufgeklärt und engagiert die beste Therapie verlangen und die Behandlung auch richtig unterstĂĽtzen," erklärte Franz B. Humer, Chief Executive Officer von Roche, am Donnerstag in Luzern am Kongresses des Europäischen Pharmaverbandes EFPIA. „Die sachgerechte Information stärkt die Position des Patienten und fĂĽhrt zu einer neuen Beziehung zwischen dem Arzt und dem Patienten," betonte Humer, Vorstandsmitglied der European Federation of Pharmaceutical Industries and Associations (EFPIA). „Informierte Patienten fĂĽhren zu neuen Partnerschaften im Gesundheitswesen", lautete das Thema des öffentlichen Kongresses, an dem rund 250 Personen teilnahmen.

    Â„82 Prozent der Schweizer Bevölkerung verlangen laut einer Meinungsumfrage des GfS-Forschungsinstituts einen unzensurierten Zugang zur Information ĂĽber neue Medikamente und Therapien," stellte Franz B. Humer fest. Patienten hätten ein Recht zu wissen oder zumindest zu wählen, ob sie es wissen wollen oder nicht, was ihre Krankheit bedeutet und wie sie am besten behandelt werden kann. „Engagierte und informierte Patienten werden zu einer neuen Partnerschaft zwischen aufgeklärten Laien und medizinischem Fachpersonal fĂĽhren," erklärte Humer. Die Information werde kĂĽnftig nicht mehr unter der Kontrolle von Ă„rzten, Apothekern und Behörden sein, sondern dank den neuen elektronischen Kommunikationskanälen frei verfĂĽgbar sein. Das gestärkte Selbstbewusstsein der Patienten könne auch dafĂĽr sorgen, dass der Zugang zu neuen Medikamenten und der besten Therapien gewährleistet bleibt.

    Â„Der Weg von Informationen zur richtigen Anwendung neuer Therapien und Medikamenten stellt Herausforderungen an alle Beteiligten im Gesundheitswesen", sagte Humer.  Eine Zauberformel fĂĽr die Erhöhung der Einnahmetreue von Medikamenten („compliance") habe bis anhin noch niemand gefunden.  Neben der Information brauche es Partnerschaften und Zusammenarbeit von Ă„rzten, Apotheken, Pflegepersonal und Patienten, um den Therapieerfolg sicherzustellen.

    Die Breite der Auswirkungen informierter Patienten wurde am Kongress in Luzern in drei verschiedenen Informationsinseln aufzeigt: Von der Hilfe zur Selbsthilfe fĂĽr Patienten ĂĽber neue Partnerschaften im Gesundheitswesen bis zu neuen Plattformen fĂĽr Patientenorganisationen.

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