ASTAG Schweiz. Nutzfahrzeugverband

Ökobilanz: Umweltfreundlich unterwegs mit dem Reisebus!

Bern (ots) - Reisebusse sind umweltverträglich. Car Tourisme Suisse, die Fachgruppe Car des Schweiz. Nutzfahrzeugverbands ASTAG, weist darauf hin, dass dank kontinuierlicher Flottenerneuerung insbesondere der Schadstoffausstoss auf beinahe Null gesenkt werden konnte. Insgesamt ist die Ökobilanz von Reisebussen hervorragend. Unzulässig ist es, wie im «Kassensturz» nur die Klimabilanz ohne Einbezug des Energiebedarfs zu berücksichtigen. Der Reisebus erscheint dadurch zu Unrecht in einem schlechten Licht. Car Tourisme Suisse fordert, die Stärken aller Verkehrsmittel zu nutzen statt problematische Vergleiche anzustellen.

Zum Schutz der Umwelt unternimmt die Reisebus-Branche massive Anstrengungen. Car Tourisme Suisse, die Fachgruppe Car des Schweiz. Nutzfahrzeugverbands ASTAG, verweist vor allem auf die kontinuierliche Flottenerneuerung. In den letzten Jahren wurden enorme Beträge für moderne Fahrzeuge investiert. Der Ausstoss von Luftschadstoffen konnte dadurch auf beinahe Null gesenkt werden. Zudem nimmt auch der Treibstoffverbrauch markant und laufend ab. Laut neuesten Erhebungen liegt der Primär-Energiebedarf bei einem einstöckigen Reisebus mit voller Besetzung bei 0,7 Liter Diesel pro Person und 100 Kilometer; bei einem Doppeldecker-Reisebus sind es sogar nur 0,5 Liter (bei durchschnittlicher Besetzung: 1 Liter bzw. 0,7 Liter). Ein InterCity-Zug kommt je nach Auslastung auf 0,9 bis 2,1 Liter, bei höheren Geschwindigkeiten auf Schnellfahrstrecken auf 1,9 bis 4,7 Liter. Für Stefan Huwyler, Leiter Personentransport bei der ASTAG, ist deshalb klar: «Die Ökobilanz von Reisebussen ist hervorragend!»

Stärken nutzen statt falsche Vergleiche!

Ein falsches Bild zeigt sich hingegen bei einer sogenannten «Klimabilanz» wie in der Sendung «Kassensturz» auf SRF1 vom 1. Juli 2014, die eine Reise per Auto, Flugzeug, Reisebus und TGV miteinander verglich. In einer Klimabilanz wird der CO2-Ausstoss betrachtet, nicht der Primär-Energiebedarf. Der Primär-Energiebedarf ist jedoch die richtige und transparente Informationsquelle, da hier die gesamte zum Antrieb des Fahrzeuges benötigte Energie einberechnet wird, einschliesslich aller Energieverluste innerhalb des Energiegewinnungsprozesses. Zudem beruhen die verwendeten Berechnungen auf der durchschnittlichen Besetzung eines Reisebusses mit 21,1 Personen, was deutlich unter dem realen Durchschnitt für ein 50-Platz-Fahrzeug liegt. Gerade im Fernverkehr ist jedes Transportunternehmern aus Kostengründen an einer möglichst hohen Auslastung interessiert.

Der Reisebus erscheint deshalb zu Unrecht in einem schlechten Licht. Wenn schon, müssen sämtliche Faktoren berücksichtigt werden. «Es geht nicht an, Äpfel mit Birnen zu vergleichen, nur um ein Verkehrsmittel aus ideologischen Gründen besserzustellen», sagt Stefan Huwyler.

Überhaupt sind Vergleiche grundsätzlich problematisch, vor allem wenn es - wie bei Gruppen-Rundreisen - kaum eine Alternative zum Reisebus gibt. Stattdessen müssen die spezifischen Stärken aller Verkehrsmittel so gut wie möglich genutzt werden. Zu den Vorzügen des Reisebusses gehören nebst seiner positiven Ökobilanz insbesondere Flexibilität, Komfort und Effizienz. Car Tourisme Suisse engagiert sich deshalb, dass der Reisebus vermehrt in Konzepte des Freizeit-, Reise- und Berufsverkehrs einbezogen wird.

Kontakt:

ASTAG Schweizerischer Nutzfahrzeugverband
Car Tourisme Suisse
Stefan Huwyler
079 179 97 55



Weitere Meldungen: ASTAG Schweiz. Nutzfahrzeugverband

Das könnte Sie auch interessieren: